Brecht ihnen die Knochen

erste Intifada
Brecht ihnen die Knochen

Dieser Beitrag ist Teil der Serie:

Kriegsverbrechen von Israel

In diesem Teil geht es um die Vergehen der israelischen Armee während des ersten Aufstands der Palästinenser.

Erste Intifada

Im Dezember 1987 begann die Erste Intifada der Palästinenser. Mit diesem Aufstand versuchten sie die israelische Besatzung abzuschütteln.

Die erste Intifada ging als Aufstand der Kinder und Krieg der Steine in die Geschichte ein, da dieser Aufstand oft von steinewerfenden Kindern und Jugendlichen getragen wurde.

Bis zum Ende der Intifada wurden über 1.100 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet.

Unzählige Palästinenser wurden von den Soldaten misshandelt, da ihr Verteidigungsminister Yitzhak Rabin sie dazu ermuntert hat.

Brecht ihnen die Knochen

Angesichts der Horden Jugendlicher, die die israelischen Soldaten mit Steinen bewarfen war die Armee einigermaßen hilflos. Daher gab der damalige Verteidigungsministers Yitzhak Rabin die Losung aus, den Aufständischen die Knochen zu brechen.

Vielleicht hat er das nicht wörtlich gesagt. Aber seine Offiziere und Soldaten haben verstanden, auf was er hinaus wollte.

Es kam zu zahlreichen Vorfällen von unverhältnismäßiger Gewalt gegen Demonstranten, und tatsächlich wurden Knochen gebrochen.

Filmaufnahmen zeigen, wie israelische Soldaten große Steinbrocken nehmen und damit auf Gefangene einschlagen, die sich nicht mehr wehren. Schlimmer: die Soldaten versuchen tatsächlich Knochen zu brechen.

Natürlich hat General Rabin abgestritten, so eine Anweisung je gegeben zu haben.

Ein Kriegsgerichtsverfahren gegen Offiziere der israelischen Armee (IDF) hat ans Licht gebracht, dass Rabin der Initiator dieser brutalen Politik war:*

[Rabins Darstellung] wurde durch die Zeugenaussage des Oberst Yehuda Meir widersprochen, der vor ein Kriegsgericht gestellt wird, weil er Berichten zufolge seine Truppen angewiesen hat, Araber zu verhaften und ihnen dann die Arme und Beine zu brechen.

Soldaten, die bei Colonel Meirs Prozess aussagten, sagten, dass Rabin und andere hohe Kommandanten ihnen privat sagten, dass Schläge benutzt werden sollten, um Araber zu bestrafen, von denen bekannt ist, dass sie Unruhestifter sind.

Leutnant Eldad Ben-Moshe, ein Kompaniechef unter Oberst Meir, sagte im April aus, dass Oberst Meir ihm gesagt habe, er solle „den Arabern die Arme und Beine brechen“, weil die Internierungslager voll seien.

Zuvor hat ein anderer Offizier, der als Oberstleutnant Zvi identifiziert wurde, im Januar 1988 ausgesagt. Oberst Zvi bezeugte, dass Rabin ihm sagte, er solle mit Gewalt gegen sie vorgehen und sie schlagen, ohne die Prügel in irgendeiner Weise einzuschränken.

Diese Methode ist so alt wie bewährt: Man will vermeiden, dass die Öffentlichkeit von eigenen Vergehen erfährt. Daher werden keine schriftlichen Befehle erteilt, sondern den Offizieren „privat“ mitgeteilt, dass sie hart durchgreifen sollen und sich nicht zurückhalten müssen.

— Schlesinger

* [Rabins account] has been contradicted by testimony at the trial of one officer, Col. Yehuda Meir, who is being court-martialed for reportedly ordering his troops to arrest Arabs and then break their arms and legs.

Soldiers testifying at Colonel Meir’s trial said Mr. Rabin and other senior commanders told them privately that beatings should be used to punish Arabs known to be troublemakers.

Lieut. Eldad Ben-Moshe, a company commander under Colonel Meir, testified in April that he was told by Colonel Meir to “break the arms and legs“ of Arabs “because the detention camps are full.‘

Early this month another officer, identified only as Lieut. Col. Zvi, testified that in January 1988, Mr. Rabin “told me to lash into them forcefully and beat them,‘‚ without restricting the beatings in any way.