Internet: Krieg der Welten

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Ich wollte mich nur ein wenig auf anderen Blogs umschauen. Bei den sogenannten größeren Blogs. Das hätte ich sein lassen sollen. Das Erfolgsrezept scheint das der BILD-Zeitung zu sein: Sei laut und schrill. Nein. Viel zu harmlos. Nicht BILD. Derber. Brutaler: Brülle, spucke, beleidige, schähe, mache nieder.

Ein ziemlich grosses Blog zum Beispiel, das man nur stramm rechtskonservativ nennen kann, gibt sich im Namen einen progressiven touch. Wider die Hauptströmungen. Und ist dabei doch nur stammtisch-reaktionär. Daher: Entschuldigung an alle Konservativen! Ich meinte tatsächlich: reaktionär. Das ist eine andere Kategorie.

Bemerkenswert.

Hält man diese Weltanschauungsblogs im Netz nebeneinander, meint man im Krieg zu sein. Diskussionskultur? Schwarmintelligenz? Vernetzung der Ideen und Argumente? Das müssen Begriffe sein, die sich weltfremde Medienintellektuelle am Grünen Tisch augedacht haben.

Im Weltnetz herrscht der Krieg der  Welten.
Manchmal bricht einer aus dieser Welt aus. Schießt dann um sich. Sprengt sich in die Luft. Sticht auf andere ein. Trampelt sie halb oder ganz zu Tode.

Ich hoffe, der Verfassungsschutz ist so intelligent und wirft sein Auge nicht nur auf die Rechten-,  Autonomen– oder Islam-Blogs, sondern ebenso auf die kaum weniger hetzerischen Blogs, die sich bloß den Tarnanstrich der allzu Anständigen geben.

Was ist schlimmer fürs Land: 10.000 weithin sichtbare „Autonome“ oder „Nazis“, oder Hunderttausend Anonyme, die nach außen hin nicht wahrnehmbar geistig brutalisiert sind, mit allen nicht näher benennbaren Konsequenzen?

— Bigdaddy

(Photo: © Vasiliy Koval - Fotolia.com)