Zitat des Tages:

  ... dieser Beschluss ist eine würdelose Kapitulation vor dreisten arabischen Drohungen [und] das demütigste und empörendste politische Vorkommnis [...] seit dem Verrat, den 1938 die Demokratie an der Tschechoslowakei verübte. [...] Der kleine jüdische Staat in Palästina wäre eine Demokratie arbeitsamer und kulturwilliger Menschen gewesen, der die ganze natürliche Sympathie eines Landes von den Traditionen Amerikas gehören sollte. Warum sind wir verdammt, überall in der Welt das Schlechte, Retrograde, Faule, den Völkern verhaßte - in diesem Fall den Feudalismus der arabischen Ölmagnaten - zu stützen und die Demokratie zu ruinieren, indem wir vorgeben, sie zu verteidigen?

Thomas Mann
(Schriftsteller, Literatur-Nobelpreisträger 1929. Angesichts des drohenden Politikwechsels in Washington, nun doch nicht für die Gründung eines jüdischen Staats eintreten. Präsident Roosevelt hatte dies in einem Brief vom April 1945 an den saudischen König Saud angekündigt.)

 

Einseitig positive Darstellung Israels in englischen Medien

Kürzlich habe ich die britische Presse gelobt, im Vergleich zu deutschen Medien wesentlich freier und kritischer über die gefährliche Rede von Israels Premier Netanjahu vor dem US Kongress berichtet zu haben.

Dennoch sind allem Anschein nach auch die englischen Medien alles andere als frei, um über Vorgänge rund um Israel so offen schreiben zu können, wie sie möchten.

Das zeigt eine groß angelegte Studie der Universtität von Glasgow.

Gegenüber den Forschern gaben die 800 befragten Journalisten an, die Studie solle die Mißstände durchaus ansprechen, denn als einzelner Journalist könne man sich das nicht trauen.

Sobald allzu kritische Berichte oder einzelne Formulierungen verfasst werden, so wird beklagt, kommen “hochrangige” Anrufe, sei es von der israelischen Botschaft oder aus anderen Kreisen.

Offenbar steht ausgerechnet die altehrwürdige BBC unter Druck, über Israel gefällig zu berichten:

The propaganda battle over the Israeli-Palestinian conflict has reached a new level of intensity.

In 2004 the Glasgow University Media Group published a major study on TV coverage of the Second Intifada and its impact on public understanding.

We analysed about 200 programmes and questioned more than 800 people.

Our conclusion: reporting was dominated by Israeli accounts [dominiert durch die israelische Sichtweise].

Since then we have been contacted by many journalists, especially from the BBC, and told of the intense pressures they are under that limit criticism of Israel.

They [die Journalisten, Anm.] asked us to raise the issue in public because they can’t.

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf dem GUARDIAN.

Sehr aufschlußreich der Beitrag von Richard Silverstein zum Thema israelische Propaganda (“Hasbara”).

– Schlesinger

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