Harte, gute Nockherberg-Predigt von Michael Lerchenberg

Die Nockherberg-Reden der Vergangenheit waren mal mehr, mal weniger bissig, aber letztlich blieben sie doch versöhnlich.

Die inoffizielle Übereinkunft lautete: Ihr dürft den Politikern ihre Fehler vorhalten, über sie witzeln, ja ihnen sogar auch mal ordentlich einschenken. Aber dann muss auch gut sein.

Michael Lerchenberg als Fastenprediger „Bruder Barnabas“ hat dieses mal mehr getan.

Er hat seine Adressaten  angesichts der ungeheuren Dimensionen und extremen Auswirkungen der Krise, die ja nicht nur eine ökonomische Krise ist, sondern eine der politischen Klasse schlechthin, bloßgestellt.

Und damit hat er gut getan, auch wenn es ihm jetzt das „Amt“ kosten sollte.

Wer als Fastenprediger auch noch in einer Lage wie der aktuellen versöhnliche Worte finden soll, kann das nur umsetzen, indem er die Verhältnisse weit über Gebühr schönt.

Was nun an Kritik stattfindet: Er habe einen unstatthaften KZ-Vergleich* angestellt, er habe die Polizei über Gebühr kritisiert, sind Nebenkriegsschauplätze.

Ja, man kann der Auffassung sein, dass er den KZ-Lagervergleich mit Westerwelle als Aufseher besser nicht gebracht hätte. Es ist aber angesichts der Fülle des von Lerchenberg hervorragend vorgebrachten Materials unangemessen, ihm ein, zwei Patzer derart um die Ohren zu schlagen. Völlig überzogen ist der Vorwurf von Frau Knobloch, der Präsidentin des Zentralrats, Lerchenberg habe die Würde der Holocaust-Überlebenden verletzt. Man muss nicht bei jeder Nennung des Stichworts „Lager“ reflexartig den Vorwurf in die Welt posaunen, damit würde der Holocaust relativiert. Eine Relativierung der Verbrechen am jüdischen Volk oder oder eine Herabwürdigung der Überlebenden hatte Lerchenberg mit Sicherheit nicht im Sinn. Das hätte bei der Reaktion bedacht werden müssen.Und_ Läge Frau Knobloch auch etwas daran, dass jemand die ungeheuren Mißstände im Lande mutig anprangert, dann hätte sie ihre kritik – die ja nicht vollkommen falsch ist – so vorgebracht, dass Lerchenberg mit einem blauen Auge davon kommt.

Doch so wie der Vorwurf formuliert wurde lässt sich Lerchenberg flugs kalt stellen.

Das kommt den Westerwelles, Söders (der über weite Strecken mit verbissen-versteinerter Miene dem Vortrag Lerchenbergs folgte), Stoibers (dem die ganze Reihe seiner Verfehlungen bis zum Hypo-Alpe-Adria-Debakel  förmlich um die Backen gehauen wurde) – & etc.pp. äußert gelegen.

Wer lädt Westerwelle aus der Veranstaltung Deutschland aus?

Westerwelle hat den Veranstalter gebeten, „seine Person“ künftig nicht mehr einzuladen. Ja, Barnabas hat einen harten Vergleich gewählt. Nur: Barnabas ist der komödiantische Bußprediger auf dem Nockherberg und darf grundsätzlich über die Stränge schlagen.

„Seine Person“ Minister Westerwelle ist Vizekanzler und sollte das nie tun, aber kennt dennoch keinerlei Hemmungen, ganze Bevölkerungssschichten als „anstrengungslose Wohlstandsempfänger“ zu erniedrigen. Wer lädt Westerwelle aus der Veranstaltung Deutschland aus?

Lerchenberg hat in der Art seines Vortrags das im wahrsten Sinn des Wortes Zeitgemäße getan, aber den Fehler begangen, sich mit zwei Formulierungen angreifbar zu machen. Diese Chance lassen sich die Herren und Damen Berufszyniker nicht entgehen.

Lediglich Münchens Oberbürgermeister Christian Ude fand ehrlich lobende Worte für den harten Vortrag Lerchenbergs.

Kurzum: Der einzige Skandal an der Rede von Michael Lerchenberg ist die geheuchelte, auf  Skandal abzielende Reaktion auf seinen Vortrag.

Dennoch und gerade deswegen: Dank an Herrn Lerchenberg. Hut ab!

Update: Und aus‘ is, wie der Bayer sagt. Lerchenberg ist zurückgetreten:

„Auch wenn ich aus der Bevölkerung für die Fastenpredigt 2010 unzählige zustimmende Reaktionen erhalten habe…, so ist doch der politische und öffentliche Druck auf uns und die Paulaner Brauerei so groß geworden, dass mir eine Rückkehr in die Nockherberg Kanzel unmöglich erscheint“, erklärte Lerchenberg.

* „Alle Hartz-IV-Empfänger sammelt er in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drum rum ein Stacheldraht. Hamma schon mal ghabt. Dann gibt’s jeden Tag eine Wassersuppn und an Kantn Brot. Statt Heizkostenzuschuss gibt’s von Sarrazins Winterhilfswerk zwei Pullover. Und überm Eingang steht, bewacht von neoliberalen Ichlingen im Gelbhemd, in eisernen Lettern: ‚Leistung muss sich wieder lohnen.'“

Nockherberg-Rede 2010 Video Teil 1

Nockherberg-Rede 2010 Video Teil 2

Nockherberg-Rede 2010 Video Teil 3

Nockherberg-Rede 2010 Video Teil 4

Nockherberg-Rede 2010 Video Teil 5

Hier ein aktueller Leserbrief, den ich gesondert anführen möchte (auch wenn er nicht in jedem Detail meine Meinung widergibt):

„Leider finde ich keine Adresse von michael Lerchenberg, ich habe ihm meine Botschaft daher – für alle offen – hier hinterlegt.

