Gaza: Waffenstillstand bei rhetorischer Aufrüstung

Der seit Donnerstag früh 06.00 laufende Waffenstillstand zwischen der Hamas und Israel hält bislang, wie Al Jazeera berichtet.

Demgegenüber haben beide Seite rhetorisch aufgerüstet, nachdem unmittelbar vor dem Waffenstillstand noch großer Optimismus seitens Hamas und vorsichtige Zurückhaltung seitens Israel herrschte.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert warnte vor einem Einmarsch des Militärs, falls Hamas die Waffenruhe brechen sollte.

Hamas-Chef Ismael Haniya orakelte, seine Organisation werde so lange die Waffenruhe einhalten, wie Israel sich jeglicher Aggression gegen das palästinensische Volk enthalte.

Sowohl die eine wie die andere Äußerung bieten reichlich Spielraum, um den nächsten militärischen Schritt zu tun.

Was hält Olmert davon ab, etwa Folgendes zu sagen: „Wir für unseren Teil wollen uns an die Waffenruhe halten und werden die Entwicklung beobachten.“ Die Drohung mit der Invasion ist demgegenüber der größte denkbare Mißtrauensbeweis. Hilfreich für eine Waffenruhe ist das nicht.

Es ist nur hilfreich, wenn man morgen umschwenken und zur alten Schießordnung übergehen möchte.

— Schlesinger

(Photo: Jewish Voice for Peace)