Extremistische Kommentare in der Jerusalem Post

Ramallah / Westbank

Gestern fand in der Nähe von Ramallah eine weitere Demonstration gegen die israelische Besatzung statt.

Palästinensischer Minister getötet

Einer der Teilnehmer auf arabischer Seite war Minister Ziad Abu Ein. Ein israelischer Soldat hat Abu Zein entweder mit dem Helm oder durch Fußtritte und Hiebe mit der Gewehr-Schulterstütze so schwer verletzt, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Offenbar hatte Abu Ein zuvor auch Tränengas eingeatmet.

Nüchterner Bericht, radikale Kommentare

Die Jerusalem Post ist eine der ältesten Zeitungen Israels. Vor der Staatsgründung hieß sie noch Palestine Post. Sie ist konservativ bis rechts-konservativ orientiert und gehört nach allgemeiner Auffassung zu den Qualitäts-Zeitungen des Landes. Geht man allerdings von den Leserkommentaren aus, könnte man meinen die Post ist ein Portal für Rechtsradikale oder sonstige Extremisten. Auf den nüchternen, wertfreien Bericht der Post zum Tod des palästinensischen Ministers folgen solche Kommentare:

Stellt Euch bloß vor wie erschüttert ich jetzt bin 😉

 

Wenn Du rausgehst um zusammen mit Offizieren der Ordnungskräfte mit dem Feuer zu spielen kannst Du davon ausgehen, dass Dich das Feuer frisst

 

[Er starb nicht an einer Herzattacke, sondern durch eine ] Irrsinns-Attacke

 

[Antwort auf einen kritischen Kommentar] Dämlicher Ignorant, Islam ist eine Killer-Maschine

 

 Der Bericht sagt „Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde stirbt nach Zusammenstoß mit der Armee in der Westbank“. Ach …. das kümmert doch einen Sch…dreck. Und er hatte gar kein „Portfolio“? Falsch: …. Ein Portfolio für Schwachsinn. Hoppla! Das hat er sehr ernst genommen.

 

Das ist eine neu Waffe: Selbstmord-Politiker.

 

Einer weniger. Da wären noch 15,000,000,000,000,000,000 [ 15 Mrd. Muslime]. Das wird anstrengend. Möchte jemand was Süßes?

 

Die Makkabäer haben das eine Land Israel unter ihrem Gott geschaffen. Damit kann ich leben.

Fäkalsprache, die in den Kommentaren auch vorkommt, habe ich weggelassen. Offenbar stört es die englischsprachige Jerusalem Post nicht, Kommentare dieser Art entgegen zu nehmen und zusammen mit ihren Texten den Lesern weltweit anzubieten.