Klimawandel setzt massiv Treibhausgase in Nordsibirien frei

Der Informationsdienst Wissenschaft der Georg-August-Universität Göttingen berichtet:

„Die globale Klimaerwärmung wird in Nordsibirien zu einer weitaus höheren Freisetzung von Treibhausgasen führen als bislang prognostiziert: Mit einem Anstieg der Temperatur von sechs bis sieben Grad, den Experten noch in diesem Jahrhundert erwarten, verändern sich die Auftautiefen der Permafrostböden, wodurch große Mengen an Kohlenstoff freigegeben werden.

Zusätzlich wird es zu tiefgreifenden Veränderungen im Wasserhaushalt der Permafrostgebiete kommen und die Vegetationszonen werden sich weiter nach Norden verschieben.

Damit gelangt neben dem Treibhausgas Kohlendioxid auch in erheblichem Umfang Methan in die Atmosphäre, erläutert Prof. Dr. Heiner Flessa.

In den Permafrostgebieten Nordsibiriens sind die Böden fast ganzjährig gefroren; sie tauen nur im Sommer für kurze Zeit an der Oberfläche wenige Dezimeter tief auf. Der ganzjährig gefrorene Unterboden verhindert, dass das Wasser während der sommerlichen Tauperiode versickert, und begünstigt die Bildung von Mooren.

Durch die besonderen klimatischen Bedingungen sind hier Böden mit sehr hohem Humusgehalt entstanden.

Mit einem verstärkten Auftauen der Dauerfrostböden besteht die Gefahr, dass die über Jahrtausende angereicherte und bislang gefrorene organische Substanz innerhalb kurzer Zeit freigesetzt wird.

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— Schlesinger