Kinder an die Macht!

Einige Dutzend Jugendliche haben einen Brief an Israels Premier Netanjahu geschrieben.

Sie kündigen darin an, ihre Wehrpflicht nicht erfüllen zu wollen. Sie wollen das Unrecht der inzwischen fünzig Jahre lang anhaltenden israelischen Besatzung von palästinensischem Gebiet nicht unterstützen:

The „temporary“ situation has dragged on for 50 years, and we will not go on lending a hand.

We refuse to be drafted and to serve in the army out of an obligation to values of peace, justice and equality, with the knowledge that there is another reality that we could create together.

Die jungen Männer und Frauen im wehrpflichtfähigen Alter stammen nach eigenem Bekunden aus unterschiedlichen Landesteilen und unterschiedlichen Bevölkerungsschichten. Sie glauben nicht an ihre Politiker, die „systematisch gegen Palästinenser aufstacheln“, und sie wollen „nicht Teil der Unterdrückung und Besatzung“ sein:

We here – draft-age boys and girls from different areas of the country and from different socioeconomic backgrounds – refuse to believe the systemic incitement and to participate in the government’s arm of oppression and occupation.

Diese Kinder an die Macht!

Wobei diese jungen Leute mit ihrem Brief bewiesen haben, dass sie keine Kinder mehr sind.

Ihre Aussicht auf Erfolg dürfte allerdings gering sein.

Die reale Perspektive ist wahrscheinlich eher: Als Besatzungssoldat arabische Kinder verhaften

— Schlesinger

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