Barack Obama oder Die Stunde der Euphorie

Arthur M. Schlesinger jr. beschreibt die euphorische Stimmung, die Washington im kommenden Januar 2009 beleben wird, hervorgerufen durch den Einzug von Präsident Barack Obama ins Weisse Haus:

THE FUTURE EVERYWHERE, INDEED, seemed bright with hope.

The capital city, somnolent in the Bush years, had come suddenly alive.

The air had been stale and opressive; now fresh winds were blowing.

There was the excitement which comes from the injection of new man and new ideas,

the release of energy which occurs when men with ideas have a chance to put them into practice.

Not since the Kennedy days more than a quarter of a century ago had there been such an invasion of bright young men.

Not since Kennedy had there been a President who so plainly delighted in innovation and leadership.

Beim diesem Text handelt es sich um eine geringfügige Anpassung aus den Erinnerungen des ehemaligen Kennedy-Beraters Arthur M. Schlesinger. In diesem vorzüglichen Klassiker der Kennedy-Geschichtsschreibung mit dem Titel „A thousand days – John F. Kennedy in the White House“ beschreibt Schlesinger die elektrisierte Stimmung, die nach dem Einzug Kennedys im Weissen Haus herrschte. jfk2.jpg

Barack Obama könnte das wiederholen. Hillary Clinton niemals. Clinton spaltet schon jetzt die eigene Partei mit ihren perfiden Methoden. Würde sie ins Weisse Haus gelangen, hätte sie eine zerrissene Nation zu regieren. Die Verhältnisse, die Karl Rove und Dick Cheneys immer genügt haben – die berüchtigten 50 Prozent plus X – würde sie fortführen müssen. In dieser Hinsicht wäre sie keine bessere Wahl als John McCain.

Keine gute Aussicht für die Genesung einer großen, aber in politischer Agonie befindlichen Nation.

So weit wird es jedoch nicht kommen.

USA, YES YOU COULD

— Schlesinger

( Photo: Wikipedia / public domain )