Sehr geehrter Herr Lerchenberg,

ich habe Ihre Rede am Nockherberg mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und darf von mir sicher sagen, dass ich ein gutes Sprachgefühl und einen wachen, kritischen Verstand habe.
Es war eine sehr gute, kluge, kritische Rede, die den Zuständen in unserem Land absolut angemessen ist. Es waren nur wenige persönliche Angriffe enthalten.

An keiner Stelle, weder in den Zeilen noch zwischen den Zeilen, war jedoch auch nur eine Spur Antisemitismus, eine Abschwächung des Leidens der Juden oder ein unangebrachter Vergleich zu finden. Sie haben einen überspitzten Ausblick gegeben, wie Sie die aktuelle Debatte um Sozialleistungen empfinden und an was es Sie das Denkschema erinnert.

Das mag für den Gescholtenen ( FDP ) bitter und verletzend sein, eine Beleidigung von Juden ist es jedenfalls nicht. Wer 1 Milliarde Euro jährlich völlig ohne Rechtfertigung und Sinn an Hoteliers verschenkt, wer 5 Milliarden Euro an die Autoindustrie verschenkt (Abwrackprämie der SPD / CDU / CSU ) und dann um Pfennigbeträge bei Sozialleistungen hetzt, als würden diese Pfennige und nicht die tägliche Korruption der Deutschen Politiker das Land ruinieren, hat es auch nicht anders verdient. Von 5 Milliarden Abwrackprämie hätte man 50 Millionen Menschen 1 Jahr lang vor dem Hungertod retten können. Schade das Frau Knobloch und der Zentralrat der Juden nicht einmal soviel Sprachgefühl haben, wie eine Bleistiftmine von Lion Feuchtwanger…
Schade auch, das Frau Knobloch und der Zentralrat der Juden Freiheit der Kunst nur solange verstehen, wie sie ihnen genehm ist und damit auch eine Geisteshaltung wiederholen die schon mal da war.

Bleiben Sie, sehr geehrter Herr Lerchenberg, wie damals in der Löwengrube : aufrecht !

Mit allerbesten Wünschen,

‚Dr. Hans Doepner, München‘ “

(Der Name wurde in Anführungszeichen gesetzt,
 weil wir keine Möglichkeit haben, die Echtheit zu verifizieren)

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Bitter-süße Leseempfehlung zum Thema Guido Westerwelle: Goethes Erlkönig, in der „Koalitions-Fassung“

40 Comments

  1. Ich würde mir wünschen, daß sich kein enstzunehmender Kabarettist mehr bereit erklärt, dieses Himmelfahrtskommando zu übernehmen. Soll doch meinetwegen Bully Herbig den Pausenclown für die nörgligen Politker spielen, für’s Volk wird diese Veranstaltung angesichts der zu erwartenden Weichspülerei sowieso uninteressant werden.

  2. Es gibt Menschen, auf die kann man am Nockherberg gut und gerne verzichten. Und zu diesen Menschen gehören meines Erachtens auch Herr Westerwelle und Frau von Knobloch.
    Erster, weil er nur gut im Austeilen und Polemsieren auf die Schwächsten der Gesellschaft ist, selbst aber auch keine konstruktiven Vorschläge hat, seit er die Opposition verlassen hat.

    Und Zweite, weil sie keine Chance auslässt, den Deutschen immer und immer wieder zu sagen, was sie doch alle für verbrecher sind.

    Es wird keiner gezwungen, zu der Veranstaltung zhu gehen! Deutschland ist ein freiehes Land. Ihr könnt gerne wegbleiben, wir werden Euch nicht vermissen!

  3. Die Fastenpredigt von Herrn Lerchenberg war hervorragend. Die Formulierungen in dem Vortrag kamen aufgrund der Steilvorlagen der
    Politiker zustande. Westerwelle teilt sehr gerne aus und hält sich für das
    Maß aller Dinge. Er ist weder beratungs- noch humorfähig.
    Unabhängig davon war die Äußerung Lerchenbergs überzeichnet, recht-
    fertigt aber keinesfalls den Aufschrei so mancher Heuchler, die nach dem
    Vortrag alles gut fanden und später plötzlich mutig Lerchenberg angriffen.

    Die Bemerkungen zur Regensburger Polizei unterschreibe ich voll, denn
    einen jungen Mann mit 16 Schüssen niederzustrecken – mit 4 Schüssen im Rücken – und dann noch von Notwehr zu sprechen, ist der Gipfel der Unverfrorenheit. Das geht nur dann, wenn die Obrigkeit Rückdeckung gewährt.

  4. Es ist eine Schande – für die von Westerwelle & Co. so gern reklamierte „Freiheit“, dass Herr Lerchenberg aufgrund der ausgezeichneten Fastenpredigt aufhören wird ( muß ). Zuvor hatte der BR schon in der Wiederholung die „kritische“ Passage herausgeschnitten.
    Ja , die Wahrheit hört man nicht gern…, wir machen witer wie immer….
    Die Freiheit der Andersdenkenden – hat Westerwelle die schon mal zugelassen ? Vielmehr werden z.B. gern „Kommunisten und Sozialisten“ verbal übel attackiert
    K.T. zu Guttenberg, der neben Frau Aigner einzige, auf dem Nochkerberg souverän reagierende und applaudierende, Politiker sagte : „Eine humorvolle und kritisch notwendige Rede“. Genau.

