Durchgeknallter Oberfundi von der Shas-Partei

Gottfried von Bouillon
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Wer glaubt „durchgeknallte Oberfundis“ (GRÜNEN-Chefin Claudia Roth über den ehem. Augsburger Bischof Walter Mixa) gäbe es nur in Bayern, Hamburg (Thilo Sarrazin, Bischof der Bundesbank), Helmand, Gaza-Stadt oder Qom, der hat eine Wissenslücke.

Es gibt sie auch in Jerusalem. Die rechts-orthodoxe Shas-Partei, die zur Koalition des amtierenden Ministerpäsidenten Netanjahu gehört, lässt nun schon zum zweiten mal binnen weniger Tage Bemerkungen vom Stapel, die aufhorchen lassen.

Gerade erst hat das greise geistige Oberhaupt der Shas-Partei, Ovadia Yosef, allen Palästinensern die Pest an den Hals gewünscht.

Nun legt der stramme Parteivorsitzende Eli Yishai mit einer theologischen Interpretation des israelischen Sieges von 1967 (Sechstagekrieg) beziehungsweise der isralischen Niederlage von 2006 (Zweiter Libanonkrieg gegen die Hisbollah) nach:

During the Six-Day War, against all the Arab armies, for every one of our soldiers, they had 10,000 soldiers, for every one of our tanks, they had 10,000 tanks, for every one aircraft, they had at least 10 planes.

How could the Israeli nation go to war against all the Arab armies, who could have defeated us by simply walking. Can anyone explain this miracle and wonder?

And then there is the Second Lebanon War [2006], without Syria, Jordan, without Libya.

Only 2,000 Hizbullah fighters. 2,000!

Look what happened. Do you know why this happened? Because we said, ‚My power and the might of my hand brought me this fortress.‘

What do you all think, that you can succeed without help from God? Without the Torah of Israel? Without Torah scholars?

Whoever does not believe that the nation of Israel lives above nature is a heretic.

Kurz gefasst: Der Sieg von 1967 war Gottes Sieg, die Niederlage von 2006 selbst verschuldet, weil man nur der eigenen Kraft und nicht auf die Kraft Gottes vertraut hat. Und wer schließlich nicht an den übernatürlichen Status der israelischen Nation glaubt, der ist freilich ein Häretiker.

Das entspricht ziemlich genau dem legendären Motto des Gottfried von BouillonDeus lo vult!“ (Gott will es!) , mit dem er seine Heerscharen in den Ersten Kreuzzug führte. Das war im 11. Jahrhundert.

Manche Dinge halten sich ein bisschen länger.

— Schlesinger

Abbildung: Wiki CC, ohne Autorenangabe

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