Europäer wütend über Israels neues Siedlungsprogramm

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Einen Tag nach der Aufwertung der Palästinenser in den Vereinten Nationen setzte es eine Ohrfeige: Tausende neue Siedlungen wurden genehmigt.

Diesmal scheint das Murmeltier nicht täglich zu grüßen und danach zu verschwinden.

Die Europäer sind regelrecht wütend über den provozierenden Schritt Jerusalems.

Die HAARETZ schreibt:

Diplomatic crisis worsening

Europe condemns Israel settlement plans;
some ambassadors summoned;
Britain, Sweden, France call Israeli ambassadors in for censure;
Germany and Sweden urge Israel to refrain from construction;

senior European diplomat: This time it won’t just be condemnation, there will be real action taken against Israel.

Premierminister Netanjahu gibt sich vorläufig gelassen:

We will carry on building in Jerusalem and in all the places that are on the map of Israel’s strategic interests

Zudem hat Israels Finanzminister Juval Steinitz gestern angekündigt die für den laufenden Monat anstehende Steuerrückerstattung an die palästinensische Autonomiebehörde auszusetzen.

Es darf gewettet werden. Ich meine Netanjahu kommt auch dieses mal ohne Blessuren davon.

– Schlesinger

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Veröffentlicht unter Israel, Jerusalem, Naher und Mittlerer Osten, Netanjahu, Palästina, Palästinenser, Siedlungen

Israel - Zitat des Tages

 ... dieser Beschluss ist eine würdelose Kapitulation vor dreisten arabischen Drohungen [und] das demütigste und empörendste politische Vorkommnis [...] seit dem Verrat, den 1938 die Demokratie an der Tschechoslowakei verübte. [...] Der kleine jüdische Staat in Palästina wäre eine Demokratie arbeitsamer und kulturwilliger Menschen gewesen, der die ganze natürliche Sympathie eines Landes von den Traditionen Amerikas gehören sollte. Warum sind wir verdammt, überall in der Welt das Schlechte, Retrograde, Faule, den Völkern verhaßte - in diesem Fall den Feudalismus der arabischen Ölmagnaten - zu stützen und die Demokratie zu ruinieren, indem wir vorgeben, sie zu verteidigen?

Thomas Mann
(Schriftsteller, Literatur-Nobelpreisträger 1929. Angesichts des drohenden Politikwechsels in Washington, nun doch nicht für die Gründung eines jüdischen Staats eintreten. Präsident Roosevelt hatte dies in einem Brief vom April 1945 an den saudischen König Saud angekündigt.)

Presseschau Naher Osten (englisch)

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