Hillary Clinton siegte mit der Bush-Cheney-Methode

Der Sieg Hillary Clintons in New Hamsphire war nicht nur überraschend, sondern schien vorübergehend seltsam unerklärlich. Was hatte sich in so kurzer Zeit geändert, um aus dem teilweise zehnprozentigen Rückstand einen Vorsprung zu machen?

Die Tränen waren es, hieß es. Dass dieser Wahlkampf „wirklich eine sehr persönliche Sache“ für sie sei. Diese Methode sei angekommen, vor allem bei den weiblichen Wählern.

Überzeugender mag folgende Erklärung sein:

Clinton spielte zum ersten mal massiv die altbekannte Trumpfkarte der Angst, die jahrelang von Bush und Cheney benutzt wurde.

Clinton stellte Obama indirekt als zu schwach dar, sobald es um die Terrorgefahr ginge:

„They [Al Qaida] watch our elections as closely as we do, maybe more closely than some of our fellows citizens do […]. Let’s not forget you’re hiring a president not just to do what a candidate says during the election, you want a president to be there when the chips are down.“

Kommentare hierzu lauten u.a.:

„Wow, that is a scare-mongering tactic right out of the Republican playbook. Clinton must be terrified of Obama right now.“

oder

„The last time I heard that line it was coming out of the mouths of Bush and Cheney in 2004 versus Kerry.“

Die Verwendung der allzu abgenutzten Politik der Angst hat dieses mal als Überraschungscoup funktioniert, weil sie von einer Demokratin kam. Im Wiederholungsfall könnte sie der Senatorin auf die Füße fallen. Sie hätte es verdient, für diesen schweren Mißgriff.