  5. Dem Kommentar, und Helmut Ott, und Sepp kann ich nichtssupstanzielles hinzufügen — da bleibt mir nur Zustimmung.

    Vielleicht noch dies: Wieder zwei intelligente Menschen (Lerchenberg und „Fonsi“) die von Demagogen und Lobbyisten in der Regierungszeit der Agiprop-FDJlerin aus MegPom mundtot gemacht wurden.

  6. Vielleicht hätte Herrn Lerchenberg bewußt sein müssen, dass direkte KZ-Vergleiche nie gut ankommen. Aber er wollte das ewige Versagen in der deutschen Arbeitsmarktpolitik, deutlich machen. Weil alle anderen Versuche ja bis jetzt gescheitert sind u. ungehört blieben. Da suchte er nach einem Vergleich, wie er drastischern nicht sein konnte. Jetzt hat er einen Gegenpol zu Westerwelle geschaffen. Mit dem Unterschied, dass er gehen muss und Westerwelle weiter bleiben darf, ob wohl der sich die größeren Unverschämtheiten gegenüber Hartz4 Empfängern erlaubt hat, als Lerchenberg mit dem verunglückten Holocaust Vergleich.

  7. Das war eine der besten Reden des Nockherberg und in allen Punkten absolut zutreffend. Mir ist absolut unklar, wieso sich eine Knobloch über den zutreffenden Vergleich aufregt. Das ist doch, was die Westerwelle am liebsten machen würde. Eine negative Aussage die Juden betreffend, kann ich da nicht entdecken. Ich hätte mir gewünscht, dass u.a. die Paulaner Brauerei genügend Rückgrat gehabt hätte, am Lerchenberg festzuhalten. Auf der anderen Seite wundert mich das nicht, die Zeiten, wo man sowas frei äußern konnte, sind leider vorbei.

  8. Der Skandal trägt eine Brille und heißt Guido Westerwelle. Nie wurde deutlicher, dass dieser Mann vor nichts zurückschreckt, auch nicht vor Spaltung und Dissens in der Bevölkerung, wenn die Wählerquote stimmen soll. Und dieser Mann ist unser Repräsentant im Ausland? Unser Vizekanzler? Das ist die wahre Schande! Dieser Mann hat sich als seriöser Politiker disqualifiziert und das gibt Michael Lerchenberg recht, denn: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil!

  9. …und wieder muß ein neuer Bruder Barnabas gesucht
    werden. 🙁
    War ja klar, dass sich manche wieder von Lechenbergs
    Fastenrede angegriffen fühlten…. besonders eine Frau
    Charlotte K.
    Er hat ausgedrückt, was sich manche denken und so
    mancher Politiker in schöne Worte gepackt hat. Ja, für
    Ehrlichkeit und Mumm in den Knochen wird man gefeuert
    bzw. muß man „freiwillig“ seinen Hut
    nehmen…

    Wie lange muß Deutschland noch kuschen und die Klappe
    halten?

    Liebe Frau K. diese Worte sollten Sie sich mal zu
    Herzen nehmen:

    I was raised in a smalltown – just a little German boy
    I didn’t care about history – I just cared about
    my toys

    I never felt responsible – for what happened in a war
    but they made me feeling guilty – even though I
    wasn’t born (that time)

    I remember I was 18 – when I heard the Army call
    and I learned a lot about killing man – and
    drinkin‘ alcohol

    It was like a game of cowboys – the good against the
    bad
    the others were the good guys – I was German – I was
    bad

    Ain’t nothing wrong (tell me what’s wrong)-
    to love your home
    like anyboy – in the world
    Yesterday’s gone – and we belong
    to a new generation – singin‘ this song (I’m
    singin‘ my song)

    CHORUS
    I said hey
    I wanna be proud of my country
    proud of it’s people (proud of it’s banner)
    proud to be free
    I said hey
    I wanna be proud of my country
    proud I was born here
    proud of Germany

    Well, I made this trip to Vegas – with a friend of
    mine
    some people heard we’re German – and they called
    us „Nazi swines“

    Do you think it’s fair to blame me – for the
    things I haven’t done
    so tell me how long – will this be going on

    I wanna know – if you don’t know
    that you’re hurting me and my country
    Yesterday’s gone and we belong
    to a new german nation – who has found it’s home

    CHORUS
    I said hey
    I wanna be proud of my country
    proud of it’s people
    proud to be free
    I said hey
    I wanna be proud of my country
    proud I was born here
    proud to live in Germany

    Freedom of mind – Freedom of speech
    Freedom to everyone in the world
    Freedom to live – Freedom to teach
    Freedom of religion – and Freedom to each
    (Bonfire)

    …und nein… ich stecke nicht im braunen Sumpf fest.
    Nur sollte endlich, nach 3 Generationen, endlich Ruhe
    sein… WIR können nicht dafür!!!

