Die Mär vom Abgereicherten Uran

Stellen Sie sich vor, alle Welt glaubt an die Horrorbilder zum Thema „Depleted Uranium / DU“ und sie sind – falsch.

Es geht hierbei um Geschosse, die „abgereichertes Uran“ tragen. Nach dem Einsatz solcher Geschosse soll das beinhaltete Uran die Umgebung mitsamt den Menschen vergiften und insbesondere bei Neugeborenen fürchterliche Missbildungen in großer Zahl verusachen.

Diese Munitionsarten sind zum Beispiel im Jugoslawienkrieg der Neunziger Jahre durch die US Luftwaffe zum Einsatz gekommen.

Alle Welt, das sind mindestens jene über 1,3 Millionen Youtube-Nutzer, die sich das einschlägige Video angesehen haben. Die zahlreichen Kommentare zum Video lassen darauf schliessen, dass die Kraft der Bilder die gewünschte Wirkung zeigt. Die Behauptung, DU-Munition führe zu den im Video gezeigten Horrorszenarien, scheint weitgehend kritiklos akzeptiert zu werden. Scharen von Internetseiten haben sich dem Tenor dieses Videos angeschlossen und verfluchen den Einsatz von DU-Munition, als würde man wider den Teufel selbst ankämpfen.

Dort geht es um ein ganzes Sammelsurium von teuflischen Absichtendas „metal of dishonor“, um die furchtbaren Absichten des Pentagon, seine eigenen Soldaten radioaktiv zu verstrahlen,

Die Kraft der Bilder besteht hauptsächlich in den Aneinanderreihung von zumeist grauenhaften Bildern von schwerstbehinderten Babys bis hin zu grotesk deformierten Totgeburten.

Gegenstand

Abgereichertes Uran

Mythos

Wissenschaft

Die Frage, welche Gefahren für Mensch und Umwelt durch die Verwendung von DU-Munition
ausgehen, hat in der Folge der Geschehnisse auf dem Balkan in Medien und Öffentlichkeit erhebliche
Besorgnis ausgelöst.

Die Forschungseinrichtung Helmholtz-Zentrum München (früher: GSF) hat in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (Institut für Radiochemie, Lehrstuhl für
Experimentalphysik), der Middlesex University London, der University of Bristol und dem EU Institut für Transurane die Gefährung durch Abgereichertes Uran untersucht, das in Form von verschossener Munition in die Umgebung gelangte. Die Untersuchung wurde anhand von Untersuchungen an Mensch und Material in der ehemligen Kriegszone Jugoslawien durchgeführt, in der DU-Geschosse zum Einsatz kamen.
Kooperationsabkommen einbezogen. Zusätzliche Kontrolluntersuchungen wurden auf Auftragsbasis
von weiteren Instituten durchgeführt.