Posts Tagged ‘Phosphorbomben’

Israels Ausweichmanöver bei Phosphorbomben

Wednesday, January 21st, 2009

Ärzte aus Gaza berichten von Verletzten mit furchtbaren Verbrennungen.

Menschenrechtler haben die Phosphor-Geschosse mit eigenen Augen gesehen.

Jetzt lässt Israel die Vorwürfe untersuchen.” berichtet die Netzzeitung, aber der Vorgang selbst ist gar nichts Neues.

Israel will offenbar eine Untersuchungskommission einsetzen.

Das ist ein allzu offenkundiges Ausweichmanöver.

Was soll untersucht werden?

Etwas, wovon die halbe Welt Augenzeuge war? Dass Phosphorbomben über dicht besiedeltem Gebiet zum Einsatz kamen?

Wie lange benötigt man für eine derartige Information, wenn man es nicht ohnehin am Bildschirm mitverfolgt hat?

Ein Gespräch zwischen Premier und Verteidigungsminister sollte genügen. Falls der es nicht weiß, fragt er seinen Stabschef. Falls der es nicht weiß – wäre das ein Grund für eine sofortige Entlassung.

Um die Frage zu beantworten: Eine Viertelstunde. Dann muss klar sein, was eingesetzt wurde und wie es eingesetzt wurde.

Es braucht keine Kommission.

Oder nur  dann, wenn man etwas auf die lange Bank schieben möchte.

Die Antwort hat Israel höchst wahrscheinlich schon vor kurzem gegeben. Mit der sogenannten

Dahiyeh Doctrine

Es ist die israelische Variante von “shock and awe”.

General Eisenkot, der Oberkommandierende des Nordabschnitts, meinte unlängst, man werde jeden Gegner mit “unproportionaler Härte” bekämpfen.

Das in der Praxis zu erklären bedarf keiner Kommission. Das versteht selbst der Laie.

– MK

Wiederholte Anfrage bei der israelischen Botschaft, von heute:

Sehr geehrter Herr Botschafter Zeev,

leider haben wir bislang keine Antwort auf unsere Anfrage vom 05. Januar 2009 erhalten.

Wie man erfährt, möchte Israel eine Untersuchungskommission einsetzen, um zu klären, ob / wie es zum Einsatz von Weissem Phosphor in dicht besiedeltem Gebiet im Gazastreifen gekommen ist.

Mit allem Respekt möchten wir anmerken, dass die Einsetzung einer Kommission zu diesem Zweck eher dazu geeignet ist, den Eindruck einer Verschleierung zu erwecken, als zur Aufklärung beizutragen.

Über eine Antwort wären unsere Leser und wir Ihnen sehr dankbar.

[Grußformel]

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Anfragen an israelische, ägyptische und US Botschaften

Monday, January 5th, 2009

Die britische TIMES titelt heute “Israel lässt Weissen Phosphor auf Gaza regnen”:

Israel rains fire on Gaza with phosphorus shells

Auch auf deren Bildmaterial ist zu erkennen, dass das Phosphor auf bewohntem Gebiet abgeworfen wird.

—-

Der T.A.B. hat heute folgende Anfragen an die Israelische, Ägyptische, die Amerikanische Botschaft und den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses gerichtet, um nähere Informationen zum mutmaßlichen Einsatz von Phosphorbomben, der humanitären Lage sowie zur nicht freien Berichterstattung in Gaza zu erlangen:

ISRAEL

Sehr geehrter Herr Botschafter Zeev,

Auf öffentlich zugänglichem Bildmaterial sind Bombardierungen seitens der IAF zu sehen, die den Einsatz von Streubomben sehr nahelegen: (Link)

Für eine kurze Stellungnahme wären unsere Leser und wir Ihnen sehr dankbar.

[Grußformel]

Die Botschaft hat kurzfristig reagiert und auf eine Rückfrage ihrerseits in Israel verwiesen.

Unsere Antwort, als Ergänzung zur ursprünglichen Anfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

haben Sie vielen Dank für Ihre vorläufige Antwort.

