Facebook Gefahr für Demokratie
Facebook ist eine Gefahr für die Demokratie

Das anti-soziale Medium Facebook von Mark Zuckerberg beutet nicht nur die Daten seiner Nutzer aus. Das tun Google, Twitter & Co. auch.

Facebook geht viel weiter. Es fördert Extremismus weltweit und erlaubt Kräften aus nicht-demokratischen Ländern westliche Demokratien zu untergraben.

Mark Zuckerberg lebt nicht zuletzt von den niederen Trieben der Menschen und weiß wie er sie anstacheln und zu Geld machen kann.

Das war schon zu Beginn seiner Plattform so. Während seines Harvard-Studiums programmierte Zuckerberg eine Webseite, auf der sich Studenten über das Aussehen von Studentinnen auslassen konnten. Das war die Geburtsstunde der heute weltgrößten Plattform für Häme.

Daran hat sich nichts geändert. Nur die Dimensionen sind inzwischen gewaltiger. So gewaltig, dass selbst Zuckerberg nicht mehr in der Lage ist, sein Geschöpf zu bändigen.

Niemand weiß aus welchem Gemisch von echten Nutzern, Maschinen-Nutzern (Bots), Algorithmen und dunklen Geldströmen der nächste menschenverachtende, radikale, rassistische oder anti-demokratische Facebook-Tsunami entsteht und einzelne Menschen, Gruppen, Ethnien oder ganze Länder in größte Nöte bringt.

Solange daraus nur genug Klicks und Likes und Shares entstehen und der Multi-Milliardär Zuckerberg Geld aus beliebiger Quelle bekommt, ist ihm alles recht.

Der Form halber muß Zuckerberg natürlich bemüht sein, eine saubere Seite zu betreiben. Doch wer sich als amerikanischer Geschäftsmann auch von russischer Seite mit beeindruckenden Summen aufbauen lässt (900 Mio. USD), wird sich genau überlegen, wen er zu hofieren hat.

War Facebook Handlanger für Manipulation der US Wahlen?

Im amerikanischen Wahlkampf Trump gegen Clinton hat Facebook sehr wahrscheinlich eine entscheidende, unrühmliche Rolle gespielt.

Facebook hat durch seinen extrem laxen Umgang mit Datenschutz der Firma Cambridge Analytica ermöglicht die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern zu analysieren. Der frühere Vize-Chef von Cambridge Analytica war Steve Bannon – im Wahlkampf einer der engsten Berater von Donald Trump.

Das präzise Wissen über die Facebook-Nutzer ermöglichte der Trump Wahlkampfmannschaft nach Ansicht des britischen GUARDIAN eine regelrechte „psychologische Kriegsführung“ zu betreiben.

Bei der Platzierung von „Wahlwerbung“ besteht ein großer Unterschied zu herkömmlicher Wahlwerbung. Herkömmliche politische Werbung im Fernsehen, im Radio oder in den Zeitungen wendet sich unterschiedslos an die Wähler. Alle sehen dasselbe. Alle wissen, dass andere dasselbe sehen. Alle wissen, wer für die Werbung verantwortlich ist. Alle werden anonym beworben, das heißt ohne Ansehen ihrer Person.

Werden allerdings – wie im Fall von Cambridge Analytica / Facebook – die privaten Daten herangezogen – heimlich herangezogen! – um die Wähler auf ihr Profil abgestimmt zu beeinflussen handelt es sich nicht um Werbung, sondern um Manipulation.

Wir kennen das Ergebnis der US Wahl.

Donald Trump ist nicht nur ein Präsident, der von Facebook profitiert hat, sondern der offenbar auch über seinen Mittelsmann Steve Bannon – ebenfalls mithilfe von Facebook – Einfluß genommen hat auf das Brexit-Votum der Briten.

Denn ein gespaltenes Europa ist der Logik Trumps zufolge gut für „America first!

Facebook und der Brexit

Wie furchteinflößend Facebook in das politische Geschehen in Europa eingegriffen hat (und bis heute eingreift), hat die britische Journalistin Carole Cadwalladr am Beispiel Brexit gezeigt:

Carole Cadwalladr (den verlinkten Text unbedingt lesen!)

Das ist Großbritannien im Jahr 2017.

