Einseitig positive Darstellung Israels in englischen Medien

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Kürzlich habe ich die britische Presse gelobt, im Vergleich zu deutschen Medien wesentlich freier und kritischer über die gefährliche Rede von Israels Premier Netanjahu vor dem US Kongress berichtet zu haben.

Dennoch sind allem Anschein nach auch die englischen Medien alles andere als frei, um über Vorgänge rund um Israel so offen schreiben zu können, wie sie möchten.

Das zeigt eine groß angelegte Studie der Universtität von Glasgow.

Gegenüber den Forschern gaben die 800 befragten Journalisten an, die Studie solle die Mißstände durchaus ansprechen, denn als einzelner Journalist könne man sich das nicht trauen.

Sobald allzu kritische Berichte oder einzelne Formulierungen verfasst werden, so wird beklagt, kommen “hochrangige” Anrufe, sei es von der israelischen Botschaft oder aus anderen Kreisen.

Offenbar steht ausgerechnet die altehrwürdige BBC unter Druck, über Israel gefällig zu berichten:

The propaganda battle over the Israeli-Palestinian conflict has reached a new level of intensity.

In 2004 the Glasgow University Media Group published a major study on TV coverage of the Second Intifada and its impact on public understanding.

We analysed about 200 programmes and questioned more than 800 people.

Our conclusion: reporting was dominated by Israeli accounts [dominiert durch die israelische Sichtweise].

Since then we have been contacted by many journalists, especially from the BBC, and told of the intense pressures they are under that limit criticism of Israel.

They [die Journalisten, Anm.] asked us to raise the issue in public because they can’t.

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf dem GUARDIAN.

Sehr aufschlußreich der Beitrag von Richard Silverstein zum Thema israelische Propaganda (“Hasbara”).

– Schlesinger

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Veröffentlicht unter Israel, Medien, Naher und Mittlerer Osten, Netanjahu, Palästina, Palästinenser, Presse

Israel - Zitat des Tages

 Niemand sollte die Geduld der Türkei auf die Probe stellen. So wertvoll unsere Freundschaft ist, so erbarmungsloser ist auch unsere Feindschaft. Allein die Freundschaft der Türkei zu verlieren, ist bereits ein großer Schlag. Wir waren stets Freunde Israels und der Juden. Die Israelis, welche diese Tat verurteilen, wissen was für ein großer Fehler es war. Sie verstehen sehr wohl, dass dies ein schwerer Angriff auf unsere Freundschaft war. Es geht darum, dass die vorhandene Regierung Recht und Gesetze nicht achten, Gewalt ausüben und Blut vergießen und den Frieden bedrohen. Heute ist ein neuer Tag, eine neue Zeitwende. Es ist offensichtlich, dass nichts so werden wird, wie es einmal war.

Recep Tayyip Erdogan
(Premierminister der Türkei (seit 2003). Zur gewaltsamen Aufbringung der Gaza-Hilfsflotte durch eine israelische Kommandoeinheit am 31.05.2010, die mehrere Tote und zahlreiche Verletzte mit sich gebracht hat.)

Presseschau Naher Osten (englisch)

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