20.000 neue Terroristen pro Monat

Wenn Sie Karteikärtchen haben und sie mit Namen füllen müssen, haben Sie schnell genug davon.

Haben Sie aber eine elektronische Datenbank, kennt die Daten-Gefräßigkeit keine Grenzen.

Kleine Datenbanken sind schlechte Datenbanken, gewissermaßen nur noch Datenschatullen und laufen damit Gefahr, aufgelöst zu werden.

Das zu verhindern ist einer der maßgeblichen Existenzberechtigungen von Datenbankadministratoren.

In diesem Sinne und vor dem Hintergrund des war on terror kann man das US Justizministerium als

Datenbank-Bruderschaft zum Heiligen Terror-Gral

bezeichnen.

Das Ministerium ist zuständig für die Pflege der sogenannten „Terrorlisten“.

Im Jahr 2004 wurde die Lister der Terrorverdächtigen vom Ministerium für Homeland Security eingeführt.

Nach dem Motto „viel Verdächtige“ = viel Sicherheit wuchs die Monsterkartei, bei deren Anblick Innenminister Schäuble sicher ganz warm ums Herz würde, rasch an.

Seit Ende letzten Jahres verzeichnet sie Neuzugänge von über 20.000 Namen pro Monat:

Daraus können wir zweierlei schliessen:

1. Die Welt ist vollgepackt mit Schurken.

2. Wir haben sie im Griff, weil namentlich erfasst.

Blöd, dass man Bin Laden dennoch nicht fassen konnte, aber statt dessen jede Menge US Bürger mit arabischen Namen, die auf ihren Geschäftsreisen kurzerhand in Handschellen abgeführt wurden.

— Bigdaddy

(Photo: © pmphoto - Fotolia.com, Bildbearbeitung T.A.B.)
(Grafik: US Dep. of Justice)