Ich möchte meine Anfrage ergänzen, da neue Medieninformationen vorliegen, wonach es sich nicht um Streu-, sondern Phosphorbomben handeln dürfte. (Link)

Ein flächendeckender Einsatz dieser Waffe – zumal in bewohntem Gebiet, so wie auf dem ursprünglich vorgelegten Bild zu sehen -  (Link), wäre durch die Genfer Konvention nicht abgedeckt.

[Grußformel]

ÄGYPTEN

Sehr geehrter Herr Botschafter,

Aus den Medien entnehmen wir mit Verwunderung, dass der Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen trotz der sich zuspitzenden humanitären Lage in Gaza bislang weitgehend geschlossen blieb.

( Vergleiche Süddeutsche Zeitung von heute, Artikel “Grenzen der Humanität”).

Sind diese Angaben zutreffend, dass man palästinensischen Zivilisten die Flucht nach Ägypten verweigert?

Ist es zutreffend, dass außer kleineren Medikamentenlieferungen keine Hilfsgüter wie Nahrung und andere Grundgüter des täglichen Bedarfs nach Gaza gelassen werden?

Ist hierfür eine offizielle Begründung erhältlich?

Falls oben genannte Sachverhalte zutreffend sind: Beruhen sie einzig und allein auf Entscheidungen Ihres Landes oder beruhen sie auch auf Wünschen seitens den USA und / oder Israels?

[ Grußformel ]

USA

Sehr geehrter Herr Botschafter Timken,

Besorgt und zugleich verwundert nimmt man hierzulande zur Kenntnis, dass Ägypten seinen Grenzübergang zu Gaza so gut wie hermetisch abgeriegelt hält. Soweit man den Medienberichten entnehmen kann, gelangen nur kleinere Mengen Medikamente in den Gazastreifen und nur wenige Schwerverwundete hinaus.

Gibt es seitens der Vereinigten Staaten ein Einwirken auf Kairo, die Grenze aus bestimmten Gründen geschlossen zu halten oder, im anderen Fall, den geäußerten Wunsch, sie zu humanitären Zwecken weiter zu öffnen?

Gibt es ein Einwirken seitens der Vereinigten Staaten auf Jerusalem, eine westlichen Gepflogenheiten entsprechende freie Berichterstattung in Gaza zuzulassen, nachdem sich die israelische Armee nach wie vor dem entsprechenden Beschluss des Obersten Gerichtshofs widersetzt?

Gerne würden unsere Leser und würden wir die offizielle  Position der USA erfahren.

[ Grußformel]

Bundestag

Anfrage an den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Polenz,

Besorgt und zugleich verwundert nimmt man hierzulande zur Kenntnis, dass Ägypten seinen Grenzübergang zu Gaza so gut wie hermetisch abgeriegelt hält. Soweit man den Medienberichten entnehmen kann, gelangen nur kleinere Mengen Medikamente in den Gazastreifen und nur wenige Schwerverwundete hinaus.

Gibt es seitens Deutschlands ein Einwirken auf Kairo, die Grenze für humanitäre Zwecke weiter zu öffnen?

Gibt es ein Einwirken Deutschlands auf Jerusalem, eine westlichen Gepflogenheiten entsprechende freie Berichterstattung in Gaza zuzulassen, nachdem sich die israelische Armee nach wie vor dem entsprechenden Beschluss des Obersten Gerichtshofs widersetzt?

Gerne würden unsere Leser und würden wir die offizielle Position Deutschlands hierzu erfahren.

[ Grußformel ]

Ergänzung

Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes wurde heute, am 05.01., folgende begrüssenswerte Aktualisierung vorgenommen. Als Voraussetzung für einen Waffenstillstand wird eine Durchlässigkeit der Grenze zu Ägypten angesehen:

Andererseits soll die Grenze Gazas, insbesondere zu Ägypten, wieder durchlässiger werden.

Der Nahost-Beauftragte des Auswärtigen Amts, Andreas Michaelis, wurde von Steinmeier in die Region entsandt. Er soll dort mit den Partnern Möglichkeiten für einen Waffenstillstand auszuloten.

