Die Arroganz & Prahlerei des Moshe Arens

Moshe Arens schreibt für die israelische Tageszeitung Haaretz.

Arens ist politisches Urgestein. Er war unter anderem Verteidgungsminister. Mehrfach.

Das schützt den Mann nicht davor, sich gleichermaßen arrogant, angeberisch und dümlich über die Nahost-Politik von US Präsident Obama zu äußern.

Arroganz

Arens zeigt sich als aufgeblasener Stammtischler, wenn er Obama und den Amerikanern völlige Unkenntnis – vulgo: Dummheit – attestiert.

Die Amis wüßten rein gar nichts über den Nahen Osten, könnten Al-Quaida nicht aueinanderhalten von Hamas, Hisbollah, ISIS oder Fatah:

no wonder, how could Americans understand the intricacies of the Arab and Muslim world? The difference between Hezbollah, Fatah, Hamas, Islamic Jihad, Al-Qaida, Jabhat al-Nusra, and now ISIS?

Many of America’s political scientists and diplomats had honed their strategic and political skills during the Cold War […] but the Middle East was another matter entirely.

Was für eine brillante Analyse des Herrn Arens: der Araber ist etwas ganz anderes als der Russe.

Amerika wisse im Übrigen rein gar nichts über den Geisteszustand der „islamischen Fanatiker“ in Teheran:

how could Americans understand […] the mind set of the Islamic fanatics in Teheran building long-range missiles and developing nuclear bombs?

Klar: Den mindset der Iraner kennen nur Arens & Co.

Prahlerei

Dabei hätte aus Sicht Arens‘ alles so einfach sein können.

Die Experten für alles Arabische sitzen schließlich – raten Sie mal! – in Israel. Und zwar haufenweise, denn Israel ist…

the country with the highest concentration of experts on the Middle East and the Arab and Islamic world anywhere.

It had a leadership with many years of experience in dealing with terrorism.

Israeli expertise could have served America well

Terrorexperte Ariel Scharon

Es ist ja nicht so, dass die amerikanischen Präsidenten nie auf Israel gehört hätten.

George W. Bush zum Beispiel. Der hat sich vom „Bulldozer“ Ariel Scharon – den er einen „Freund des Friedens“ nannte – überzeugen lassen, dass die Palästinenser im Prinzip Al-Quaida sind. Deshalb müssten sie auch pauschal wie Terroristen behandelt werden. Scharon ließ seinen Worten Taten folgen und ließ seine Armee während der Zweiten Intifada so gut dreinschlagen wie es nur ging.

Scharon wußte im Prinzip sehr genau, was der Unterschied ist zwischen einer Intifada und den Aktionen von Al-Quaida. Es passte ihm bloß nicht ins Konzept.

Es muß wohl die Expertise eines „Terror-Experten“ Scharon sein, die Arens den dummen Amerikanern ans Herz legt.

Obama ohne cojones

Was man Obama vorwerfen kann und vorwerfen muß: Er hat gegenüber Netanjahu kein einziges mal cojones bewiesen. Obama wurde nach jeder Rede, die in Jerusalem oder beim AIPAC auf Unwillen stieß, von Netanjahu öffentlich vorgeführt.

PS.: Unnötig zu sagen, dass die Ausführungen des Moshe Arens zum vorherrschenden mindset der Radikalen in Jerusalem gehören.