Israel : Hamas-Führer erschossen

Israelische Soldaten und Palästinenser haben sich in Gaza schwere Kämpfe geliefert.

Dabei wurden nach unterschiedlichen Angaben insgesamt sechs Palästinenser getötet.

Die Gefechte in der Innenstadt von Gaza waren Teil einer israelischen Militäroperation gegen die fundamentalistsche Hamas-Bewegung.

Ehud Barak : Führer der Hamas getötet

Verteidigungsminister Barak sagte, vier der wichtigsten und gefährlichsten Führer der Hamas seien getötet worden.

Nach palästinensischen Angaben erschossen die Soldaten ferner zwei palästinensische Frauen, darunter eine Schwangere.

Barak erklärte dagegen, eine Frau sei von Palästinensern erschossen worden.

Nach Angaben von Ministerpräsident Olmert gehörten die getöteten Palästinenser dem bewaffneten Arm der Hamas, Essedin el Kassam, an.

Die Armee habe die Hamas-Gruppe in Gaza entdeckt, das Haus umstellt und die Bewohner aufgefordert, auf die Straße zu gehen. Nachdem Palästinenser das Feuer eröffnet hätten, hätten israelische Soldaten mit Panzerabwehrraketen zurückgeschossen.

ACHTUNG. Wichtige Korrektur:

Der obige Vorgang ist wahr, aber es wurden hinsichtlich Zeit & Ort folgende Änderungen vorgenommen, um ihn in die heutige Lage der Operation Gegossenes Blei zu transportieren:

Der echte Vorgang fand am 23. März 1994 statt.

Der Ort war nicht Gaza, sondern Hebron (Westjordanland).
Die Personalie Ehud Barak stimmt. Er war allerdings nicht Verteidigungsminister, sondern Generalstabschef und somit ranghöchster Vorgesetzter der Soldaten in oben genanntem Vorgang.

Der Premierminister war damals nicht Ehud Olmert, sondern Yitzhak Rabin. Rabin wurde aufgrund seiner Bemühungen, den Friedensprozess von Oslo trotz aller Komplikationen voranzutreiben, am 04. November 1995 von einem radikalen Israeli während einer Kundgebung erschossen.

Und die Moral von der Geschichte? Da schon 1994 die wichtigsten Hamas-Führer erschossen wurden, herrschte anschliessend Frieden. Bis heute. Nicht wahr?

— Schlesinger

(Quelle: Süddeutsche Zeitung v. 24.03.1994)