Deutschlands Staatsfeind Nummer 1

Lang ist’s her, seit John Dillinger als Staatsfeind Nummer 1 das offizielle Amerika das Fürchten lehrte.

Das waren die guten Zeiten. Da war es noch einfach, den oder die Bösen auszumachen. Das waren die schweren Jungs mit den großen Knarren und leichten Mädchen. Sie haben Banken erleichtert oder Eisenbahnen ausgeraubt. Das Volk mochte sie.

Die cleversten Ganoven haben seitdem dazu gelernt: Heute sitzen die Staatsfeinde Nummer Eins gleich von vornherein in den Banken. Wie Kuckuckseier haben sie sich selbst in das warme Bankennest gesetzt und sich von den zwei emsigen Vogeleltern namens „Staat“ und „Bürger“ hochpäppeln lassen. Dabei haben sie sich angewöhnt, immer mehr und mehr zu fressen, bis die zwei armen Eltern schon ganz gerupft aussehen und inzwischen in höchster Gefahr sind, den Tod aus Entkräftung zu sterben.

Ackermann & Co. sind keine Dillingers. Das Volk mag sie nicht. Kein bisschen. Wie auch? Es sind nur Schm****zer, Schä**inge, Blu**auger.

Deutsche Bank: „Dumme Deutsche“

Aktuelle Berichte weisen nachdrücklich und plausibel darauf hin, dass die „Deutsche Bank“ selbst massiv an den Spekulationsgeschäften beteiligt war, die zum Beinahe-Untergang der IKB führten:

Greg Lippmann, Wertpapierhändler der Deutschen Bank in New York, bot ihm [einem Hedgefond] CDS an – Kreditversicherungen, mit denen sich auf einen Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts wetten ließ.

„Wer ist auf der anderen Seite?“, wurde Lippmann gefragt, „wer ist der Idiot?“

Die Antwort des Deutsche-Bank-Händlers:

„Düsseldorf. Dumme Deutsche. Die nehmen die Ratingagenturen ernst. Die glauben an die Regeln“.

Düsseldorf. Dort sitzt die Deutsche Industriebank (IKB), die knapp ein Jahr später vom deutschen Steuerzahler vor der Pleite gerettet werden musste.

Im Juli 2007 machte dann Lippmanns oberster Chef Josef Ackermann auf die existenzbedrohende Schieflage der IKB aufmerksam.

Er alarmierte Bundesbank und Finanzministerium – nachdem er der IKB die Kreditlinien gestrichen hatte.

Er wird gewusst haben, warum.

Kapitalverbrechen

Und auch bei der derzeitigen Griechenland-Hilfe, zu der Ackermann gestern seine Hilfe zugesagt hat – fürchtet Euch vor den Danaern, wenn sie Geschenke bringen! – hat Ackermanns Deutsche Bank nichts zu verlieren, und nur zu gewinnen. Die Kredite, die seine Bank im Bedarfsfall bringen müsste, sind durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgesichert. Mit anderen Worten: Durch den Steuerzahler. Die Prämien und Zinsen freilich bleiben bei der Deutschen Bank.

Das alles ist längst keine einfache Sauerei mehr, sondern eine fortgesetzte Untergrabung der Demokratie. Ackermann und Konsorten sind …. Staatsfeinde? Kapitalverbrecher?

— Schlesinger

PS.: Machen Sie mit bei der Umfrage nach Deutschlands Staatsfeind No. 1 (siehe rechte Spalte).

Photo: World Economic Forum (Wikipedia CC Lizenz)

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