Dick Cheney im Führerbunker

 

dick_cheney.jpgLangsam schließt sich der Kreis.

Unmittelbar nach den Einschlägen der Flugzeuge in die Türme des World Trade Center fanden sich die Führer der Regierung Bush im Präsidentenbunker des Weissen Hauses ein.

Dort gab Vizepräsident Dick Cheney verfassungswidrig den Befehl, weitere Flugzeuge abzuschiessen. Erst nachdem er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er als Vizepräsident keine direkten exekutiven Befugnisse habe, telefonierte er mit George W. Bush, um ihm seine bereits durchgegebene Anweisung mitzuteilen. Bush befand sich zu dieser Zeit außerhalb Washingtons.

Diese Szene war kein Auftakt für die späteren Verfassungsbeugungen. Die hatten bereits zuvor begonnen. Die Szene zeigt nur besonders plakativ die Bunker-Mentalität Cheneys und der Bush-Administration.

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Abgeschottet von der Welt.
Gänzlich introvertiert.
Scheuklappenhaft beschäftigt mit der eigenen Weltanschauung, hat das Gespann Cheney/Bush – und man muss Cheney immer an erster Stelle nennen! – seine Politik in einer autistischen Weise verfolgt und tut es bis heute. Bis zuletzt.

 

Wie im Führerbunker.

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Hitler rechnete bis zuletzt mit dem rettenden Eingreifen der Geisterarmee Wenck, um Berlin vor den Russen zu retten.

Nun stehen zwar weder Al-Quaida, noch die Islamisten vor der Erstürmung des Bunkers namens Weisses Haus, und dennoch ähnelt sich die Situation (leider sind die Demokraten in ihrer Wahlschlacht vollauf damit beschäftigt, ihre bunker buster auf sich, statt auf die Republikaner abzufeuern).

Dick Cheney sitzt im Geiste ganz unten in seinem Bunker.
Von dort sieht er seine Feinde näher, immer näher rücken.
Sie umzingeln ihn.
Sie mögen nicht glauben, dass ER, er, Richard Cheney, in Wahrheit der Befreier der Welt vor den Massenvernichtungswaffen des Saddam Hussein ist.
Das ist eine Weltverschwörung.
Ausgerechnet gegen ihn.

Und doch: Sie müssen nicht nur irgendwo sein, die „tödlichsten Waffen, die je erfunden wurden“.
Sie sind es auch.
Es gibt sie.
Das jedenfalls funkte Cheney jüngst aus dem Bunker:
Syrien! Die Höllenwaffen verschaffte Hussein damals nach Syrien.
So Cheney.

Sie erinnern sich: Der „Untergang„, mit Bruno Ganz in seiner Glanzrolle als Adolf Hitler.
In kurzen, ganz kurzen Augenblicken überkam einen fast so etwas wie Mitleid mit dieser Kreatur Hitler.

Die jüngsten Funksprüche von Dick Cheney wirken ähnlich.
Man möchte ihn fast bemitleiden.
Wüßte man nicht, dass er Kriegsverbrecher ist.
Er, der einen Krieg aus Hybris entfesselte.
Der den Tod von Tausenden von Amerikanern zu verantworten hat.

Kriegsverbrecher vielleicht wider Willen,
vielleicht aus so etwas wie bester Absicht.
Aber das waren die anderen Kriegsverbrecher auch immer.
Immer aus bester Überzeugung, auch bester Absicht.
Ihrer Überzeugung nach.

— Schlesinger

(Photo: Dick Cheney - Flickr CC)
(Photo: why we fight - Flickr CC)
(Photo: Hitler mit Hitlerjungen in Berlin 1945)