Karl Rove oder Es wird eng für Bushs Gehirn

Vor kurzem erhielt Karl Rove („das Gehirn Bushs“) eine Vorladung des Repräsentantenhauses. Er sollte zur Affäre der acht vom Weissen Haus aus rein parteipolitischen Gründen aus dem Amt entfernten Staatsanwälte aussagen. Das Weisse Haus unternahm den Versuch, solche Staatsanwälte zu entfernen, die zuwenig Klagen gegen Demokraten wegen angeblichen Wählerbetrugs einreichten:

“The evidence shows that senior White House political operatives were focused on the political impact of federal prosecutions and whether federal prosecutors [Staatsanwälte] were doing enough to bring partisan voter fraud and corruption cases [ob sie genug dafür tun würden, parteibezogenen Wählerbetrug und Korruption aufzudecken],” Leahy said.

“It is obvious that the reasons given for the firings of these prosecutors were contrived [die Gründe für die Entlassung der Staatsanwälte waren frei erfunden] as part of a cover-up and that the stonewalling [Blocken] by the White House is part and parcel of that same effort.”

Die Vorladung wies Rove mit üblicher Arroganz weit von sich und sprach wie immer von der Unberührbarkeit der Vertrauensleute um den Präsidenten. Er hat es juristischer verklausuliert, versteht sich.

Nun aber scheint es enger zu werden um „die Mistblüte“, wie ihn George W. Bush zärtlich zu nennen pflegte.

Der US Bezirksrichter John Bates hat die Vorladung ausdrücklich bestätigt. Bates wurde pikanterweise durch die Administration Bush ernannt und hatte sich bislang als Regierungstreu gegeben, indem er in der CIA-Affäre Valerie Plum ein Strafantrag Plums gegen Vizepräsident Dick Cheney abgewiesen hatte.

Rove nannte diesen jüngsten Bescheid „lächerlich“. Ein Rove kann es sich erlauben, in solchen Tönen über Gerichte zu sprechen. Er steht, ganz wie sein Herr, außerhalb des Gesetzes.

— Bigdaddy

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