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Der letzte Berliner – Nachruf auf Yoram Kaniuk

Kaniuk war ein Wanderer zwischen den jüdisch-deutschen Welten. Einer, der auf seiner Wanderschaft den Blick zurück nicht gescheut hat. Auch den schmerzhaften nicht. Das ist im Grunde sein Thema als Schriftsteller, und vielleicht das Thema seines Lebens: Ich fühle mich

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Veröffentlicht unter Drittes Reich, Holocaust, Irak, Irakkrieg, Israel, Palästinenser, Zionismus

Israel - Zitat des Tages

 Was muß darum der Judenmord für Eichmann bedeuten? Gekuppelt an die Macht, den Status, die Uniform, das Auto mit Chauffeur, die Mätressen, den Schnaps, die Feste, und natürlich, auch gekuppelt an die schönen Dinge, die er sah, Städte, Budapest, Musik, die er hörte, seine Kinder - natürlich steigen ihm Tränen der Rührung und des Heimwehs in die Augen, wenn er an die Tage der Gaskeller zurück denkt. Wie konnte jemand annehmen, daß er Entsetzen oder Reue beim Anhören der Zeugen zeigen würde: das war die gute alte Zeit.

Harry Mulisch
(Beobachter des Eichmann-Prozesses in Jerusalem, 1961/62. Zur Psychologie des NS-Massenmörders Adolf Eichmann)

Presseschau Naher Osten (englisch)

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