– MK

(Logo: Webseite Botschaft Israels)

(Logo: Webseite Botschaft Ägypten)

(Logo / Photo: Webseite US Botschaft)
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Israelische Armee kämpft in Gaza-Stadt

Sunday, January 4th, 2009

Humanitäre Lage katastrophal

Mit jedem Tag verschlimmert sich die Lage der Zivilbevölkerung. Die israelische Armee hat den Gazastreifen zerteilt und verhindert jede Bewegung von Nord nach Süd.

Mit anderen Worten: Die Bewohner von Gaza sind eingeschlossen und dem Beschuss wehrlos ausgesetzt. Mit Hinweisen auf die Verfolgung der Hamaskämpfer oder einem Unterbinden von deren Flucht lässt sich das nicht mehr rechtfertigen.

Dazu morgen mehr.

Kampfmotivation à la Hamas

Unten haben wir über die unpassenden romantischen Bilder der New York Times berichtet. Auf Youtube stößt man auf Videos der Hamas, die offenbar die Kampfbereitschaft ihrer Soldaten fördern sollen. Anschauen und auf sich wirken lassen. Das Beispiel ist wirklich harmlos.

B3-Berichterstattung

So kann (muss aber nicht immer) Information à la öffentlich-rechtlichem Fernsehen aussehen. Auf Bayern 3 war soeben (21.15) der Moderator mit dem Korrespondenten vor Ort verbunden, um die Frage zu stellen, welche Gefahren der israelischen Armee drohten, nachdem sie nun einmarschiert sei. Die Frage verblüffte mich so sehr, dass ich glatt die Antwort verpasste. Als nächstes wurde gefragt, wie lange der Krieg noch dauern würde. Als Antwort auf diese nicht minder seltsame Frage bekam man zu hören, dass man in Israel keine langen Kriege möge. Dazu kamen oberflächliche Hinweise auf den Sechtagekrieg. Sodann die Frage nach den Zielen Israels. Antwort: Eins jedenfalls nicht: Die Hamas entmachten. Große Verwirrung beim Zuschauer. Jedenfalls bei dem, der vor meinem Fernseher saß. Schließlich die Frage, welche Auswirkungen das alles auf die anstehenden israelischen Wahlen im Februar haben könnte. Worauf die einzig substantielle, wenngleich hinlänglich bekannte Information kam: Ehud Baraks Arbeiterpartei hätte in Umfragen stark hinzugewonnen, und er habe gar Aussicht, das Ministerpräsidentenamt erreichen zu können.

Das Interview erinnerte mich an die kolossale Fehlleistung des braven Ulrich Wickert, der als Nachrichtensprecher auf Sendung sozusagen mitten in den Anschlag von 9/11 geriet und via Telefon eine Augenzeugin aus der Umgebung der Türme nach langem Überlegen tatsächlich als erstes fragte “War es laut?”

Kann Hamas abgeschreckt werden?

Niemand wird ernstlich annehmen, dass man die Hamas vollständig ausschalten kann. Damit bleibt die Frage nach der “Langzeitwirkung” der israelischen Strafaktion -- man kann es so nennen: Strafaktion.

Der US Blogger Noah Pollack vom Commentary Magazine sieht drei Hauptziele Israels: Die Hamas lokal von der Grenze wegzuhalten, so dass keine Attacken mehr möglich sind; führende Mitglieder der Organisation zu eliminieren und die Hamas von künftigen Angriffen abzuschrecken. Pollack scheint von der Möglichkeit auszugehen, letzteres sei möglich:

Nobody knows at this moment whether Hamas is deterrable [abschreckbar].

Die Erreichbarkeit der genannten Ziele scheint mir in allen drei Punkten zweifelhaft. Ein künftiger Beschuss könnte nur unterbunden werden, wenn es 1. einen selbstauferlegten Gewaltverzicht gäbe (kaum), 2. keine Kämpfer gäbe, die die Raketen abfeuern könnten (kaum) oder 3. keine Raketen mehr gäbe (kaum).

Was die Abschreckung anbelangt, darf man einen biblischen Spruch im Negativen anwenden: Deren Reich ist nicht von dieser Welt. Sie sagen es nicht nur, sondern agieren auch so.

