Der britische Philosoph Bertrand Russell hat im Januar 1970 zur Vertreibung der Palästinenser folgendes geschrieben:

Die Tragödie des Volkes von Palästina besteht darin: Die fremde Macht England „gab“ das Land der Palästinenser dem Volk den Juden zur Schaffung des neuen Staates Israel.*

Das Ergebnis war, dass viele Hunderttausende unschuldiger Menschen dauerhaft zu Flüchtlingen wurden.

Mit jedem neuen Konflikt [zwischen Israel und den Palästinensern] nahm ihre Zahl zu.

Wie lange noch ist die Welt bereit dieses Schauspiel vorsätzlicher Grausamkeit zu ertragen?

Es ist völlig klar, dass die Flüchtlinge jedes Recht auf das Heimatland haben, aus dem sie vertrieben wurden; die Verweigerung dieses Rechts steht im Mittelpunkt des anhaltenden Konflikts.

Niemand auf der Welt würde akzeptieren, dass man ihn aus seinem eigenen Land vertreibt.

Wie kann jemand verlangen, dass die Menschen in Palästina eine Strafe akzeptieren, die niemand sonst tolerieren würde?

Eine dauerhafte gerechte Regelung der Flüchtlinge in ihrem Heimatland ist ein wesentlicher Bestandteil jeder echten Friedensregelung im Nahen Osten.

Bertrand Russell zur Tragödie der Palästinenser
Bertrand Russell (1924)

Holocaust keine Rechtfertigung für Israels Vergehen

Uns wird oft gesagt, dass wir wegen der Leiden der Juden in Europa durch die Nazis mit Israel sympathisieren müssen. […]

Was Israel heute tut kann nicht geduldet werden, und es ist eine große Heuchelei die Schrecken der Vergangenheit zu beschwören, um die Schrecken der Gegenwart zu rechtfertigen.

Im englischen Original:

Tragedy of the people of Palestine

The tragedy of the people of Palestine is that their country was „given“ by a foreign power to another people for the creation of a new state.

The result was that many hundreds of thousands of innocent people were made permanently homeless.

With every new conflict their numbers increased.

How much longer is the world willing to endure this spectacle of wanton cruelty?

It is abundantly clear that the refugees have every right to the homeland from which they were driven, and the denial of this right is at the heart of the continuing conflict.

No people anywhere in the world would accept being expelled in masses from their own country; how can anyone require the people of Palestine to accept a punishment which nobody else would tolerate?

A permanent just settlement of the refugees in their homeland is an essential ingredient of any genuine settlement in the Middle East.

We are frequently told that we must sympathise with Israel because of the suffering of the Jews in Europe at the hands of the Nazis. […]

What Israel is doing today cannot be condoned, and to invoke the horrors of the past to justify those of the present is gross hypocrisy.

 

* Zur besseren Verständlichkeit und Lesbarkeit habe ich die Bezüge mit aufgenommen

Zitiert nach en.wikipedia
Photo: wikipdia commons (gemeinfrei)