66% Israelis: Nein zu palästinensischem Staat in der Westbank

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Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage sind ernüchternd.

Die große israelisches Tageszeitung Maariv fragte, ob man die Gründung eines demilitarisierten palästinensischen Staates unterstützen würde.

Genau zwei Drittel der Befragten haben das verneint.

Ausdrücklich befürwortet haben diese Option spärliche 11 Prozent.

Niemand gegen Siedlung

Irritierend hoch ist die Zustimmung zur Besiedlung des international zuletzt sehr umstrittenen Gebietes “E1 zwischen Jerusalem und Maale Adumim.

9 Prozent haben sich gegen die Besiedlung ausgesprochen. 40 Prozent waren unentschieden, und 51 explizit dafür.

Wird dieses Gebiet zwischen Jerusalem und Jordanien weiter von jüdischen Gemeinden besiedelt, zerschneidet es die Westbank vollends in zwei Teile.

Vielleicht kommt es darauf längst nicht mehr an, da der Flickenteppich namens Westbank ohnehin kaum mehr in einen ordnungsgemäßen, autonomen, normal funktionierenden palästinensichen Staat umgebildet werden kann.

– Schlesinger

Photo: Gilabrand (Wikimedia CC Lizenz)

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Israel - Zitat des Tages

 Was muß darum der Judenmord für Eichmann bedeuten? Gekuppelt an die Macht, den Status, die Uniform, das Auto mit Chauffeur, die Mätressen, den Schnaps, die Feste, und natürlich, auch gekuppelt an die schönen Dinge, die er sah, Städte, Budapest, Musik, die er hörte, seine Kinder - natürlich steigen ihm Tränen der Rührung und des Heimwehs in die Augen, wenn er an die Tage der Gaskeller zurück denkt. Wie konnte jemand annehmen, daß er Entsetzen oder Reue beim Anhören der Zeugen zeigen würde: das war die gute alte Zeit.

Harry Mulisch
(Beobachter des Eichmann-Prozesses in Jerusalem, 1961/62. Zur Psychologie des NS-Massenmörders Adolf Eichmann)

Presseschau Naher Osten (englisch)

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