Arabischer Israeli von Polizei hingerichtet?

Notwehr oder kaltblütige Hinrichtung?

Der 22jährige arabische Israeli Kheir Hamdan wurde in einem kleinen Städtchen im Norden des Landes von der Polizei niedergeschossen. Der junge Mann erlag kurz darauf seinen Verletzungen.

Laut Polizeibericht wurden die Polizisten von Hamdan angegriffen. Sie hätten um ihr Leben gefürchtet. Deshalb hätten sie geschossen.

Dieser Polizeibericht ist eine Lüge.

Hamdan hat  zuvor versucht – ebenfall nach Angaben des Polizeiberichts – sich der Festnahme zu entziehen, nachdem er eine Blendgranate geworfen haben soll.

Die Polizei hat ihn in einem Fahrzeug verfolgt.

Dann ging Hamdan auf das Polizeifahrzeug zu und hat mit einem Gegenstand gegen die Scheiben gehämmert. Der Gegenstand war angeblich ein Messer; das ist im Video nicht zu erkennen.

Als Hamdan merkt, dass ein Polizist aus dem Fahrzeug drängt, weicht er schnell zurück. Zwischen ihm und den beiden ausgestiegenen Polizisten liegen zwei bis drei Meter.

Einer der beiden Polizisten schießt Hamdan ohne Vorwarnung nieder.

Hamdan krümmt sich vor Schmerzen.

Keiner der Polizisten leistet Erste Hilfe.

Er wird von den beiden Polizisten ins Auto gezerrt.

Auf dem Überwachungsvideo des Parkhauses ist diese Hinrichtung zu sehen:

Die Polizei hat eine Untersuchung angekündigt.

Israelische Polizei untersucht den Vorfall

Untersuchung„:

Dieses Wort ist bei der israelischen Polizei und Armee das Synonym für „Papierkorb„.

Wo sollte man auch anfangen mit Untersuchungen über Polizeigewalt? Sie steht ja beinahe auf der Tagesordnung.

— Schlesinger