  10. panem et circenses — beschäftigen wir uns doch mal mit der spätrömischen Dekadenz: Die alten Römer beherrschten „ihr“ Volk mit Brot und Spielen. Das Brot ist HartzIV und die Spiele sind SAT – RTL und andere. Auch das Nockherberg-Spektakel gehört dazu. „Lassen wir uns ein bißchen von den Hofnarren beschimpfen und anschließend machen wir dann weiter wie bisher!“ So handeln Sie, die überbezahlten, geld- und einflussgierigen Nieten im Trachtenanzug und Dirndl.

    Insofern ist es gut, dass Lerchenberg sich nicht mehr vor den Karren spannen lässt; Michael, Deine Stimme sollte weiterhin predigen, halt an einem besseren Ort!!

  11. Ich kaufe nie mehr Paulaner, und werde versuchen, meinen Freudeskreis zu überzeugen, es mir gleich zu tun.

    Zensur hat in Bayern nichts verloren!!!

    Ich frage uns, wozu brauchen wir einen Bayerischen Rundfunk, den wir mit unseren GEZ Gebühren am Leben halten, wenn letzterer sich als ein Politpropaganda-Sender der Bundesregierung entpuppt, wie übrigens auch beim ZDF?

    Ich schaue kein BR mehr und trinke definitiv kein Paulaner-Bier mehr!!!

    Das ist meine Art, denen da oben Nein zu sagen, viel anderes bleibt mir ja kaum übrig.

    Die nächste Nockerbergsendung wird enorm an Popularität verlieren, wenn nicht völlig ins Abseits gedrängt, weil es keinem mehr interessiert, wie ein Pseudo-Kabarettist den überfetten Bauch der Politikkaste streichelt.

    Und auch ich wage zu sagen: Zensur, ja, das hatten wir in der Vergangenheit schon mal.

    Frau Knobloch wird sich jedoch wahrscheinlich völlig zu Unrecht bei Transatlantikblog.de beschweren, und dieser Kommentar wird gelöscht werden.

    Und dann haben wir, das Volk, überhaupt nichts mehr zu sagen. Klappe halten, Steuern zahlen, arbeiten und sich ja nicht beschweren, sonst droht Hartz IV!!!

  12. Hallo,
    meine ganze Hochachtung gilt Herrn Lerchenberg, der den Zustand unserer Republik und seiner „Vertreter“ punktgenau am Nockherberg gezeichnet hat.
    Wie nicht anders zu erwarten, mußte ein Vorwand gefunden werden, um diese kritische Stimme und eine für Politiker unangenehme bayerische Tradition in dieser Form zum Schweigen zu bringen.
    Toll!!!
    Wann endlich wacht das Wählervolk auf?

  13. super Rede, Westerwelles Verunglimpfing der Habenichtse ist nur konsequent weitergesponnen, genau das is es doch, was Westerwelle am liebsten machen würde. Hervorragende Ansprache, bisher keine bessre Salvatorrede gehört

  14. Schaut Euch die lachenden Politikergesichter an – denen die Wahrheit in Gesicht geschleudert wird. UND SIE LACHEN WEITER . . . . . . . – weil Sie wissen wie blöd das deutsche Volk ist. In einigen anderen Ländern
    wären solche Hierarchen längst zum Teufel gejagt worden. Und noch schlimmer – das Ausland lacht über uns!!!!

  15. Ich kann dem Sepp nur beipflichten: Diese zwei Personen brauchen wir nicht in Deutschland!!

    Zusätzlich zu HX3 möchte ich sagen, dass wir nicht nur Zensur haben, sondern auch „Bücherverbrennung“, obwohl es einen Artikel 5, Abs.1 und Abs.3 GG gibt.

    An Herbert Mayer möchte ich sagen, dass ich von einem Holocaustvergleich nun wirklich nichts gehört habe. Aber wenn man sich an die Kerner-Sendung erinnert, dann darf man in unserer freien Demokratie ja nicht mal das Wort: Autobahn gebrauchen.

    Für Almdudler hoffe ich, dass er anonym bleibt, denn sonst hat er in kürze den Verfassungsschutz auf Weisung von Frau K. am Hals. Seinem Text kann man nur voll zustimmen.

  16. Lerchenberg war super, die Zensur hat zugeschlagen. Westerwelle gehört entfernt, sofort. Kanzlerin, wo bist Du? Die Reaktion, kein Paulaner mehr zu trinken, ist super. Reicht aber nicht. Ich habe die Rede life gsehen, eine Verunglimpfung des jüdischen Volkes kann ich beim besten Willen nicht erkennen, das ist hochgepuscht aus Rache, Ignoranz und fehlender Größe. Wer so austeilt wie Westerwelle, muss auch einstecken können. Koch schickt in Hessen die Steuerfander in den psychiatrisch begründeten Vorruhestand, die bayerische Regierung übt Druck auf Staatsanwälte und Richter aus und die Paulanerbrauerei handelt im vorauseilendem Gehorsam. 500 Milliarden € überweist dei deutsche Volkswirtschaft jährlich an die oberen 10.000, die SGB II Leistungen kosten jährlich 42 Milliarden…. Und die FDP versorgt ihre Seilschaften mit hochdotierten zusätzlichen Posten in Berlin. Für wie dumm halten die usn denn? Aber, was muss noch passieren, bis wir auf die Strasse gehen? 18 Millionen Bild-Zeitungen werden täglich verkauft. Jeden Tag 18 Millionen mal Manipulation der übelsten Form in die Deutschen Hirne. Das ist der Rausschmiss von Lerchenberg nur die Spitze vom Eisberg. Leider

  17. It´s a fact that by order of Heydrich the Nazis arrested some [TAB: dieser Teil dieses perfiden Holocaust-leugnenden Kommentars wurde gelöscht]

    But I don´t think Lerchberg did that.

