Netanjahu jr.: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Wäre Ori Maimon, das Milliardärs-Söhnchen von Kobi Maimon, der ein Gas-Imperium sein eigen nennt, nicht so ein unglaublicher Geizhals, dann wäre diese weitere Episode aus der unendlichen Korruptions-Geschichte des Clans der Netanjahu nicht ans Licht der Welt gelangt.

Ori Maimon sollte Jair Netanjahu 400 Schekel leihen. Jair Netanjahu ist der Milch-Bubi – vulgo: Sohn – des amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Die beiden Rotzlöffel waren auf Vergnügungstour in Tel Aviv. Die 400 Schekel hat NetanjahuSohn wohl für eine Nutte benötigt. Überhaupt haben es die beiden Söhne anscheinend mit Damen aus dem käuflichen Gewerbe: Sie haben laut Berichten gegenseitig damit angegeben so-und-so viele Telefonnummern von Nutten auf dem Handy zu haben.

Nun war der kleine Netanjahu von einem Leibwächter begleitet worden, und man darf vermuten, dass der Leibwächter diese pikanten Details ausgeplaudert hat.

Das mit den Huren ist dabei nur ein Aufreger für Moralisten. Das mit dem 20-Milliarden-Deal ist etwas anderes.

Als Jairs Kumpel Ori die 400 Schekel nicht locker machen wollte, hat ihn Jair offenbar daran erinnert, dass sein Vater-der-Ministerpräsident einen 20 Milliarden Deal für die Maimons eingefädelt hat.

Wie viele Korruptionsvorwürfe stehen gegen den Netanjahu-Clan inzwischen im Raum? Man hat längst aufgehört zu zählen. Man wundert sich nur, wie sich jemand so lange im Amt halten kann.

Oder man wundert sich nicht, und erkennt an, dass einer wie Netanjahu lange vor House of Cards gelernt hat, wie weit man mit der Angst- und Terrorkeule kommen kann.

Netanjahu hat seit Beginn seiner politischen Karriere tatsächlich nichts weiter getan, als die Palästinenser als Wurzel allen Übels darzustellen. Das hat er perfektioniert, und er ist sichtlich weit damit gekommen.

Dazu passt das „schöne“ Bild in der Süddeutschen, auf dem man Netanjahu senior und junior vor der Klagemauer sieht. Beide artig mit Kippa auf dem Kopf. Selbstredend beherrscht der Alte die geforderte demütige Haltung (leicht gesenkter Kopf), während der Junge aufrecht dasteht und eine bubenhafte Rotzigkeit nicht unterdrücken kann.

Gläubige Juden tragen die Kippa aus Respekt und Demut vor Gott. Sie spüren die Größe Gottes über sich und tragen die Yarmulke als Zeichen der Unterwerfung unter ihn.

Ich würde das Kippa-tragen der Netanjahus als Gotteslästerung interpretieren. Aber als Nicht-Jude kenne ich mich darin zu wenig aus.

— Schlesinger

PS.: Der Vorgang stammt aus 2015, kam aber erst jetzt zum Vorschein.

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Kostprobe: Alnatura Hummus

Es gibt zwar in den Läden schon ein, zwei gute Hummus, aber wer weiß? Als Hummus-Fan stelle ich mir gerne vor, dass jenseits der hausgemachten Hummus irgendwo das perfekte Hummus auf mich wartet.

Als ich vor ein paar Tagen das Alnatura Hummus zum  ersten mal gesehen habe, hat mir das Etikett Lust aufs Probieren gemacht:

Alnatura Hummus

Die Lust ist leider schnell vergangen.

Der Geruch ist blaß, nichtssagend. Vom nussigen Tahin (die Sesampaste, die einen wesentlichen Teil des Hummus ausmacht) ist nichts zu spüren. Das liegt auch daran, dass wie so oft anstelle eines guten Olivenöls ein fades Sonnenblumenöl verwendet wird.

Es schmeckt wie es riecht. Falsch. Es schmeckt schlechter, weil die zugesetzten Verdickungsmittel Maisstärke und Johannisbrotmehl das Alnatura Hummus zu einer Art Spachtelmasse machen. Nach dem Öffnen ist die Masse noch konsistent, aber nach Kurzem wird sie grießig und wässrig. Offenbar zieht die Maisstärke Wasser…

Natürlich könnte man mit ein paar Tropfen Sesamöl, ein oder zwei Esslöffel guten Olivenöls nachhelfen, aber zum Nachbessern kaufe ich keinen Hummus. Was diesen Hummus gerade noch akzeptabel macht, ist der Verzicht auf die Ursünde anderer Hummus-Hersteller, die tatsächlich Branntweinessig verwenden.

Der akzeptable Preis von ~ 1,60 für die kleine Dose à 150g macht aus der freudlosen Angelegenheit ebenso wenig ein Genuß wie das Prädikat „bio“.

Gesamtnote: „ausreichend“

Fazit

Solange sich die Rezeptur nicht ändert: Hände weg. Es gibt wesentlich Besseres.

Ihre Meinung zu diesem Hummus?

— Schlesinger

Photo: Schlesinger

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Vereinte Nationen sind Handlanger der Hamas

Die Rechte blüht nicht nur in Europa und Amerika auf, sondern auch in Israel.

Eine der prominentesten rechten Figuren ist Caroline Glick von der Jerusalem Post.

Sie befürwortet nicht nur Trumps Anerkennung von Jerusalem als der Hauptstadt Israels, sondern auch dessen Drohung der UNWRA die bisherigen finanziellen Mittel zu entziehen. Die UNWRA ist die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen. Sie kümmert sich unter anderem um Schulen und ärztliche Versorgung für bedürftige Flüchtlinge. Im Gazastreifen besteht die Mehrheit der Palästinenser aus Flüchtlingen.

Glicks Logik lautet: Die im Gazastreifen regierende Hamas macht zu wenig für ihre Bevölkerung. Da die UNWRA einspringt, tut die UNWRA das „für“ die Hamas. Die Gleichung lautet demnach

UNWRA = Hilfsorganisation der Hamas.

Für Rechte ist Logik etwas sehr einfaches.

Brutal einfach.

— Schlesinger

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Israel - Zitat des Tages

 Während des Libanonkriegs konnte man hoffen, daß jene Blindheit, jener Machthunger und jene Selbstgerechtigkeit, die damals so offenkundig waren, sich lediglich als Begleiterscheinung des Krieges erweisen würden und daß ein Friedensschluß uns unsere Vernunft zurückgeben würde. Aber während des Libanonkriegs begriff ich schließlich, daß die Unvernunft tiefgehend und weitverbreitet war, daß sie wohl mehr war als nur eine Begleiterscheinung.

Amos Oz
(Israelischer Schriftsteller. Über den israelischen Krieg im Libanon, 1982, befohlen von Ministerpräsident Menachem Begin, geführt von Ex-General und Verteidungsminister Ariel Scharon.)

Presseschau Naher Osten (englisch)

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