Zitat des Tages:

"Das ist eine abscheuliche Anklage, die einen widerlichen Rassismus verrät. Sie lässt glauben, dass es arabische Eltern gleichgültig lässt, wenn ihre Kinder sterben. Im Kampf, der von unseren Untergrundorganisationen vor 1948 und von unserer Armee während des Unabhängigkeitskrieges, ausgetragen wurde, spielten Jungen und Mädchen eine wichtige Rolle. Das Waffentraining der palästinensischen Jungen heute ist nichts anderes als das unserer Gadna-Jugend-Bataillons. Der Junge, der 1948 im Kibbuz Degania einen syrischen Tanker zerstörte, ist ein Nationalheld geworden. Wenn ein Volk um seine nackte Existenz und Freiheit kämpft, geht es nicht anders, als dass die Jugend mit daran teilnimmt. (Ich trat der Irgun, die von den Briten als terroristische Organisation definiert wurde, im Alter von 14 ½ Jahren bei. Mit 15 trug ich Pistolen). Übrigens, Johanna von Orleans war 16 Jahre alt, als sie die französische Armee in die Schlacht führte."

Uri Avneri
(10 Jahre Abgeordneter der Knesset, Friedensaktivist, Autor. Zur israelischen Unterstellung, die Araber würden ihre Kinder gegen israelische Soldaten einsetzen, damit sie getötet werden können, um Bilder für die Weltmedien zu produzieren.“)

Finanzkrise: Papst redet zynisch über Betroffene

“Wer das Haus seines eigenen Lebens nur auf sichtbare und materielle Dinge – wie Erfolg, Karriere und Geld – aufbaut, der baut auf Sand”, meinte Papst Benedikt über die Konsequenzen der aktuellen Finanzkrise.

Was sich im ersten Moment zumindest aus religiöser Sicht plausibel anhört, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als blanker Zynismus.

Wen interessieren ein paar Dutzend Top-Banker, die in der Krise auf die Nase fallen (oder einen goldenen Handschlag erhalten)?

Schon heute sind Zehntausende amerikanischer Familien von der Immobilienkrise betroffen. Dabei handelt es sich in aller Regel gerade nicht um diejenigen, die nach Erfolg, Karriere und Geld gierten, sondern um weniger begüterte Familien, denen mit Lock-Finanzierungsangeboten Versprechungen fürs eigene Haus gemacht wurden. Sich darauf einzulassen mag unvernünftig oder kurzsichtig sein.

“Bauen auf Sand”. Was wollte er genau damit verurteilen? Ist das nur eine zufällige Redewendung, oder interpretiert der Hermelinmützenträger und Liebhaber von PRADA-Schuhen das Bauen eines eigenen Hauses als “Bauen auf Sand”, da es im weitesten Sinn etwas Materielles ist?

Das Gegenteil von Seelsorge

Anfang der Woche versuchte sich in Akron / Ohio die 90jährige Eddie Polk zu erschiessen, weil sie ihre Hypothek nicht mehr bezahlen konnte.

Gerade aus seelsorgerischer Sicht müsste der Papst solche Menschen in Schutz nehmen.

Da er aber weder von den ökonomischen Hintergründen etwas versteht, noch sich jenseits seiner öffentlichen Rituale wirklich für die Menschenschicksale interessiert, kommt am Ende nur diese weltfremde, moralin-geschwängerte und überaus arrogante Stellungnahme heraus.

Hätte er wenigstens geschwiegen.

Benedikt: Popstar und Pharisäer

Auf Moses Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer!

Matthäus 23,2

Benedikt sitzt auf diesem Stuhl. Der frühere Vorsitzende der Glaubenskongregation und heutige Popstar B-e-n-e-d-e-t-t-o ist nichts anderes als ein Schriftgelehrter, der sich als Oberster Hirte ausgibt. Welch Schande. Aber so viele mögen an ihn glauben, denn wie steht es geschrieben: “Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!

Markus 9,23

– Bigdaddy

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