Ein Großbritannien, das zunehmend wie eine ferngesteuerte Demokratie aussieht. Bezahlt von einem US-Milliardär [Trump]. Unter Verwendung von Technologien im Stil militärisch-psychologischer Kriegsführung. Geliefert von Facebook.

Und zugelassen durch uns. Wenn wir dieses Ergebnis des Brexit-Referendums bestehen lassen, geben wir diesem Vorgang unsere implizite Zustimmung. Es geht hier nicht darum, [in der EU] zu bleiben oder zu gehen.

Es geht weit über die Parteipolitik hinaus.

Es geht um den ersten Schritt in eine „schöne neue Welt“, die zunehmend undemokratisch wird.

Als die britische Zeitung The Guardian die Reportage von Carole Cadwalladr bringen wollte kamen Drohschreiben von Facebook, es würde juristisch dagegen vorgehen.

Der Guardian hat den Bericht herausgebracht, und Facebook hat es nicht gewagt, gegen die faktentreue Reportage vorzugehen.

Facebook und der Völkermord in Myanmar

Das Militär von Myanmar hat auf Facebook eine umfangreiche Hetz-Propaganda gegen die Minderheit der muslimischen Rohinyas betrieben, und dabei zu Mord und Vergewaltigung angestachelt. Das Militär hat dazu auch inszenierte Facebook-Konten verwendet.

Facebook ist in Myanmar so stark verbreitet, dass es bei vielen als „das Internet“ schlechthin angesehen wird. Daher haben die Hassbotschaften auf Facebook eine sehr große Menge an Menschen erreicht.

Facebook hat die längste Zeit nichts gegen diese wüste Propaganda unternommen.

Das fürchterliche Ergebnis ist bekannt.

 

Facebook und die Antisemiten

Bis vor Kurzem hat Facebook zugelassen, dass Anzeigenkunden Werbung direkt bei Antisemiten und Judenhassern platziert hat.

Das hat Facebooks Algorithmus zugelassen nach dem Motto:

Lieber Anzeigekunde, sag mir Deine Suchbegriffe und ich leite sie an die richtige Kundschaft.

Gab also ein Anzeigekunde den Suchbegriff „Israelhasser“ oder „NSDAP“ ein wurde die Werbung bei Leuten platziert, die diese Begriffe in in ihre eigene Profilbeschreibung geschrieben hatten.

Diese Möglichkeit der Werbung hat Facebook inzwischen unterbunden. Aber die Leute sind erfinderisch und die Rassisten dieser Welt werden auch weiterhin dieses erstklassige Hassverbreitungs-Medium namens Facebook so nutzen, dass es ihren Interessen entspricht.

Bis heute hat Facebook kein grundsätzliches Problem mit Holocaust-Leugnern:

Facebook wurde vorgeworfen den Antisemitismus zu verstärken, nachdem es sich geweigert hatte, wiederholt gekennzeichnete Hassbotschaften zu entfernen.

Eine jüdische Wohltätigkeitsorganisation brandmarkte Facebooks Entscheidung, Bilder nicht zu entfernen, die den Holocaust als „Schwindel“ bezeichnen und Zweifel an Anne Franks Tagebuch aufkommen lassen.

Facebook sagte, dass es die Beiträge nicht entfernen wird, da sie nicht gegen die Regeln der Hassrede verstoßen und nicht gegen britisches Recht verstoßen.

Das darf niemanden wundern. Denn der jüdische Amerikaner Mark Zuckerberg selbst hat kein Problem mit Holocaust-Leugnern. Seine zynisch verharmlosende Bemerkung, dass diese Leute lediglich einem Irrtum unterliegen würden, war kein Versprecher. Zuckewrberg wurde auch nicht aus dem Kontext gerissen. Er hatte nur einen unvorsichtigen Moment, der seine ganze Eiseskälte und Gleichgültigkeit erkennen ließ. Wichtig ist nur, dass die Geldmaschine Facebook Geld druckt.

Brandbeschleuniger Facebook und der Gelbwesten-Protest

Wie wird aus einzelnen, kleinen Protesten und ein paar Internet-Artikeln ein wütender Mob, der auf die Straßen geht und seinen echten oder vermeintlichen Frust herausläßt?

In dem Facebook dazu kommt. Wie? Indem Facebook einen neuen, Algorithmus – ups! – ungetestet auf seine User losgelassen hat.

Dank dieses Algorithmus wurden den wütenden Franzosen plötzlich massenhafte Wut-Botschaften in ihre Facebook-News geschwemmt.

