Sarah Palin ein Maulwurf?

Das sind schräge und für unsere Ohren ziemlich ungewohnte Töne, die man aus dem Mund des Vorsitzenden der Unabhängigkeitspartei Alaskas Joe Vogler und dessen Vize Dexter Clark vernimmt.

Man sei froh, so Dexter, dass Sarah Palin die Wahl als Gouverneuerin gewonnen habe. Palin ist bei mehreren Anlässen bei dieser Sezzessionsbewegung aufgetreten und ihr Mann Todd war bis vor 2 jahren aktives Mitglied.

Nun komme es darauf an, sich ein republikanisches Etikett aufzukleben…

meinte Clark Dexter.

Vogler: „I won’t be buried under their damned [US] flag!“

https://de.youtube.com/watch?v=eniG9l_7its

Country First? No: Palin pals first!

Frau Palin stellt sich nach wie vor gerne als Reformerin und jemand dar, der mit dem Washingtoner Geklüngel nichts zu tun haben will. Die Wahrheit ist: Sie selbst ist der Inbegriff von Klüngelei und Vetternwirtschaft. So hat sie – nur eines von mindestens fünf Fällen – die Leitung der Landwirtschaftsbehörde einer ehemaligen Schulfreundin übertragen. Die Qualifikation der Immobilienmaklerin bestand darin, dass sie „als Kind Kühe mochte“:

So when there was a vacancy at the top of the State Division of Agriculture, she appointed a high school classmate, Franci Havemeister, to the $95,000-a-year directorship.

A former real estate agent [Immobilienmaklerin], Ms. Havemeister cited her childhood love of cows as a qualification for running the roughly $2 million agency.

Country First? Nonsens.

Politische Karriere Palins durch AIP gefördert

Mehr noch: Allem Anschein nach wurde die gesamte politische Karriere Sarah Palins durch die Alaskan Independence Party (AIP) gezielt befördert. Der damalige Parteivorsitzende Mark Chryson war der Lenker hinter den Kulissen, um Palin in Wasilla auf den Bürgermeisterstuhl zu bekommen, wie das angesehene Magazin SALON recherchierte:

Chryson has been a political fixture [eine große Nummer] in the hometown of the Republican vice-presidential nominee for over a decade.

During the 1990s, when Chryson directed the AIP, he and another radical right-winger, Steve Stoll, played a quiet but pivotal role [zentrale Rolle] in electing Palin as mayor of Wasilla and shaping her political agenda afterward.

Freimütig bekennt Chryson, dass die Tür Palins für ihn jederzeit offen gestanden habe, auch in ihrer Zeit als Gouverneurin:

“Every time I showed up her door was open,” said Chryson. “And that policy continued when she became governor.”

Das dürfte auch gelten, wenn die Tür der Gouverneurin zur Tür der Vizepräsidentin werden würde.

Ein Trost: Die AIP habe nicht vor, jemanden zu erschiessen, um zur Unabhängigkeit zu gelangen, wie Mark Chryson versichert:

— Bigdaddy

(Photo: screenshot Youtube)