Clinton-Entourage lässt Gläubiger hängen

Nun versucht Peter Semetis, der Besitzer des Feinkostgeschäfts „Sale & Pepe Fine Foods“ in Lower Manhattan, die 2.500 Dollar, die ihm die Clinton-Entourage seit eines von ihm geleisteten Catering im Dezember schuldet, gerichtlich eintreiben zu können. Als die Meldungen über die Geldknappheit Clintons durch die Presse gingen, hatte Semetis bereits damit gerechnet, seine Außenstände endgültig streichen zu müssen. So sieht er wenigstens eine Chance, zu seinem Geld zu kommen. Ein Tourmanager Clintons versicherte, die Begleichung der Rechnung sei jüngst eingeleitet worden.

Ähnlich ging es dem Ottumwa-Hotel im gleichnamigen Ort im Bundesstaat Iowa, wo Bill Clinton eine Neujahrfeier durchführen ließ. Auch hier musste das Hotel die Begleichung der Rechnung hartnäckig verfolgen.

Eine Reinigungsfirma in Des Moines versucht indessen, ihre Leistungen über 7.500 Dollar erstattet zu bekommen.

Außer Frage steht, dass solche organisatorischen Mängel nicht Hillary Clinton direkt zugeschrieben werden können.

Allerdings korrespondiert die schlechte Zahlungsmoral ihrer Mannschaft in unangenehmer Weise mit der Lust am Geldausgeben.

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( Photo: Hotel Rocce Sarde )

Beim Iowa Caucus wurden schon einmal 100.000 Dollar für Kalte Platten ausgegeben. Zimmer in Nobelhotels wie dem Bellagio oder dem Four Seasons in Las Vegas kosteten 30.000 Dollar. Alleine im Januar stellten Top-Berater 5 Millionen Dollar in Rechnung.

Mit unverhohlenem Ärger kommentierte ein namentlich nicht genannter prominenter Spender aus New York:

“We didn’t raise all of this money to keep paying consultants who have pursued basically the wrong strategy for a year now. So much about her campaign needs to change — but it may be too late.”

Das trägt nicht zur Beliebtheit der Kandidatin bei, die so großen Wert darauf legt, vor allem für die Belange des einfachen Bürgers eintreten zu wollen.

— Mark