Was kommt nach Ahmadinedschad?

„It’s the economy, stupid!“

Sie erinnern sich? Mit diesem Slogan fegte der anfangs recht unbekannte Bill Clinton den in durchaus gutem Ansehen stehenden Präsidenten George Herbert Walker Bush (Bush sen.) aus dem Amt.

Irans Präsident Ahmadinedschad blüht dasselbe Schicksal.

„Der Mann versteht nicht das Geringste von Wirtschaft. Er spuckt große Töne, legt sich ständig mit dem Ausland an, aber im Inneren ruiniert er das Land. Bei den kommenden Wahlen werde ich es ihm heimzahlen.“

„Ökonomen geben ebenfalls Präsident Ahmadinejad ein gehöriges Maß an Mitschuld an der Preisentwicklung. Zu großzügig und ohne jeden Verstand habe er sich aus den Öleinnahmen bedient, um sich damit die Gunst seiner Wähler zu erkaufen, statt das Geld in langfristige Entwicklungsprojekte zu investieren. Dadurch sei zu viel Geld im Umlauf.

Ahmadinedschad hat lange bestritten, dass überhaupt die Preise steigen. Dann hat er dem Ausland die Schuld gegeben. Schließlich hat er den Chef der Zentralbank gefeuert. Die Preise steigen weiter.

Ramin Ganji, eine kleine Plastiktüte mit Gurken und Tomaten an der Hand, hat bei den Wahlen für Ahmadinedschad gestimmt. Ein Fehler, sagt er heute.“*

Das sind Stimmen von der Straße, und es dürfte keine Minderheit sein, die so spricht.

— Schlesinger

* Aus Kurzinterviews mit verschiedenen Teheraner Bürgern und Händlern, nachzulesen auf mebb.de