  18. Lerchenbergs Rede war endlich mal eine ehrliche Rede und er hat diesen sog. Politikern die Wahrheit um die Ohren gehauen.
    Wir können nun wirklich den wahren Charakter ‚unserer‘ Politiker sehen, die beleidigt sind und soviel Druck ausüben, dass Lerchenberg gehen muss.
    Tja, ich würde mich auch gerne von Herrn Westerwelle und Co. distanzieren, aber ich muss sie alle aushalten, zumindest bis zur nächsten Wahl und bis dahin ist es noch lange, ich fürchte zu lange.
    Lerchenberg soll weiter predigen, an einem anderen Ort wie ein Vorredner schon vorgeschlagen hat, das wäre wunderbar!

  19. Michael Lerchenbergs Rede als Bruder Barnabas – eine Glanzleistung des politischen Kabaretts in Wort und Darbietung.
    Wie sehr er die politische Misswirtschaft getroffen hat, zeigten die Mienen der anwesenden Politiker mit ihrer aufgesetzten Heiterkeit.
    Die Ereignisse der nächsten Tage zeigten, wie tief die Treffer saßen und wie sehr sie der Wahrheit entsprachen, denn nur so lassen sich die wütenden Reaktionen erklären. Und wer einen Grund sucht, findet auch einen, mag er noch so an den Haaren herbei gezogen sein! Bekanntlich ist Michael Lerchenberg nicht der Erste, der gechaßt wurde, weil er ungeschminkt Missstände angeprangert hat.
    In Deutschland hat sich eine Politiker-Kaste herausgebildet, die nur noch der Befriedigung ihrer Macht- und Geldgier dient und mit der Industrie und der Geldwirtschaft zu einem dicken Filz verflochten ist.
    Bezahlen müssen das die Bürger dieses Landes und sich dann auch noch von Westerwelle, Sarrazin und Co. diffamieren lassen.

  20. Ich bin erschrocken – wie kann das sein, daß ein solcher Druck aufgebaut wird, daß selbst mutige Menschen wie Michael Lerchenberg und sein CO-Autor gehen? Wie ist das vereinbar mit Demokratie? Warum kann ein Satz wie er gesagt wurde, so umgedeutet werden? Wir wissen doch ALLE, daß diese beiden niemals eine Herabwürdigung historischer Ereignisse im Sinn hatten! Das ist doch selbstverständlich! Da bellen einige Politiker auf und so groß wird der Druck auf diese Menschen, unfassbar! Jetzt ist das Singspiel schon entpolitisiert, weil es für „zu scharf“ befunden wurde (es war doch früher herrlich, was haben wir gelacht!) und nun tut’s wahrscheinlich wirklich nur noch Bully Herbig, der ja niemand wehtut.
    Warum lassen sich die Paulaner so erpressen? Ich trink auch keines mehr

  21. Respekt vor Michael Lerchenberg. Es gibt sie also doch noch, die Aufrechten, die den Finger in die Wunde legen und mit der Wahrheit nicht hinterm Berg halten. Respekt auch vor Paulaner & Hacker-Pschorr, die keine Angst davor hatten, dass hier kommen wird, der sein „Amt“ ernst genug nimmt. Nicht umsonst hat der Nockherberg eine hohe Tradition.
    Sollte er sich nun in die Reihe angepasster Veranstaltungen einreihen wäre es mehr als schade. Das was jetzt gerade läuft ist ein Angriff auf die Grundfesten dieses noch „freiheitlichen“ Staates. Gesagt werden darf in Zunkunft dann wohl nur noch, was einer Republica Westerwellis passt oder von einer Frau Knoblauch vorher abgesegnet wurde. Gerade letztere hat mit der Eröffnung dieses Nebenschauplatzes, der völlig vom Hintergrund der Lerchenbergschen Zielsetzung ablenkt, ihrer Botschaft Schaden zugefügt. Denn eins ist jetzt klar: Es wird wohl äußerst bedauerlicherweise niemanden mehr geben, der geschichtliche Vergleiche heranziehen wird, um Entwicklungen, wie tratistisch das auch immer sein mag, zu verdeutlichen und damit wird genau das Klima erzeugt, dass solche Ereignisse erst wieder möglich macht. Im Holocaust-Denkmal in Berlin steht der Satz „Es war möglich, also wird es wird möglich sein“. Der erste Schritt dorthin, ist es zu verschweigen. Bravo Frau Knoblauch, sie haben ihr Ziel erreicht.
    Respekt aber an und vor der Leistung von Michael Lerchenberg und „Fonsi“, die jetzt noch viel höher zu werten ist, als am Vortragsabend selbst.

  22. Das Sprichwort „Wer die Wahrheit sagt, sollte sein Pferd gesattelt lassen.“ bewahrheitet sich hier wieder selbst. Zweimal im Jahr sei es in Deutschland / Bayern angeblich offiziell möglich, der Politik ungeschminkt ins Gewissen zu reden (als Narr im Fasching und als Bruder Barnabas zur Fastenbierzeit). Aber auch hier gilt nun „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“ Bezeichnend ist einerseits, dass Leute in vermeintlicher Verunglimpfung einer Gesellschaftsgruppe aufschreien, die gar nicht gemeint war und andererseits Politiker sich beleidigt fühlen, die selbst ganze Gesellschaftsschichten brüsk diffamieren. Da bleibt mir nur noch mit Heinrich Heine zu sagen „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ Es ist nur zu verständlich, dass Herr Lerchenberg solcher Doppelmoral den Rücken kehrt. Hoffentlich erleben wir ihn wieder an anderer Stelle – unzensiert !

