Hillary hat keinen Aus-Schalter

Hillary Clinton sagte gestern in Richtung ihres Opponenten Barack Obama:

And no matter how beautiful your rhetoric, I am not going to turn off my attack machine – I don’t have have an off-switch.

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Pause.

Wie hört sich das an?

Aggressiv, aber irgendwie bewundernswert, nicht wahr, weil sie nicht aufgeben möchte?

Hut ab, denn immerhin verglich sie sich auch mit Rocky Balbao, dem underdog, der nie aufgegeben hat.

Korrektur:

kampfhund.jpgHillary sagte den oben genannten Satz nicht.

Aber Hand aufs Herz: Würde man ihr den Satz nicht ohne Weiteres abnehmen? Unabhängig davon, dass man denken würde, er sei irgendwie undiplomatisch? Doch, würde man.

Senatorin Clinton sagte in Wirklichkeit:

„And no matter how beautiful your rhetoric, the Republicans aren’t going to turn off their attack machine – it doesn’t have an off-switch.“

Das macht das Problem nicht kleiner.

Die Angriffsmaschine dreht auf Hochtouren. Muss es vielleicht. Weil alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Die jüngsten Rasmussen Umfrage zeigt einen stark geschwundenen Vorsprung Hillarys auf Obama in Pennsylvania (der zuletzt noch satte 10% ausmachte):

The latest…telephone survey in Pennsylvania shows Clinton leading Barack Obama by just five percentage points, 47% to 42%. For Clinton, that five-point edge is down from a ten-point lead a week ago, a thirteen-point lead in mid-March and a fifteen-point advantage in early March.

Hillary, fass!

— Bigdaddy

PS.1 für die Umfrageprofis: USA Survey listet für Hillary noch immer einen 12 Punkte Vorsprung, aber auch das bedeutet im Vergleich zu deren letzter Umfrage ein Minus von 2 Punkten und ein Zugewinn von 5 Punkten für Obama, womit Clinton statt mit 19 nur noch mit 12 Prozentpunkten führt. Allerdings gilt Rasmussen als eine deutlich präziseres Umfragebarometer.

PS. 2: Der Kampfhund Hillary könnte einen anhaltenden Schwächeanfall erleben, weil ihm das Futter ausgeht. Jüngsten Berichten zufolge scheint sich Hillary Clinton am Rande einer Pleite zu bewegen:

Hillary Clinton ist offenbar mitten im Zweikampf mit Barack Obama wieder in Geldnöte geraten: Ende Februar habe sie Schulden in Höhe von 8,7 Millionen Dollar (etwa 5,5 Millionen Euro) gehabt, berichten US-Medien. Ein ganzer Berg an Rechnungen sei unbezahlt geblieben.

Besonders unangenehm für die Kandidatin,  die sich als Spezialistin für eine Konsolidierung des Gesundheitswesens ausgibt: Auch die Krankenversicherungen ihrer Mitarbeiter sind nicht bezahlt.

Among the debts reported this month by Hillary Clinton’s struggling presidential campaign, the $292,000 in unpaid health insurance premiums for her campaign staff stands out.

(Grafik: © elemental imaging - Fotolia.com)