Doku zu den Anfängen der Siedlerbewegung

Am 10. Juni 1967 endete der sogenannte Sechstagekrieg.

Israel hatte Gaza, die Golanhöhen und die Westbank besetzt.

Für Israel war es nicht nur ein militärischer Sieg. Für viele schien die „Zeit der Erlösung“ angebrochen zu sein, wie es in der Torah geschrieben steht.

Besiedelt das ganze Land.

Bereitet es für die Ankunft des Messias vor!

So rief der geistliche Vater der Siedlerbewegung Rabbi Zvi Yehuda Kook seine Landsleute auf.

Rabbi Zvi Yehuda Kook

Rabbi Zvi Yehuda Kook

Der Ruf blieb nicht ungehört.

Nur wenige Wochen nach Kriegsende besuchte eine Gruppe junger Siedler um Hanan Porat den israelischen Ministerpräsidenten Levi Eshkol und bat ihn um Erlaubnis, am Ort der früheren Siedlung Kfar Etzion – wenig südlich von Jerusalem – beten zu dürfen. Eshkol willigte ein, wissend oder nicht wissend, dass es um mehr ging als nur um Beten. Die Gruppe um Porat eilte umgehend nach Kfar Etzion und begann sofort mit dem neuen Aufbau.

Levi Eshkol ließ damit einen Geist aus der Flasche, den seitdem keine Regierung Israels bändigen konnte – sofern es eine wollte.

Ministerpräsident Yitzhak Rabin bezahlte für seinen Versuch, den Siedlern Einhalt zu gebieten, mit dem Leben.

Heute befinden sich rund 500.000 Siedler in der arabischen Westbank bzw. in Ost-Jerusalem.

Richard C. Schneider hat eine äußerst informative Dokumentation erstellt:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

— Schlesinger

Photo Rabbi Kook: Screenshot aus der Doku „In Erwartung des Messias“ (BR Fernsehen)

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Veröffentlicht in Israel, Naher und Mittlerer Osten, Palästina, Sechstagekrieg, Siedlungen, Westbank, Yitzhak Rabin, Zionismus

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