  23. Man fragt sich, wieviel Zynismus und Kälte unsere sogenannte politische Elite an den Tag legen kann, bevor sie unter der eigenen Armseligkeit katapultiert und zusammenbricht. Ich bewundere den Mut und die fast schon übermenschliche Kraft von Michael Lerchenberg, sich dieser geballten Ignoranz, Arroganz und diesen destruktiven Gefühlen im Saal, mit seiner Fastenpredikt, auszusetzen und sich zu stellen. Als es noch kein Fernsehen gab war es einfacher – da mußte man sich diese Gesichter nicht anschauen, wenn sie den Spiegel vorgehalten bekommen. Mit wenigen Ausnahmen – unsere politische Kaste ist so, wie es der Volksmund immer schon wußte. Nur mittlerweile leider auch noch dreist, unverschämt und beschämend eitel. Mit wenigen Ausnahmen fordern sich diese Damen und Herren nicht einmal mehr persönliche und politische Integrität ab.

  24. … ueber den Lackaffen Westerwelle brauchen wir wohl keine Wort mehr zu verlieren.
    Ich werde das Gefuehl nicht los, dass wir inzwischen in Absurdistan leben.
    Danke Herr Lerchenberg fuer die Predigt, sie war grossartig!

    [Teile des Kommentars wg. Hetze gelöscht, TAB]

  25. Bravo Herr Lerchenberg, Sie haben Ross und Reiter genannt, es war laengst ueberfaellig, Westerwelle seine absurden Statements um die Ohren zu hauen.
    [Teile des Kommentars wg. Hetze gelöscht, TAB]

  26. Guido Westerwelle stellt schlagwortartig, sich populistisch wiederholend, nicht begründete eingängige Thesen in den Raum. Er liefert damit dem Zuhörer Sündenböcke für angeblich vorhandene Mißstände und überläßt ihm bewußt die gewollte Schlußfolgerung. Diese Methode verfehlt selten ihre Wirkung und ist eines Staatsmannes unwürdig. Michael Lerchenberg hat seine Finger in diese offene Wunde gelegt. Dafür gebührt ihm Dank. Wenn er dabei bei der Politprominenz aneckt, gereicht ihm dies zur Ehre.

  27. Sein Rücktritt adelt Michael Lerchenberg. Er hat mit seiner Rede voll ins Schwarze getroffen, daher die Reaktionen. Vielleicht bemerkt er zukünftig, dass unsere Politiker die „Edel“-Hartz-4-ler sind. Wer von diesen „Parasiten“ hat denn jemals sein Geld nicht vom Staat bekommen. Diese Typen, egal aus welcher Partei, werden quasi seit dem Verlassen der Uni, auf der sie irgendwas Bedeutungsloses studiert haben, vom Staat alimentiert. Und dann die Frechheit zu besitzen, auf andere Menschen draufzuhauen, zeigt die ganze Verkommenheit der politischen Kaste. Der Trog (Staat) bleibt immer derselbe, nur die Schweine wechseln, egal welche Farbe sie haben.
    Wir brauchen mehr von diesen Menschen.
    Um unser brüllendes Schweigen zu überwinden.

  28. Lieber Michael,
    Du hast den vielen ungehörten Stimmen im Lande eine Sprache verliehen. Dennoch war Deine Rede zu brav. Die Damen und Herren haben sich ja köstlich über Deine Angriffe amüsiert. Eigentlich hätte ihnen das Gesicht einfrieren müssen. Die „Eliten“ haben nun in der ihr eigenen Weise zurück geschlagen.
    Wie lange wollen die Deutschen wohl noch diesen Dilettanten in Politik, Teilen von Bankensektor und Wirtschaft das Feld überlassen. Steht auf und jagt das korrupte Gesindel aus den Ämtern. Und Frau Knobloch? Wie lange will sie von uns noch verlangen, dass wir uns ducken? Wie lange sollen wir noch in Sack und Asche gehen? Es muss langsam ein Ende damit haben.

    RE TAB: Oh, einigen der Damen und Herren sind die Gesichter durchaus eingefroren. Man konnte es an den krampfig festgelächelten Backen sehen… 😉

  29. Klasse Seite ist das hier, Glückwunsch !
    Leider finde ich keine Adresse von michael Lerchenberg, ich habe ihm meine Botschaft daher – für alle offen – hier hinterlegt.