Als Bekräftigung dieser Meinung mag der Artikel des Jerusalem-Post Bloggers Amir Mizroch über den vor wenigen Tagen von der IDF liquidierten unerbittlichen Hamas-Führer Nizar Rayyan gelten (Zitat: “We will never recognize Israel. There is nothing called Israel, neither in reality nor in the imagination.”) Mag sich Ismael Hanija bisweilen gemäßigt geben, seine militärischen Kader sind es nicht. Rayyan hat seinen eigenen Sohn als Selbstmordattentäter losgeschickt. Das kann man nur als Entschlossenheit in höchstem Maß bezeichnen -- so oder so.

Eine nicht genannte Variante könnte erfolgreich sein. Die Hamas soweit dezimieren, um an ihrer Stelle eine hoffentlich effizientere Fatah wieder einsetzen zu können.

Und mögen sich Jerusalem und Washington dann weiser zeigen, Abbas nicht mehr nach Kräften schwächen, wie sich es nach dem Tod Arafats mit großer Energie und zum Gefallen der Hamas taten.

Setzt Israel Streubomben ein?

Im Mai 2008 haben sich in Dublin 100 Nationen auf die Ächtung von Streubomben geeinigt. Bei den Verhandlungen waren die größten Produzenten USA, Rußland, aber auch Israel, China und Indien nicht dabei und haben nicht unterzeichnet.

Israel wurde für den Einsatz dieser Munition im Libanonkrieg 2006 heftig kritisiert.

Nun sieht es ganz danach aus, als würde die flächendeckend zerstörende Munition wieder zum Einsatz kommen. Charakteristisch ist die Zerlegung des Hauptwaffenträgers auf halbem Weg (siehe Bild rechts oben), um sich dann in zahlreiche einzelne, nicht mehr präzise treffende Kleinstgeschosse aufzuteilen.

Nachtrag oder Korrektur: Möglicherweise handelt es sich bei dem abgebildeten Munitionstyp nicht um Streu- sondern um prinzipiell ebenfalls geächtete Phosphorbomben (Brandbomben), wie die Basler Zeitung berichtet:

“Weisser Phosphor ist hochentzündlich und brennt, sobald die Substanz mit Sauerstoff zusammenkommt. Laut Genfer Abkommen dürfen Phosphor-Bomben als Nebelgranaten verwendet werden. Bei Menschen kann dies zu schwersten Verbrennungen führen. [...]

Jetzt werden die Granaten auch von den Israeli im Gaza-Streifen – einem der dichtest besiedelten Gebiete der Erde – verwendet, schreiben verschiedenste Medien. Und zwar als Nebelgranaten als Teil einer Verschleierungstaktik, um ihre Angriffe zu vernebeln.

Offiziell verneint die Armee laut der «Times» den Einsatz dieser Bomben. Und lässt durch einen Sprecher mitteilen: «Israel verwendet nur Munition, die durch internationales Recht zugelassen sind.»”

Der Papst schweigt -- wie immer

“Die Stimme des Papstes und der Weltkirche” -- so der Untertitel von Radio Vatikan -- hat zum Krieg in Nahost tatsächlich gar nichts zu sagen.

Papst-Sprecher Federico Lombardi erklärt zur Finanzkrise:

„Dem Papst geht es jetzt um ein neues Entwicklungsmodell – es wird, wie er am 1. Januar gesagt hat, nicht nur wegen der Finanzkrise nötig, sondern auch wegen des ökologischen Zustands des Planeten und wegen einer umfassenden kulturell-moralischen Krise.

Das ist doch eine starke Botschaft für das neue Jahr! Da wird der Spieß umgedreht – statt Zukunftsangst das Engagement für den Bau einer besseren Zukunft!“

Ist das nicht STARK? Wie sich der Stellvertreter des Herrn mit lässiger Jugendlichen-Sprache optimistisch wiedergeben lässt? Bemerkenswert nur, dass die Kirche der Krise ebenso ratlos hinterhertrottet wie jeder x-beliebige andere Akteur auf Erden. Aber das ist ein anderes Thema.

Sodann geht es um die Revolutionsfeiern auf Kuba, um die Aussendung der Sternsinger, dass die Kirche von Galilei gelernt habe, das Jahr der Heiligen Bernadette komme -- nachdem das Jubeljahr von Lourdes vorbei sei! -, und, hört, Menschen in Gaza sich wegen der “Fliegerangriffe nicht aus dem Haus” trauten. Ist das nicht furchtbar?

