TSUNAMI TUESDAY

Result: No descision, Hillary leads, Obama got the ‚momentum‘

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– Anchors (Chefnachrichtensprecher) verschiedener Sender während der Diskussion auf CNN mit Anchor Wolf Blitzer:

„Every time they [the voters] see Bill Clinton on the screen, they wonder ‚do we really want the circus back in town‚?“

„Every time when Barack Obama walks into a room, there is an electricity, this is really an extraordinary experience for me …“

– West Virginia: Mitt Romney romney1.jpg liegt vorne („Are we going to put a true conservative in the house that Ronald Reagan built or are we going to take a left turn?“), wird in der zweiten Runde von John McCain mccain2.jpg überholt, aber:

Mike Huckabee huckabee_st.jpg gewinnt abschliessend mit 52%

– Comment: „This is coast to coast the toughest race we ever saw!“

– Blogbeitrag zur Aussicht auf einen Sieg eines Kandidaten der Demokraten:

„From Monty Python and the Holy Grail: ‚Let’s not bicker [zanken] and argue [streiten]n about ‚oo (who) killed ‚oo (who), this is an ‚appy (happy) occasion‘. Anyone who realy cares about this country need to celebrate that we are on the precipice of getting out of the second Dark Ages that we have had to endure for almost 8 years under Bush’s disastrous presidency. “

– Letzte Befragungen sehen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Clinton und Obama

– Liveübertragung vor Ort:
„Who supports Hillary Clinton?“ „Yippieh!“
„Who supports Barack Obama?“ „YipphiehHurrahYaaaaHurrrahhhhhUuuuYuuuhuuuu….“ 😉

– „California is the biggest enchilada“ (weil es die meisten Delegiertenstimmen bringt)… Und zum Umstand, dass gerade in Kalifonien sehr viele Hispanics leben:
„Well, we seem to have a melting pot here, though it is not so much a melting pot than a … sort of salad bowl, and thats fine for me since each ingredient keeps its own flavour!“ 😉

– Senator Joe Liebermann, „running mate“ von Al Gore im Wahlkampf 2000 und als Unabhängiger zu Beginn des aktuellen Wahlkampfs noch selbst Kandidat, unterstützt nun John McCain.

– Die New York Giants feiern den Gewinn des Superbowls, großer Umzug durch Manhattan & dickes Lob von Bürgermeister Michael Bloomberg (gehört nicht hierher, xcuse me)

– Leuchstern der Republikaner :

Ronald Reagan

McCain: „Like Ronald Reagan said, we will be a shining city on the hill!“

– In Hartford / Connecticut wurde die Stadthalle von der Feuerwehr geschlossen, als sie zur Wahlveranstaltung von Barack Obama mit 17.000 Besuchern überfüllt war…

obama_votes.jpg *** O b a m a ***

is / seems to be the winner in
Illinois, Alabama, Colorado, Connecticut, Delaware, Georgia, Idaho, Illinois, Kansas, Minnesota, North Dakota und Utah

I D A H O
der Staat im Nordwesten, der mit einer kleinen Zunge gerade noch an Kanada heranreicht, ist Obama-Land:
79% wählten ihn, 15% Hillary

ähnlich:

KANSAS

73% zu 25% für Obama

Obama gewinnt nicht nur die für ihn als sicher geltenden „schwarzen“ Staaten wie Alabama oder Georgia, sondern gewinnt auch Staaten, die „weiß“ sind: Colorado, Idaho, Minnesota, North Dakota oder Kansas.

Während Clinton ihren Heimatstaat New York mit einem Vorsprung von 15% gegenüber Obama gewonnen hat, gewann Obama seinen Heimatstaat Illinois mit 30% Vorsprung.

“When Morgan Freeman comes over to greet Obama, the senator begins bowing down both hands in worship. ‘This guy was president before I was,’ says Obama, referring to Freeman’s turn in Deep Impact and, clearly, getting a little ahead of his own bio. Next, a nod to Bruce Almighty: ‘This guy was God before I was.’” (Men’s Vogue)

Obama gewinnt MISSOURI, den Staat, der seit 100 Jahren stets als Indikator für den künftigen Präsidenten funktionierte. Senatorin McCaskill aus Missouri meinte: „Er gewinnt Mittelamerika“ und „Es wäre eine schreckliche Schande, wenn Amerika diese Chance vorbeiziehen ließe.“ Und: „There is a whole group of new voters that are young, who are definitely putting a real injection of passion into our contest.“ (Kansas News)

*** H i l l a r y *** hillary_california.jpg

… gewann weniger Staaten als Obama, aber mehr Stimmen („popular vote“) …

verspeist die „Enchilada“ Kalifornien (53% gegen 39% ), sodann ihren Heimatstaat als Senatorin: New York, sowie New Jersey, Massachusetts, Tennessee, Oklahoma, Utah, Arizona and Arkansas

In Kalifornien scheint der „Bradley-Effekt“ eingetreten zu sein. In Umfragen lag Barack Obama deutlich vor Hillary Clinton. Die Wähler wählten aber anders als angegeben. Diese schlechte Erfahrung mußte 1982 der schwarze Bürgermeister von Los Angeles, Tom Bradley, machen, als er sich für das Amt des Gourneurs bewarb, aber offenbar wegen seiner Hautfarbe nicht gewählt wurde.

