Neue Präsentation von Al Gore zur globalen Erwärmung

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Kurzer Rückblick auf die Nachrichten der letzten Zeit zum Thema globale Erwärmung:

Scientific American Magazin

The thickest, oldest and toughest sea ice around the North Pole is melting, a bad sign for the future of the Arctic ice cap, NASA satellite data showed on Tuesday.

„Thickness is an indicator of long-term health of sea ice, and that’s not looking good at the moment,“ Walt Meier of the National Snow and Ice Data Center told reporters in a telephone briefing.

This adds to the litany of disturbing news about Arctic sea ice, which has been retreating over the last three decades, especially last year, when it ebbed to its lowest level.

Scientists have said the trend is spurred by human-generated climate change [durch den menschengemachten Klimawandel verursacht].

 

Das amerikanische Nationale Schnee- und Eisforschungszentrum zeigt die Schrumpfung der Eisfläche seit 1979 bis 2008 (in Mio. Quadratkilometer):

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Im Februar dieses Jahres ist völlig überraschend ein 400 Quadratkilometer großes Stück des Wilkins Eis-Shelf regelrecht zerbröckelt:

Between 28 and 29 February, an area of about 400 sq km disintegrated into large and small icebergs within 24 hours.

Die von Al Gore oft wiederholte Warnung, man habe nur noch wenig Zeit, um schlimmere Klimafolgen abzuwehren, stammt nicht aus seiner Feder. Unter anderem hat im vergangenen Jahr die NASA eine Warnung herausgegeben, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt:

With just 10 more years of „business as usual“ emissions from the burning of coal, oil and gas, says the NASA/Columbia paper, „it becomes impractical“ to avoid „disastrous effects.“

Man liest in diversen Klimaskeptiker-Beiträgen, dass das Eis in diesem Winter deutlich zugenommen habe. Dabei wird die entscheidende Ergänzung vorsätzlich irreführend unterschlagen, dass es sich um einen saisonal bedingten Zuwachs an dünnem Eis handelt, während der durch Klimawandel bedingte Rückgang an solidem Eis weiter voranschreitet:

On March 18 [2008] the scientists said they believe that the increased area of sea ice this winter is due to recent weather conditions, while the decline in perennial ice [der Rückgang des ganzjährigen Eises] reflects the longer-term warming climate trend and is a result of increased melting during summer and greater movement of the older ice out of the Arctic.

Al Gore nahm unter anderem diese jüngsten Informationen auf und zeigte kürzlich eine aktualisierte, gekürzte Fassung seines Diavortrags, den er mehrere tausend mal weltweit zeigte.

Der Schwerpunkt in seinem aktuellen Beitrag liegt auf der Eisschmelze, die in jüngster Zeit noch drastischer vorangeschritten ist als zuletzt noch von den Wissenschaftlern befürchtet. Besonders eindrucksvoll: Die optischen Vergleiche zwischen der Fläche geschmolzenen Eises und US Bundesstaaten…

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— Schlesinger

(Photo: Eis vor Island / snerz, Flickr CC)