Westbank: 4 arabische Terroristen getötet

Gut, dass es die schlagkräftige israelische Armee IDF gibt.*

Und den effektiven Inlands-Geheimdienst Shin Bet.

Zusammen schaffen sie es immer wieder, palästinensische Terroristen rechtzeitig zur Strecke zu bringen.

So wie vor drei Tagen. Im Flüchtlingslager Jenin.

Die Armee stellte einen mutmaßlichen Hamas-Kämpfer in seiner Unterkunft. Der eröffnete das Feuer – so der Tweet der Armee – verletzte zwei israelische Soldaten, und wurde dann selbst erschossen. Neben drei weiteren Terroristen:

Israelische Armee tötet Terroristen
Gotcha!

Und 14 zum Teil schwer Verletzten (wozu der tweet schweigt, ein bisschen Kollateralschaden hat man immer). Vermutlich waren es auch Terroristen.

Wie lange Israel dieses Nicht-Strategie durchführen kann? Jedenfalls so lange, bis ihr etwas anderes in den Sinn kommt als nur dieses sicherheitspolitische von-der-Hand-in-den-Mund leben. Wie sagte einer der früheren Chefs des Shin Bet in der Dokumentation „Töte zuerst“? Nur Taktik – keine Strategie.

Und so wiederholt sich das altbekannte Muster. Man konzentriert sich aufs Töten von Terroristen, also solchen Leuten, die für andere – kaum zu glauben! – Freiheitskämpfer sind. Wie ja auch dem früheren Ministerpräsidenten Ehud Barak in einem Moment der Unachtsamkeit heraus gerutscht ist:

Wenn ich ein Palästinenser im passenden Alter wäre, würde ich mich früher oder später einer der Terrorgruppen anschließen.

Und hat man sie getötet, die Terroristen, verkündet man einen kleinen oder großen siegreichen Schlag gegen den Feind. So wie im Jahr 2002, vor zwölf Jahren, als Ariel Scharon seine Armee in der Westbank wüten ließ und von einem „entscheidenden Schlag gegen die Infrastruktur des Terrorismus“ sprach.

Aber ist es nicht so, dass sich Israel vor drei Tagen in Jenin wenigstens vierzehn weitere Feinde geschaffen hat?

Die Erklärung ist dabei immer dieselbe: Die Araber wollen uns töten. Also töten wir sie zuerst.

Es sind halt die ewigen Terroristen.

Nur Dissidenten wie Prof. Israel Shahak nehmen sich heraus eine andere Meinung zu vertreten. Dass Israel sich nicht über die Folgen wundern dürfe, solange es fremdes Gebiet besetzt.

Bild: IDF Twitter account, bearbeitet durch Transatlantikblog

* IDF – Israeli Defense Forces

Manche nennen sie IOF – Israeli Occupation Forces