Wahlen in Israel, Deutschland: Sieg der Einschüchterung

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Nachden sich die Links-Mitte Opposition in Israel selbst zerlegt hat kann es kaum noch einen Zweifel geben, dass der amtierende Ministerpräsident Netanjahu der kommende Ministerpräsident sein wird.

Nachdem sich der Kandidat der SPD Peer Steinbrück trotz aller Rhetorikkünste täppisch selbst fortgesetzt demontiert, kann es keinen Zweifel geben, dass uns Frau Merkel als Kanzlerin erhalten bleibt.

Wie in Deutschland triumphiert auch in Israel das Mittelmaß der Führung. Schlimmer.

Beide Länder werden – mit je unterschiedlichen Hintergründen – gelenkt und geleitet durch das Schüren von Angst und dem Beschwören scheinbar unausweichlicher Handlungszwänge.

Angst und unausweichliche Handlungszwänge gehen dabei Hand in Hand.

Merkel & Co. beschwören den drohenden Zerfall des Euro und damit Europas. Gegenmittel: Beruhigung der Märkte.

Netanjahu & Co. beschwören die iranische Gefahr ebenso wie die Gefahr der Hamas. Gegenmittel: Präventivschlag oder zumindest die Androhung desselben.

Hüben wie drüben ist im Grunde egal, wie sehr der soziale Kitt aus allen Fugen des Hauses “Gesellschaft” bröselt.

Und für Merkel & Netanjahu gilt wohl gleichermaßen, was der ehemalige Geheimdienstchef Yuval Diskin aktuell über seinen Ministerpräsidenten geschrieben hat:

Netanjahu ist unsicher, wankelmütig und scheut die Verantwortung.

Wir haben eine Führungskrise.

Eine Krise der Werte.

Und eine vollständige Verachtung für das Volk.

Vielleicht meinen die leute ich übertreibe.

Aber ich sage Euch: Aus der Nähe ist es nur noch schlimmer.

Vielleicht stehen sich die beiden Regierenden deshalb so nahe.

Man anerkennt den Gleichen.

– Schlesinger

 

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Israel - Zitat des Tages

 US-Präsident Obama sind die materiellen und die innenpolitisch-psychologischen Begrenzungen bewusst. Zugleich droht ihm die Zeit davonzulaufen. Deshalb hat er vorbeugend für den Sommer und Herbst des Jahres 2011 den »Beginn« des Truppenabzugs angekündigt. Strategisch ist diese Ankündigung riskant; denn die Kriegsgegner können warten, und ihre Zahl wird ständig größer.

Helmut Schmidt
(Bundeskanzler von 1974-82. Über die wenig hoffnungsvolle Lage in Afghanistan.)

Presseschau Naher Osten (englisch)

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