Tonight, hope swept over the Potomac

YES, WE CAN

lautet das Credo des Barack Obama, und mit diesem „Ja, wir schaffen das!“ spricht er seinen Anhängern im zweifachen Sinn aus der Seele:

Ja, wir wollen die VeränderungJa, wir können sie erreichen,

uns endlich durchsetzen gegen die beinahe als uneinnehmbar geltende republikanische Bastion, die einmal zu oft durchkam mit ihren erdrohten, herbei genötigten, herbei gelogenen „50 plus x“ Prozent der Stimmen. Hillary Clinton gäbe eine unendlich bessere Präsidentin ab als George W. Bush, gewiß.

Um aber diese acht Jahre bleierner Zeit abzuschütteln, die Bush brachte und die sich wie ein Leichentuch übers Land legte, dazu wird es voraussichtlich mehr brauchen, als eine Arbeitspräsidentin, als die sich Hillary Clinton präsentiert. Vielleicht ist das inzwischen ihr größtes Wahlkampfmanko: Nicht zu erkennen, in welchem Maß ihre Landsleute den Wandel wollen. Sie wollen nicht die härtere Arbeiterin, nicht die fleißige Reformerin, die gewiefte Taktikerin, die selbst vor Faustkämpfen (fistfight) nicht zurückschreckt.

Nein, sie wollen als allererstes weg, weit weg vom Bush-Cheney Grau-in-Grau, hin zu einem optimistischen, bunten, eben typisch amerikanischem Leben, und das muß bisweilen vorgelebt werden auch in der Politik. Der Amerikaner lebt nicht vom Brot allein – wobei selbst das Brot knapp wurde zuletzt. Vom zunehmend unglaubwürdigen war-on-terror-Pathos lebt er auf dauer schon gar nicht.

Auch darum wird das Argument Clintons, sie wäre im Falle einer weiteren Terror-Attacke die mental und politisch besser gerüstete Amtsinhaberin, mit jedem weiteren Tag im Wahlkampf auf zunehmend taube Ohren stoßen. Man will es einfach nicht mehr hören. Ob so eine Haltung realistisch ist oder vernünftig, ist letztlich nicht von Interesse.

Nein, man will endlich wieder nach vorn schauen können, und dabei ist der ständige Blick zurück nicht erwünscht. Wer wie Hillary zu oft aufs Zurückblicken besteht, macht sich unbeliebt.

Wie sich Hoffnung anhört, wie Hoffnung herbeigesehnt wird, kann man zum Beispiel anhand der Siegesrede Obamas nach der „Potomac-Serie“ erleben:
YES, WE CAN, lautet das Credo des Barack Obama, und mit diesem „Ja, wir schaffen das!“ spricht er seinen Anhängern im zweifachen Sinn aus der Seele.

Ja, wir wollen die Veränderung, und Ja, wir können sie erreichen,

uns endlich durchsetzen gegen die beinahe als uneinnehmbar geltende republikanische Bastion, die einmal zu oft durchkam mit ihren erdrohten, herbei genötigten, herbei gelogenen „50 plus x“ Prozent der Stimmen. Hillary Clinton gäbe eine unendlich bessere Präsidentin ab als George W. Bush, gewiß.

Um aber diese acht Jahre währende bleierner Zeit abzuschütteln, die Bush brachte und die sich wie ein Leichentuch übers Land legte, dazu wird es voraussichtlich mehr brauchen, als eine Arbeitspräsidentin, als die sich Hillary Clinton präsentiert.

Vielleicht ist das inzwischen ihr größtes Wahlkampfmanko: Nicht zu erkennen, in welchem Maß ihre Landsleute den Wandel wollen. Sie wollen nicht die härtere Arbeiterin, nicht die fleißige Reformerin, die gewiefte Taktikerin, die selbst vor Faustkämpfen (fistfight) nicht zurückschreckt.

Nein, sie wollen als allererstes weg, weit weg vom Bush-Cheney Grau-in-Grau, hin zu einem optimistischen, bunten, eben typisch amerikanischem Leben, und das muß bisweilen vorgelebt werden auch in der Politik. Der Amerikaner lebt nicht vom Brot allein – wobei selbst das Brot knapp wurde zuletzt. Vom zunehmend unglaubwürdigen war-on-terror-Pathos lebt er auf dauer schon gar nicht.

Auch darum wird das Argument Clintons, sie wäre im Falle einer weiteren Terror-Attacke die mental und politisch besser gerüstete Amtsinhaberin, mit jedem weiteren Tag im Wahlkampf auf zunehmend taube Ohren stoßen. Man will es einfach nicht mehr hören. Ob so eine Haltung realistisch ist oder vernünftig, ist letztlich nicht von Interesse.

Nein, man will endlich wieder nach vorn schauen können, und dabei ist der ständige Blick zurück nicht erwünscht. Wer wie Hillary zu oft aufs Zurückblicken besteht, macht sich unbeliebt.

Wie sich Hoffnung anhört, wie Hoffnung herbeigesehnt wird, kann man zum Beispiel anhand der Siegesrede Obamas nach der „Potomac-Serie“ erleben:

Ich bin mir inzwischen sicher: Yes, he can.
Godspeed!

— Schlesinger