Masochist Obama

Obama ist kein Muslim, auch wenn ihm das in Amerika oft unterstellt wird. Vielleicht ist er aber mehr Christ, als einem souveränen Präsident guttut. Gegenüber Israels Ministerpräsident „Bibi“ Netanjahu zeigt sich Obama jedenfalls als demütiger, unterwürfiger Christ: Schlägst Du mir auf die rechte Backe, halte ich Dir auch die linke hin.

So eine Einladung ist ganz nach dem Geschmack von Netanjahu, dessen Kosename eigentlich „Bully“ heissen müsste: Obama verdreschen? Mit Vergnügen!

Deswegen spielt Netanjahu liebend gerne mit bei dem Affront, den John Boehner derzeit gegen Obama veranstaltet. Der Sprecher des Repräsentantenhauses Boehner hat Netanjahu eingeladen, vor einer gemeinsamen Sitzung des US-Kongress zu sprechen.

Einladung Boehners an Netanjahu
Einladung Boehners an Netanjahu

Die Einladung eines Staatschefs ist üblicherweise dem Präsidenten in Abstimmung mit dem Außenministerium vorbehalten.

Netanjahu soll vor dem Kongress sprechen und darlegen, wie er sich die Politik gegenüber dem Iran vorstellt.

Jedermann weiß, was dabei herauskommt. Netanjahu und seine Falken in Jerusalem würden lieber gestern als morgen die iranischen Atomanlagen bombardieren. Israel steht derzeit vor Neuwahlen. Neuwahlen in Israel bedeuten immer: Säbelrasseln. Applaus vom amerikanischen Kongress kommt da sehr gelegen.

Kurzum: Netanjahu wird zusammen mit Boehner den Kongress gegen den amtierenden Präsidenten und dessen vermeintlicher Appeasement-Politik mobilisieren.

Und was macht Obama?

Wahrscheinlich dasselbe wie nach der Ohrfeige, die er 2011 von Bibi kassiert hat: Er gibt Israel noch mehr Waffen, noch mehr Geld.

Ach, würde sich Obama in Bezug auf Netanjahu doch nur von Lee Haney beraten lassen. Der langjährige Champion im Bodybuilding wurde einmal gefragt, wie er es mit der christlichen Lehre halte, worauf er zur Antwort gab: „Wenn mir einer auf die Backe schlägt, breche ich ihm beide Beine!“

Photo: Webseite von Speaker Boehner