Israels Haupt – Export : Diamanten

Export-Schlager Diamanten
Export aus Israel

Israel hat den Ruf eines High-Tech-Landes. Ein Silicon Valley in der Negev.

Nun ist doch einigermaßen überraschend, womit Israel das meiste Geld verdient.

Was exportiert Israel?

Diamanten haben im Jahr 2017 sage und schreibe 22 Prozent des Exports von Israel ausgemacht.

Das waren rund 10.7 Milliarden Dollar.

Danach kommen Maschinen, allerdings mit nur halb so viel Exportvolumen.

Diamanten-gesponsorte israelische Brigade

Vor ein paar Jahren hatte Benny Steinmetz – einer der größten Diamantenhändler – eine Patenschaft für die Givati Brigade der israelischen Armee übernommen.

Die Givati-Brigade war eine der Hauptakteure im Gazakrieg von 2008/09 und mitverantwortlich für das Massaker an der Samouni Familie:

Am 4. Januar 2009, zu Beginn der Bodenoffensive der israelischen Militäroperation „Gegossenes Blei„, haben sich etwa 100 Mitglieder der erweiterten al-Samuni-Familie in einem Haus im a-Zeitun-Viertel von Gaza City zusammengekauert.

Am nächsten Morgen tötete ein israelischer Luftangriff 21 Menschen im Haus, darunter 9 Kinder und 10 Frauen, und verletzte Dutzende anderer Familienmitglieder.

In den nächsten zwei Tagen verweigerte die israelische Armee den Zugang von Medizinern [des arabischen Halbmondes], obwohl sie über das schreckliche Ergebnis des Bombardements von Familienmitgliedern informiert war, denen es gelang dem Haus zu entkommen.

Als es den Ärzten gelang zum Gebäude zu gelangen fanden sie vier kleine Kinder neben ihren toten Müttern in einem der Häuser, und evakuierten mehrere Verwundete. Die israelische Armee verweigerte die Erlaubnis, die Leichen zu evakuieren, und sie blieben für weitere zwei Wochen in den Trümmer

Quelle: B’tselem; Übersetzt durch Deepl & TAB
Diamanten aus Israel
Diamantenhandel: Weniger charmant als der Film mit Marilyn Monroe

Am Diamenatenhandel hat offenbar schon immer Blut geklebt. Es hat den Anschein, als würde das im Fall Israels gleich doppelt gelten.

Diamanten-Mafia in Antwerpen?

Ich erinnere mich an ein Erlebnis am Tel Aviver Flughafen Ben Gurion. Das war 1990. Dort wartete ich wie alle anderen Passagiere am Check-in für unseren Rückflug.

Am selben Gate nebenan wurde ein Flug nach nach Antwerpen* gehen. Plötzlich stürmte eine Gruppe Orthodoxer mit unübersehbar teuren Gewändern und üppigem Pelzbesatz an den Wartenden vorbei und durch das Gate. Sie wurden von den Kontrolleuren durchgewunken.

Das fand ich bemerkenswert. Immerhin gilt der Tel Aviver Flughafen als einer der am strengsten kontrollierten weltweit. Auf Nachfrage meinte mein israelischer Bekannter, diese Pseudo-Rabbis seien von der Antwerpener Diamanten-Mafia. Die könnten sich so etwas erlauben.

Das kam mir damals etwas abwegig vor. Heute nicht mehr.

Zum Thema „Diamanten“ empfehle ich folgenden Film: Blood Diamond, mit einem erstklassig spielenden Leonardo di Caprio in der Hauptrolle.

— Schlesinger

PS.: Die Gewinne aus Diamanten haben weder früher noch heute etwas am Armutsgefälle Israels geändert.

*Einer israelischen Business-Webseite für Diamanten zufolge waren im Jahr 1940 80 Prozent der in Antwerpen lebenden Juden im Diamantengeschäft tätig. Die Rohware stammte überwiegend aus dem südafrikanischen Kimberley.

Grafik: AJG Simoes / Atlas Media MIT

Photo by Elissa Rosen on Unsplash (Text von mir / nicht im Original)