Hillary Dick Clinton braucht einen Erdrutschsieg

Hillary Clinton ist die superwoman, die alle, aber auch wirklich alle Probleme dieser Welt bewältigen kann. Sturmfluten wie Katrina, Kriege, Ölpreisentwicklung, Osama Bin Laden (ja!), Slums, Arbeitslosigkeit. Das jedenfalls signalisiert sie in ihrem jüngsten Wahlspot:

https://www.youtube.com/watch?v=ZDap46WOCmA

Für ihre Verwendung von Osama bin Laden Szenen und angsttreibende Kriegsbilder bekommt Hillary den Ehren-Beinamen „Dick“. Dick wie Cheney.

Senatorin Clinton kann für ihre Nominierung nur noch ein gewaltiger Sieg helfen.

In Pennsylvania braucht sie heute in Pennsylvania einen Vorsprung in der Größenordnung von mindestens 20 Prozent vor Obama . Selbst die kühnsten Prognosen sehen das bislang nicht vor:

To overtake Barack Obama in the nationwide popular vote, Hillary Clinton needs a bigger win in tomorrow’s Pennsylvania primary than she has had in any major contest so far.

Even if the New York senator wins by more than 20 percentage points tomorrow — a landslide few experts expect — she would still have a hard time catching him.

Was die Sache für Hilary nicht besser macht, ist der enorme finanzielle Vorsprung von Obama. Obama verfügt über 42 Millionen Dollar cash, während Hillary zwar 8 Millionen in bar hat, aber mit über 10 Millionen in der Kreide steht:

Democratic presidential candidate Barack Obama began the three-week sprint toward tomorrow’s Pennsylvania primary with about five times more cash than rival Hillary Clinton, whose debts outweighed her money in the bank.
Obama, an Illinois senator, had $42.5 million available for spending on primary elections and caucuses, his campaign said yesterday. Clinton, a New York senator, had about $8 million in cash and $10.3 million in debt

Vor drei Wochen meinten wir, es sei ein guter Zeitpunkt für einen Ausstieg für Hillary. Kurz darauf sahen wir die Unzufriedenheit der Demokratischen Partei mit ihr und gaben ihr deshalb nur noch zwei Wochen. Damit sind wir eine Woche überfällig.

Der heutige Tag wird es hoffentlich erweisen. Es geht um insgesamt 188 Delegiertenstimmen.

Soweit Hillary allerdings irgendwie in Führung liegt – was anzunehmen ist – wird sie weiter machen wollen. Das ist ihr Naturell (Hut ab, immerhin, sie hat ein großes Kämpferherz). Das wird ihr seitens der Partei allerdings nur erlaubt werden, wenn ihr Vorsprung deutlich ausfällt.

— Schlesinger

PS.: Die nächste wichtige Vorwahl findet am 6. Mai in Indiana (84 Delegierte) und North Carolina (134 Stimmen) statt, zusammen 218. Weitere Vorwahlen mit einer größeren Anzahl an Delegiertenstimmen folgend dann keine mehr.