    Sehr geehrter Herr Lerchenberg,

    ich habe Ihre Rede am Nockherberg mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und darf von mir sicher sagen, dass ich ein gutes Sprachgefühl und einen wachen, kritischen Verstand habe.
    Es war eine sehr gute, kluge, kritische Rede, die den Zuständen in unserem Land absolut angemessen ist. Es waren nur wenige persönliche Angriffe enthalten.
    An keiner Stelle, weder in den Zeilen noch zwischen den Zeilen, war jedoch auch nur eine Spur Antisemitismus, eine Abschwächung des Leidens der Juden oder ein unangebrachter Vergleich zu finden. Sie haben einen überspitzten Ausblick gegeben, wie Sie die aktuelle Debatte um Sozialleistungen empfinden und an was es Sie das Denkschema erinnert. Das mag für den Gescholtenen ( FDP ) bitter und verletzend sein, eine Beleidigung von Juden ist es jedenfalls nicht. Wer 1 Milliarde Euro jährlich völlig ohne Rechtfertigung und Sinn an Hoteliers verschenkt, wer 5 Milliarden Euro an die Autoindustrie verschenkt (Abwrackprämie der SPD / CDU / CSU ) und dann um Pfennigbeträge bei Sozialleistungen hetzt, als würden diese Pfennige und nicht die tägliche Korruption der Deutschen Politiker das Land ruinieren, hat es auch nicht anders verdient. Von 5 Milliarden Abwrackprämie hätte man 50 Millionen Menschen 1 Jahr lang vor dem Hungertod retten können. Schade das Frau Knobloch und der Zentralrat der Juden nicht einmal soviel Sprachgefühl haben, wie eine Bleistiftmine von Lion Feuchtwanger…
    Schade auch, das Frau Knobloch und der Zentralrat der Juden Freiheit der Kunst nur solange verstehen, wie sie ihnen genehm ist und damit auch eine Geisteshaltung wiederholen die schon mal da war.

    Bleiben Sie, sehr geehrter Herr Lerchenberg, wie damals in der Löwengrube : aufrecht !

    Mit allerbesten Wünschen, Dr. Hans Doepner, München

  30. Der Skandal ist doch nicht, was Lerchenberg gesagt hat oder was Priol, Schramm und Richling auf die Bühne bringen, sondern dass unsere Politiker die Vorlagen dazu liefern.

    Den Herren Stoiber und Söder ist doch das Gesicht eingefroren während der Predigt, und mit Recht. Sie sollten sich in Grund und Boden schämen, und der Wähler gleich dazu, weil er diese Figuren gewählt hat.

    Lerchenberg billig loszuwerden war das Ziel der CSU. Jetzt hat Frau Knobloch die Drecksarbeit getan. Ich wette, dass der Zentralrat demnächst ein Zuckerl von der Staatsregierung kriegt.

  31. ich kannte die rede bis eben nicht, habe nur durch zufall und ausgerechnet vom Fakten-Designer Helmut Markwort davon erfahren. gut dass es das www gibt. ich amüsier mich bei der vorstellung, dass es verwerfungen in der parteienlandschaft geben wird ….
    mövenpick,paulaner, zentralrad werden parteien und erringen die weltherrschaft 2.0 …
    prosit!

  32. Tja, die Bilderberger und deren Ausführungsorgane machen langsam ernst. Die Republik fällt und die Autofahrer polieren ihre Autos weiter und diskutieren über die Reifengröße. Zudem ist der neueste Flat wichtiger als zu wissen, was wirklich abgeht.

    Lerchenberg ist und war genial. Unbeugsam und respektlos. Er will einfach kein Kellner für die selbsterwählten Köche sein. Er hat uns vorgemacht, wie wir mit diesen Hanswurschten umgehen sollten. Er hat sie ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit preisgegeben. Warum machen wir es nicht nach?
    Wir sollten endlich reagieren, einen ersten Vorschlag hätte ich dazu, leicht umzusetzten und mittelfristig sehr erfolgreich:
    TV weg, Zeitungen ebenso, es gibt im Internet genügend gute Informationen.

    Ebenso sollte man auf Flour verzichten, denn es mach geistig dumpf – eine mir bekannte medizinische Nebenwirkung. Das erklärt, warum so viele Menschen ruhig halten und sich mit dem Denken und Handeln schwer tun.
    Ansonsten schließe ich mich dem an was Almdudtler sagte: Es ist genug.
    —-
    RE TAB: Hatte bislang nichts über die „Bilderberger“ gewußt, und sie sind mir, nachdem ich ein bisschen darüber gelesen habe, höchst schnuppe. Viel Rauch um nichts. Ein besseres Kaffeekränzchen. Aber ungemein gut geeignet für Projektionen von zu Phantasiebegabten…

  33. wieso haben sie meine Einwaende gegen den Verband der Deutschen Juden geloescht?
    Das hat NICHTS mit Hetze zu tun. Ich dachte, die Zeiten Metternichs waeren vorbei…

    RE TAB: a.) Weil der Teil Ihres Kommentars dazu geeignet war, von einem Publikum Beifall zu finden, das ich hier nicht haben will. b.) weil ich mich nicht gegenüber Dritten rechtfertigen will, was für Kommentare ich hier freigebe.

  34. Danke für diese unzensierte Fassung!
    Schade um Herrn Lerchenberg. Man wird wieder einen abhehalferten Lederhosenactor hinstellen um die schmarotzenden Politiker zu besänftigen.

    Wirklich vorgeführt wurde hier doch der Wähler, der die Tragweite seines Kreuzchens doch garnicht kennt und hier dann alle gesammelten Details auf einmal verkraften darf.

    In Bayern wird also mal wieder zensiert und keiner merkt es.
    Da trink ich halt lieber wieder Oettinger!