Beide demokratischen Kandidaten liegen dicht beeinander und reklamieren abwechselnd den Sieg für sich….

Bislang hat Clinton 8 Staaten gewonnen, gegenüber 13 Staaten für Obama

In New Mexico, mit einem hohen Bevölkerungsanteil von Latinos, sollte Clinton vorn liegen: Sie tut es mit 0,75% (48,2 % gegen 47,5 %) …

Clinton fällt bei den Spendengeldern stark zurück, Obama hat stark zugelegt (32 Millionen Dollar nur im Januar plus 7 Millionen unmittelbar nach dem Super Tuesday, gegenüber nur der Hälfte bei Hillary). Das begrenzt bzw. erweitert den Handlungsspielraum. Hillary gewann die für sie als sicher geltenden Staaten, aber verlor mehr als prognostiziert…

Anzahl der bisher gewonnen Delegierten aus allen Vorwahlen:

Hillary Clinton: 845

Barack Obama: 765

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John McCain: 598

Mitt Romney: 259

Mike Huckabee: 166

– Wunder: Das Wall Street Journal, jüngst in Besitz des Medienmoguls Rupert Murdoch – ebenfalls Eigentümer des rechtskonservativen Senders FOX – druckte, Obama sei ein Kandidat, der alle einen könnte … :

obama_wallstreetjournal.jpg

John McCain

ist der „leader of the pack„: sichert sich California, New York, Illinois, New Jersey, Arizona, Connecticut, Delaware and Oklahoma,

vergibt Komplimente an Mike Huckabee, schneidet Mitt Romney…

„Mir war die Rolle des Underdogs eigentlich immer ganz recht“, sagt er unter dem Gejohle seiner Anhänger in seiner Wahlkampfzentrale in Phoenix, Arizona, „aber wir müssen uns jetzt wohl an den Gedanken gewöhnen, dass wir die Favoriten sind.“

McCain hat Missouri gewonnen: „the two victors — Barack Obama and John McCain — won in very different ways. One appealed to younger, ethnic voters in the state’s two major cities. The other drew substantial support from older voters in the suburbs and small communities in northwest and central Missouri. Those strategies, experts in both parties said Wednesday, mean a county-by-county, precinct-by-precinct fight for the state in November, whoever the nominees turn out to be.“ (www.kansascity.com)

Mitt Romney

kassiert Utah, Colorado, Montana and Massachusetts

steigt am nächsten Tag aus dem Rennen, weil er zu weit hinter McCain zurück gefallen ist

Fazit aus dem Super-Tuesday:

Die Zeit spielt für Obama,

McCain ist der Mann der GOP

Der Sieger auf Seiten der Demokraten wird – sofern nicht einer der beiden Favoriten völlig unerwartet einbricht oder aus dem Rennen scheidet – nicht mehr über die regulären Vorwahlen entschieden werden. Die Wahlarithmetik lässt das weitgehend unwahrscheinlich erscheinen. Die Entscheidung wird aller Voraussicht nach über die sogenannten „Superdelegates“ entschieden werden (zusätzlich stimmberechtigte Wahlmänner, die erst in so einem Fall zum Zuge kommen):

Super delegates

can back a candidate one day, then back another candidate the next day, and still another the day after that. There are 796 of them (excluding those from Michigan and Florida), and they are Democratic members of Congress, Democratic governors and elder statesmen of the party (Gore, Bill Clinton, Tom Daschle, etc). But, the largest bloc of them are just old fashioned rank-and-file local activists, 411 of them being members of the DNC. […] the super delegates deciding this whole thing. That’s because the super delegates do not actually cast their votes until the convention in August in Denver. […] Clinton about 100 delegates ahead of Obama at the moment — that’s actually an unofficial count, because it includes those super delegates who have said publicly they are backing clinton or obama. But, this is important, they actually haven’t backed anyone just yet, they could change their mind and support the other candidate at any moment. “

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UPDATE 07.02.2008

John McCain betonte in den letzten Tagen sein Engagement für die Älteren und Kriegsversehrten bzw. Veteranen. Ihnen müsse endlich besonders geholfen werden. Im Senat stand hierzu gestern eine Gesetzesvorlage zur Abstimmung, um 20 Millionen Senioren und 250.000 Veteranen wirtschaftliche Unterstützung zukommen zu lassen. Die Vorlage der Demokraten scheiterte genau an einer fehlenden Stimme. McCain nahm als einziger wegen Terminschwierigkeiten nicht teil an der Abstimmung. Der Veteran McCain hätte zeigen können, wie er dazu steht. Talk is cheap?!
Obama und Clinton haben mit Ja gestimmt.

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Psst: 1a – Wahlergebnisübersicht auf Politico.com
— Mark

( Photos: Mitt Romney - New York Times;
  Barack Obama - Videoscreenshot;
  Mike Huckabee - CNN; Hillary Clinton - LA Times;
  John McCain - CNN )