Militärische Früherziehung in Israel

Was bedeutet es den Himmel zu berühren?“ fragt die israelische Webseite tisan.org.

Die Seite wird seit mehreren Jahren von einem Modellbau-Fan betrieben. Genauer: Einem Modellbauer mit deutlich militärischer Ausrichtung. Er möchte sein Wissen den Kleinen vermitteln.

Die Webseite richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Dafür hat sie ein entsprechendes Design: Bunte, helle Farben. Comic-Stil. Animierte Schäfchenwolken, unter denen ein Bub einen Drachen steigen lässt.

Das „Bildungs-Angebot“ ist nach Altersgruppen gestaffelt und kann in unterschiedlichen Umgebungen umgesetzt werden: In der Schule, im Sommerlager oder im Studenwohnheim. Es gibt sogar individuelle Angebote, die man zum Beispiel für einen Kindergeburtstag buchen kann.

Kampfbomber basteln in der Früherziehung

Die Kleinsten basteln Flugzeuge aus der Anfangszeit der Luftfahrt. Die nächst größeren Kinder lernen Modellbaupläne zu lesen und moderneres Fluggerät zu bauen. Dann lernt man Grundlagen der Aerodynamik und bastelt Kampfbomber.

Die Großen werden eingewiesen in die Grundlagen der Technik des Raketenbaus. Lernen etwas über die (glorreiche) Geschichte der israelischen Luftwaffe.

Bei all dem darf die Praxis nicht fehlen. Deshalb werden Exkursionen veranstaltet zu Flughäfen und Kampfbomber-Basen.

Das Programm ist nicht der Spleen eines Privatmanns. Das Ganze ist offiziell gutgeheißen und gesponsert vom Ministerium für Bildung & Erziehung. Die offizielle Webseite der israelischen Luftwaffe berichtet positiv über diese Veranstaltungen.

Und was bedeutet es nun „den Himmel zu berühren“? Vielleicht dies: Rechtzeitig vorbereitet zu werden, andere in die Hölle zu bomben.