Und dann war der Massenprotest da, und war da in einer Intensität, wie er ohne den Brandbeschleuniger Facebook mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dagewesen wäre.

Facebook gefährdet die Demokratie

Was immer Facebook einmal sein wollte lässt sich schwer sagen.

Ich glaube nicht, dass Mark Zuckerberg jemals „soziale“ Beweggründe hatte.

Ausschlaggebend ist nur, was aus Facebook geworden ist.

Facebook ist zu einer nicht beherrschbaren monströsen Maschine geworden, die den sozialen Frieden weltweit gefährdet.

Prof. Ferguson von der Universität Harvard stellt vollkommen zurecht fest, dass Facebook „desaströs“ für die Demokratie ist.

Facebook muß daher für alle Verfechter von Demokratie und Menschenwürde bis auf Weiteres als echter Staatsfeind angesehen werden.

Aber Millionen und Abermillionen von Facebook-Nutzern weltweit werden weiterhin ihre Katzenbilder posten, ihre Spiele spielen, und ihre Likes verteilen und bekommen. Die Rolle von Facebook beim Völkermord in Myanmar, beim Brexit und bei der Wahlbeeinflussung in den USA wird sie nicht davon abhalten.

Die Millionen Katzen- und Partybilder sind das perfekte Feigenblatt für Facebook: Es geht doch nur um Spaß und Freunde!

Mark Zuckerbergs früherer Vorstand Sean Parker hat damit geprahlt, wie Facebook seine Nutzer wie Drogenabhängige ködert:

das bedeutet, dass wir den Nutzern ab und zu einen kleinen Schuß geben müssen, indem jemand ein Foto oder einen Beitrag geliked hat oder kommentiert hat und das wird sie dazu bringen, noch mehr Inhalte beizutragen und das wird Ihnen mehr Likes und Kommentare bringen.

Diese menschliche Schwäche wird dem studierten Psychologen Zuckerberg noch lange helfen. Vielleicht für immer.

Ob die Politik in der Lage ist ihre Schutzaufgabe wahrzunehmen und Facebook in die Schranken zu weisen? Ob sie ihre Bürger angemessen aufklären kann?

In Deutschland ist das noch nicht abzusehen.

Ein greiser Innenminister Seehofer wird einfach nicht wissen, was Facebook so gefährlich macht. Er kümmert sich lieber um Migranten, gegen die auf dem sozialen Medium Facebook so gerne gehetzt wird, und nimmt hin, daß seine eigene Facebook-Seite von deutlich weiter rechts von ihm stehenden Kommentatoren anti-demokratisch dominiert wird.

Kanzlerin Merkel hat bekanntlich vor nicht allzu langer Zeit festgestellt, dass das Internet für uns alle noch neu sei.

Justizministerin Katarina Barley alleine wird es nicht richten. Sie hat nach einem Treffen mit Zuckerberg Kritik geübt. Anscheinend kratzt sie aber nur an der Oberfläche von Datenschutzverletzungen, und schätzt das kolossal zersetzende Potenzial von Facebook noch nicht richtig ein.

In der EU hat man die Gefahr besser erkannt.

EU Justiz-Kommissarin Vera Jarouva :

Unsere derzeitigen Wahlregeln, Praktiken und Gewohnheiten stammen aus unserer nicht-digitalen Vergangenheit, wie z.B. Ausgabenbegrenzungen für Kampagnen, strenge Regeln für die [politische] Werbung, einschließlich der Transparenz darüber, wer die Kampagne führt und wer dafür bezahlt hat.

Und da Facebook dem vollständig zuwider handelt, urteilt Jarouva zutreffend, daß Facebook in diesem Fall eine Gefahr für die Demokratie darstelle.

Leider zieht Jarouva nicht die nötigen harten Konsequenzen aus dieser enormen Gefahr, sondern beschwichtigt:

Für mich ist die Hauptfrage nicht, Facebook in Teile zu trennen oder nicht.

Wenn es die Politik nicht regelt, könnte man zum Schluß kommen, daß die die Lösung der Gefahr Facebook bei uns läge, den „Usern“.

Das sind keine guten Aussichten.

Wegen dieser menschlichen Schwächen. Sie wissen schon.