Papst Benedikt ist wie Angela Merkel: Opportunistisch. Hat Fr. Merkel je etwas gesagt zur Okkupation der Westbank? Oder eine frühere Regierung? Bitte senden Sie mir Hinweise.

Nachtrag: Tatsächlich hat der Papst sich vor 1 Stunde geäußert. Mit einer Anmerkung aus der Konservendose, brav für Omilein verpackt: Bitten wir also, dass das Kind in der Krippe die Autoritäten und Verantwortlichen beider Seiten, der israelischen wie der palästinensischen, zu sofortigem Handeln anregt, um der aktuellen tragischen Lage ein Ende zu setzen.

So hat man auch in Kriegszeiten noch etwas zu Lachen, wenngleich es höhnisch ausfallen muss angesichts solcher Reden.

NEW YORK TIMES schweigt

“After more than eight days of Israeli bombing and Hamas rocket launching in Gaza, most notably, The New York Times had produced exactly one editorial, not a single commentary by any of its columnists, and only one op-ed”, legt Greg Mitchell von der Huffington Post dar. Und tatsächlich hält sich die bedeutendste Zeitung der Welt in beschämendem Maße zurück, was die Berichterstattung anbelangt. Auch heute, in ihrem jüngsten Bericht, wird der merkwürdig neutrale, beinahe desinteressiert wirkende Beitrag eingeleitet von einem idyllisch anmutenden Photo, auf dem israelische Soldaten bei romantisch warmem Licht im Sonnenunterang Zünder in Artilleriegranaten schrauben. Hier zu sehen.

Wieso zeigt die New York Times nicht dieses hier:

Oder dieses:

Weil man sich nach acht Jahren Bush zu sehr an weichgespülte Berichterstattung aus dem Krieg gewöhnt hat?

Wieso zeigen die Süddeutsche, der Spiegel, die FAZ, die ZEIT, ARD, ZDF nicht solche Bilder?

Weil unsere Medien uns eine obszöne, vorgegaukelte, ästhetische, pornografierte Hollywood-Massaker-Wahrheit jederzeit zumuten, aber die wirkliche Wirklichkeit doch lieber in Watte verpacken.

Man könnte vor lauter Ekel den nächsten Artikel nicht mehr lesen, den nächsten Beitrag nicht mehr sehen wollen. Das könnte die Auflage, die Einschaltquote beeinträchtigen! Nicht wahr?

Zehntausende Reservisten werden eingezogen

Wie das israelische Zweite Fernsehen mitteilte, werden aktuell zehntausende Reservisten einberufen.

In der Nacht flog die Luftwaffe zahlreiche Angriffe, um das Vordringen der Armee zu erleichtern.

Offenbar befinden sich Panzer bereits in Gaza-Stadt im direkten Gefecht mit der Hamas.

Die Luftwaffe hat Tausende von Flugblättern über Gaza abgeworfen und die Bevölkerung aufgefordert, in Kellern Schutz zu suchen oder die Stadt zu verlassen und der Hamas keine Unterstützung zu gewähren.

Keine Kriegsberichterstattung

Trotz massiver Proteste und einem Gerichtsbeschluss des Obersten israelischen Gerichtshofs lässt das israelische Militär keine Journalisten in den Gazastreifen.

Versehentliche Tötung von Metallarbeitern

Dass es so etwas wie “chirurgische Eingriffe” trotz High-Tech-Waffen nicht geben kann, zeigt die Tötung von mehreren Palästinensern, die ihren LKW mit Gasflaschen aus der Schweisserei beladen wollten. Die Armee beobachtete diesen Vorgang mittels einer Beobachtungsdrohne und kam irrtümlich zu der Interpretation, es handle sich um die Verladung von Raketen. Eine präzise ins Ziel gelenkte Rakete tötete mehrere Zivilisten:

-- MK / Bigdaddy

Beginn dieses Blogs unter: Krieg in Gaza.
(Photo Streubombe: Huffington

Post)

(Photo: 2x Amir

Ebrahimi)

(Photo: 2. Israelisches Fernsehen)
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