  35. Wahrheit tut weh

    Herr Lerchenberg hat nicht nur den Finger auf die Wunden gelegt, sondern noch ein bisschen tiefer gebohrt und damit vielen Menschen unseres Landes aus der Seele gesprochen. Dass sich jetzt so viele Politiker betroffen zeigen, sollte eher ein Anlass zum Nachdenken sein, was besser gemacht werden sollte – und nicht einem Prediger den Mund zu verbieten, weil er sagt, was die Herrschaften da oben nicht hören wollen. Es gibt eben nicht allzu viele Themen, die Lob aus seinem (unserem) Mund verdient hätten. Diese Gelegenheit, einmal die Stimmung im Volk auszusprechen und anzuhören, wird nun auch noch abgewürgt. Aber wäre es nicht besser und weniger schmerzhaft, die Zeichen der Zeit jetzt zu erkennen und Korrekturen seitens der Politik rechtzeitig vorzunehmen, als bis zur nächsten Wahl zu warten? Die Stimme des Volkes sollte immer zählen, nicht nur zur Wahl – oder??

  36. Zensur von Staatsbeschäftigten hatten wir doch schon mal, oder irre ich da? Kommt jetzt als „Belohnung“ evtl. noch ein Auftrittsverbot hinterher?
    Auch das würde mich bei dieser Selbstherrlichkeit nicht verwundern.
    Oder, etwas um die Ecke gedacht, ist es Vergeltung für Christian Springers Schlussrede der Veranstaltung „Aschermittwoch der Kabarettisten“, die wenige Tage vorher ausgestrahlt wurde.

    Ich fürchte, dass kein renommierter Kabarettist mehr auf dem Nockherberg erscheinen wird und die Comedians kalauernd und schenkelklopfend ein neues Refugium gefunden haben. Bully Herbig wird dann noch einen Film drehen „Der Krug des Barnabas“ und das war´s dann mit der Kultur.

    Ach ja, Bayern gelten doch als ein gemeinhin eigenbrötlerisches und eigensinniges Volk. Wieso lassen die sich dann von Preussens an die Karre fahren??? Ha, die Hoffnung stirbt zuletzt – oder wie viel Duldungsstarre hat ein Volk?

  37. RE 2 TAB: Ich bitte einfach zu respektieren, dass mich das Thema Bilderberger nicht interessiert. Nichts für ungut, Dank & Gruss.

    Ich finde es schade und merkwürdig, dass der „Chef“ dieses Blogs keine Anhnung von den Bilderbergern und deren Wirken hat und dann noch hinzufügt, er halte dies alles für lächerlich!! Könnte es sein, dass er auch zur Gruppe gehört?

    RE TAB: Ok, zugegeben. Zu Henry darf ich „Henry“ sagen, aber er weiß nichts davon, dass ich Zbigniew wesentlich smarter finde als ihn. Das einzige, das mich daran stört: Ich muss zu Zbigniew nach all den Jahren immer noch „Sir“ sagen. Aber was tut man nicht alles, um dazu zu gehören.

  38. Was ist denn das für eine Verschiebung der Massstäbe, eine (zwar im ÖR-Fernsehen übertragene) Privatveranstaltung einer Brauerei zur (offenbar einzigen) Bühne für die Redefreiheit zu machen? Lerchenberg kann seine Hasstiraden an unzähligen Stellen frei vortragen. In diese Veranstaltung, die eben auch ein „gemütliches“ Element hat, passten sie definitiv nicht. Unabhängig von den umstrittenen Passagen war die ganze Rede humorlos; es gab auch fast keine Lacher aus dem Publikum, obwohl dort Poltitiker aller Couleur saßen. Einfach nur schlecht. Politische Thesen und Kritik kann man an anderer Stelle in dieser Schärfe vorbringen; bei der Starkbierprobe solle es auch unterhaltend sein; das war es nicht.

  39. Vorne weg: Zu den politischen Äußerungen des Herrn Lerchenberg möchte ich mich hier gar nicht erst äußern, da ich mich bisher weder groß mit politischen Einstellungen befasst habe, noch mich hier angesprochen fühle. Ein ganz anderes Thema liegt mir am Herzen: Herr Lerchenberg, wie bitteschön kommt man auf eine solch verabscheuungswürdige Idee, sich über Opfer sowie Helfer eines Amoklaufes lustig zu machen??? Ich selbst arbeite ehrenamtlich im Rettungsdienst und bin Schüler am betreffenden Gymnasium Carolinum. Ich selbst war an diesem Tag leider „live dabei“ und ich kann hier nur eines bekräftigen: Ohne das schnelle und absolut präzise Handeln der Polizei (vor allem der beiden Beamten, die zuerst vor Ort waren) hätte dieser Tag ein noch viel schlimmeres Ende genommen. Und sie sprechen von „langsamen 11 Minuten“ die die Polizei brauchte??? Wie lange würden sie brauchen um zu einem Einsatzort zu kommen, die Lage abzuklären, sich zu informieren was passiert ist, ob es mehrere Täter gab, wie viele Einheiten nachkommen müssen, wo genau sich der Täter aufhält, welche Art von Waffen er mit sich führt, dann in den dritten Stock zu gelangen und den Täter zu lokalisieren, obwohl sich dieser in einer Toilette versteckt hat und zu guter letzt diesen Täter zu stellen?? Wie hätten sie gehandelt?? Hätten sie auch ihr Leben aufs Spiel gesetzt??
    Ich finde ihre Äußerungen einfach nur lächerlich! Sehr geehrter Herr Lerchenberg, ich würde sie sehr gerne einmal persönlich kennen lernen, um ihnen ins Gesicht zu sagen, was für Abscheu ich für sie empfinde. Sie haben auf ohnehin schon verletzte und gedemütigte Seelen eingetreten…ich finde keine Worte mehr dafür.

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