Und weil es dieses „uns“ nicht gibt. Was die politische Sphäre anbelangt haben auf Facebook nicht die Gebildeten, die Gemäßigten, die Ruhigen das Sagen. Sehen Sie sich die Facebook-Seite der AfD und die dortigen Kommentare an.

Mit Facebook ist es ein bisschen wie mit dem Klimawandel. Die Gefahr ist bekannt. Aber der Masse ist es egal. Und die Politik ist zu feige, da es um „big business“ geht.

Wie Weimar: Hilflos gegen Rechts

Die nahe Zukunft gehört nicht den immer noch naiv und im momentanen Erfolg fröhlich-glucksenden Katharina Schulzes von den GRÜNEN, oder den unbeholfen polternden Andrea Nahles‚ von der SPD, oder den Macho-Politikern à la Söder, sondern den grimmig-kalten Alexander Gaulands und Alice Weidels.

Die alten Parteien haben gemeinsam eines nicht begriffen:

Diese radikal Anderen wollen kämpfen – mit Klauen, Zähnen und Blut-, während sie nur weiter spielen möchten.

Hilflos sind die „bürgerlichen“ Parteien schon in den „sozialen Medien“. Das sieht man an diesem beliebigen Beispiel

In der wirklichen Welt scheinen die alten deutschen Demokraten genauso hilflos zu sein wie in ihren Auftritten auf Facebook und Twitter. Denn in den Kommunen, der Polizei, der Bundeswehr, der Justiz, dem Bundestag, an den Schulen oder dem Sport breiten sich die Rechten aus wie ein wucherndes Geschwür.

Selbst auf SPIEGEL online, dem früheren „Sturmgeschütz der Demokratie“ ist man nicht willens oder nicht fähig den Rechten Widerstand zu leisten. Die Kommentare zum Bericht über die Haltung der EU Justizkommissarin Jarouva zum Thema Facebook sehen so aus:

Rechte lieben Facebook
Rechte lieben Facebook

Korrekt ist: Facebook ist nicht für alle Fehlentwicklungen in westlichen Demokratien verantwortlich.

Korrekt ist auch: Wer nicht versteht, dass Facebook für die Extremisten dieser Welt dasselbe ist wie der Volksempfänger für Hitler, hat wenig verstanden.

Korrigiere. „Volksempfänger“ ist falsch. Es muß heissen:

Was der Volksempfänger für Hitler war ist Facebook für Extremisten, nur mit eingebautem High-End Verstärker und integriertem Goebbels-Chipset.

Grundsätzlich gilt:

Facebook kann aufgund seines ganzen Geschäftsmodells nicht „repariert“ werden.

Die Süddeutsche Zeitung schrieb zutreffend:

Facebook kann sein Unternehmensmotto „Move Fast and Break Things“ noch so oft zurücknehmen, Zuckerberg kann sich tausendmal entschuldigen und sogar zurücktreten – es wird nicht das Geringste daran ändern

Facebook wird auch weiterhin „schnell voranschreiten und Dinge zerbrechen“ wollen, auch wenn es sein früheres Motto wegen zu viel Nähe zur Realität verabschiedet hat.

Facebook muß daher in irgend einer Form abgeschaltet werden.

Facebook abschalten heißt nicht: Das Internet abschalten.

Facebook abschalten heißt nicht: Moderne Kommunikation abschalten.

Facebook abschalten heißt nicht: Den normalen Leuten ihren Spaß „online“ verderben.

Facebook abschalten heißt nur:

Ein zutiefst kaputtes System abschalten, das Amok läuft.

Aber das wird nicht stattfinden.

Daher: Auf in die „schöne neue Welt“!

Seien wenigstens Sie kein Spielverderber, und posten jetzt ein neues Katzenbild.

Ihre friends werden es liken.

— Schlesinger

   PS.: Instagram und Whatsapp gehören zum Facebook-Imperium

Letzte Aktualisierung dieses Beitrags: 28.04.2019

Zitate zur Gefahr Facebook

Vera Jourova, EU Justiz-Kommissarin

Ich habe mein Facebook-Konto vor ein paar Jahren gelöscht, weil ich das Gefühl hatte, dass es zu einem Ort des Hasses geworden ist.

Roger McNamee, ehemaliger Mitarbeiter bei Facebook und langjähriger Vertrauter von Mark Zuckerberg

Ich nahm an, dass Facebook ein Opfer war. Was ich in den Monaten nach der Wahl 2016 gelernt habe – über die Verbreitung von Brexit-Lügen, über den Verkauf von Nutzer-Daten an andere Gruppen – hat mich erschüttert und enttäuscht.

