I remember – Ein erstklassiger Werbespot der Dems

Ob diese geradlinige Art gegen die üblichen republikanischen Kampagnen à la Karl Rove ankommt, ist die große Frage. Hier ein Beispiel für die übliche Verleumndung made by republicans:

Eigentlich lief alles ganz gut für Bruce Braley. Sicher, der demokratische Kongressabgeordnete aus Iowa spürte, dass die Wut auf Barack Obama und die Demokraten auch durch seinen Wahlkreis wehte.

Aber er fühlte sich recht sicher, in Umfragen lag er meist deutlich vor seinem republikanischen Herausforderer.

Dann kam der Werbespot, der alles ändern könnte:

„Über Jahrhunderte haben Muslime Moscheen an Orten gebaut, an denen sie militärische Siege feierten.

Nun wollen sie eine Moschee am Ground Zero errichten, wo islamische Terroristen 3.000 Amerikaner getötet haben.

Es ist, als ob die Japaner eine in Pearl Harbor bauen wollten.

Der Imam, der den Bau vorantreibt, hält die USA mitverantwortlich für die Anschläge vom 11. September und sammelt Millionen Dollar von geheimen Spendern ein.

Aber unglaublicherweise unterstützt Bruce Braley den Bau der Moschee.“

Braley hat den umstrittenen Moschee-Bau gar nicht unterstützt. Er hat nur mal gesagt, die New Yorker müssten diese knifflige Frage selbst entscheiden. Aber die Fakten spielten auf einmal keine Rolle mehr – wochenlang beherrschte der Werbespot die Schlagzeilen in Iowa und sogar dem Rest der Nation. Der Demokrat büßte an Sympathien ein.

Lustigerweise scheint den Machern des Spots nicht klar zu sein, dass die Japaner wohl nie eine Moschee in Pearl Harbor bauen wollten („Es ist, als ob die Japaner eine in Pearl Harbor bauen wollten.“), da Japaner eher nicht Muslime sind. Aber das muss einen nicht so sehr wundern, da ja auch die rechte Tea-Party Ikone Sarah Palin Rußland nach eigener Aussage dewegen so gut kennt, weil sie von Alaska aus quasi hinübersehen konnte.

— Schlesinger

Den ganzen Beitrag zum obigen Ausschnitt finden Sie auf Deutschlandradio.