Facebook hat zusammen mit Google und Twitter die freie Presse untergraben. Auf Facebook sehen Informationen und Desinformationen gleich aus; der einzige Unterschied besteht darin, dass Desinformationen mehr Einnahmen generieren, so dass sie von Facebook eine bessere Behandlung erhalten.

Dipayan Ghosh / Ben Scott, Journalisten des TIME Magazine, in ihrem Bericht wie einfach es für Facebook ist Leute politisch zu manipulieren

Facebook hat auf die Geschichte von Cambridge Analytica geantwortet und erklärt, dass die Technik mit der Daten von 50 Millionen Nutzern extrahiert werden, nicht mehr erlaubt ist. Aber niemand ist sich sicher, welche Arten von sensiblen personenbezogenen Daten es bereits gibt oder wer sie besitzt – was es wahrscheinlich macht, dass die Bemühungen um die Manipulation der Wähler fortgesetzt werden.

John Norton, Journalist, The Guardian :

Mark Zuckerbergs Maschine zum „Verbinden“ von Menschen hat sich in ein Konzern-Monster verwandelt.

Thet Swe Win von Synergy, einer Menschrechtsorganisation in Myanmar

Das Militär von Myanmar hat großen Nutzen aus Facebook gezogen. Ich würde nicht sagen, dass Facebook direkt an der ethnischen Säuberung [gegen die Rohinyas, Anm.] beteiligt ist, aber es gibt eine Verantwortung die richtigen Maßnahmen zu ergreifen um zu vermeiden ein Anstifter des Völkermords zu werden.

Marzuki Darusman, Chef der UN-Untersuchungsmission in Myanmar

Hassrede und Anstiftung zur Gewalt in den Sozialen Medien ist allgegenwärtig, besonders auf Facebook

Yanghee Lee, UN-Ermittlerin in Myanmar

Ich befürchte, dass Facebook ein Monster geworden ist, und nicht das, was es ursprünglich einmal sein wollte

Maya Kosoff, auf Vanity Fair

Neue Forschungen zeigen einen Zusammenhang zwischen Facebook und einer nationalen Epidemie von Gewalt.

Emily Shugerman, auf dem Independent

Facebook wird weiße [amerikanische] Nationalisten nicht davon abhalten auf der Plattform zu posten, sich zu organisieren und für sich zu werben, hat das Unternehmen gesagt – solange sie sich nicht „weiße Herrenrasse“ nennen.

John Edwards neuseeländischer Datenschutzbeauftragter, nach dem Massaker an Muslimen in Christchurch

Facebook kann man nicht trauen, das sind moralisch bankrotte pathologische Lügner, die Völkermord ermöglichen (Myanmar) , und ausländischen Kräften erlauben die demokratischen Institutionen zu untergraben.

Facebook erlaubt das Live-Streaming von Selbstmorden, Vergewaltigungen und Morden, hostet und veröffentlicht weiterhin das Angriffsvideo auf die Moschee [im neuseeländischen Christchurch], ermöglicht es Anzeigekunden „Judenhasser“ und andere hasserfüllte Kreise zu umwerben, und lehnt es ab, dafür Verantwortung zu übernehmen.

Niall Ferguson, Harvard-Professor :

Es kann nicht sein, dass ein Privatunternehmen [Facebook] ein Monopol über unsere persönlichen Daten besitzt und sie einfach weiterverkaufen kann. Das ist schlicht und einfach verrückt. Genauso wie die Tatsache, dass Facebook durch seinen Newsfeed der mit Abstand größte Herausgeber von Nachrichten in der Geschichte der USA ist.

Das ist desaströs für den Fortbestand der westlichen Demokratie.

Mark Surman, Geschäftsführer des nicht gewinnorientierten, die Privatsphäre schützenden Browsers Firefox:

Google bedroht das freie Netz, Facebook bedroht die Demokratie und den sozialen Frieden.

Es gibt auch Lob für Facebook und Zuckerberg. Zum Beispiel vom Springer-Verlag (BILD, DIE WELT)

DIE WELT :

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, 31, ist der erste Träger eines neuen Innovationspreises des Axel-Springer-Konzerns.

Er erhält ihn für seinen fairen Umgang mit Kreativen und seine Beharrlichkeit.