Ihr seid nicht Teil der israelischen Gemeinschaft. Ihr seid nicht Teil des demokratischen, nationalen Lagers, dem wir alle in diesem Hause angehören, und sehr, sehr viele im Volke verabscheuen euch. Ihr habt nicht Teil am zionistischen Werk. Ihr seid ein Fremdkörper, seid Unkraut.
Yitzhak Rabin (Israelischer Ministerpräsident 1974-77 und 1992-95. Über die Siedlerbewegung; Rede in der Knesset 28.02.1994. Rabin wurde am 4.12.1995 von einem jüdischen Extremisten ermordet.)
Wer glaubt “durchgeknallte Oberfundis” (GRÜNEN-Chefin Claudia Roth über den ehem. Augsburger Bischof Walter Mixa) gäbe es nur in Bayern, Hamburg (Thilo Sarrazin, Bischof der Bundesbank), Helmand, Gaza-Stadt oder Qom, der hat eine Wissenslücke.
Es gibt sie auch in Jerusalem. Die rechts-orthodoxe Shas-Partei, die zur Koalition des amtierenden Ministerpäsidenten Netanjahu gehört, lässt nun schon zum zweiten mal binnen weniger Tage Bemerkungen vom Stapel, die aufhorchen lassen.
Gerade erst hat das greise geistige Oberhaupt der Shas-Partei, Ovadia Yosef, allen Palästinensern die Pest an den Hals gewünscht.
Nun legt der stramme ParteivorsitzendeEli Yishai mit einer theologischen Interpretation des israelischen Sieges von 1967 (Sechstagekrieg) beziehungsweise der isralischen Niederlage von 2006 (Zweiter Libanonkrieg gegen die Hisbollah) nach:
During the Six-Day War, against all the Arab armies, for every one of our soldiers, they had 10,000 soldiers, for every one of our tanks, they had 10,000 tanks, for every one aircraft, they had at least 10 planes.
How could the Israeli nation go to war against all the Arab armies, who could have defeated us by simply walking. Can anyone explain this miracle and wonder?
And then there is the Second Lebanon War [2006], without Syria, Jordan, without Libya.
Only 2,000 Hizbullah fighters. 2,000!
Look what happened. Do you know why this happened? Because we said, ‘My power and the might of my hand brought me this fortress.’
What do you all think, that you can succeed without help from God? Without the Torah of Israel? Without Torah scholars?
Whoever does not believe that the nation of Israel lives above nature is a heretic.
Kurz gefasst: Der Sieg von 1967 war Gottes Sieg, die Niederlage von 2006 selbst verschuldet, weil man nur der eigenen Kraft und nicht auf die Kraft Gottes vertraut hat. Und wer schließlich nicht an den übernatürlichen Status der israelischen Nation glaubt, der ist freilich ein Häretiker.
Das entspricht ziemlich genau dem legendären Motto des Gottfried von Bouillon “Deus lo vult!” (Gott will es!) , mit dem er seine Heerscharen in den Ersten Kreuzzug führte. Das war im 11. Jahrhundert.
Eine sehr liebe ukrainisch-stämmige Freundin hat mich auf ein bewundernswertes Projekt in Youtube aufmerksam gemacht, in dem russischsprachige Künstler Kinderlieder aus aller Welt sammeln und mit Videos aufbereiten.
Hier ein traurig-schönes jiddisches Lied in typisch jiddisch-russischem Schwermut, das mir besonders gut gefällt:
oyfn veg shteyt a boym,
shteyt er arayngeboygn,
ale feygl funem boym
zanen sikh tserfloygn.
dray ken mayrev,
dray ken misrekh,
un der resht ken dorem,
un dem boym gelozt aleyn
hefker far dem shturem.
zog ikh tsu der mamen her,
zolzt mir nor nit shtern,
vel ikh, mame,
eynz un tsvey
bald a foygl vern…..
ikh vel zizn oyfn boym
un vel im farfign
ibern vinter mit a treyst
mit a sheynem nign.
zogt di mame nit, kind
un zi veynt mit trern
vezt kholile oyfn boym
mir far froyrn vern.
zog ikh mame, z’iz a shod
dayne sheyne oygn
un eyder vos un eyder ven,
bin ikh mir a foygl.
veynt di mame ltsik, kind,
ze, um g´tes viln
nem zikh mit a shalikl,
kenzt zikh nokh farkiln.
di kaloshn tu zikh on,
z’geyt a sharfer vinter
un di kutshme nem
oykh mit
vey iz mir un vund mir…
un dos vinter laybl nem,
tu ez on, du shovte,
oyb du vilzt nit zayn
keyn gast tsvishn ale toyte…
kh’heyb di fligl,
z’iz mir shver,
tsu fil, tsu fil sakhn
hot di mame ongeton
ir feygele,
dem shvakhn.
kuk ikh troyerik mir arayn
in mayn mames oygn,
z’hot ir libshaft nit gelozt
vern mir a foygl…
oyfn veg shteyt a boym,
shteyt er arayngeboygn,
ale feygl funem boym
zanen zikh tserfloygn.
Auf dem Weg steht ein Baum,
steht gekrümmt.
Alle Vögel von dem Baum,
sind ausgeflogen.
Drei nach Westen,
drei nach Osten,
und der Rest nach Süden
haben den Baum alleingelassen,
herrenlos im Sturm.
Sag ich zu der Mutter “höre,
sollst mich nur nicht stören,
werd ich, Mutter,
eins und zwei,
bald ein Vogel werden.”
Ich werde sitzen auf dem Baum
und werde ihn wiegen.
Über den Winter ihn trösten
mit einem schönen Lied.
Sagt die Mutter “nicht,
mein Kind”, und sie weint
mit Tränen.
Wirst Gott behüt auf
dem Baum mir erfrieren.
Sage ich “Mutter es ist schade,
um deine schönen Augen,
werde so oder so
ein Vogel werden.”
Weint die Mutter, Izik, Kind,
nimm um Gottes willen,
einen Schal mit,
könnt’st dich noch verkühlen.
Die Schuhe zieh dir an,
es ist ein harter Winter,
und die Mütze nimm
auch mit,
weh und wund ist mir.
Und das Winter-Kleidchen nimm,
zieh es an mein Dummerchen.
Wenn du nicht
ein Gast sein willst,
zwischen allen Toten.
Ich heb die Flügel,
es ist mir schwer,
zu viele, viele Sachen,
hat die Mutter mir gegeben,
ihrem Vögelein
dem schwachen.
Schau ich traurig drein,
in meine Mutters Augen,
ihre Liebe liess
mich ein Vogel werden.
Auf dem Weg steht ein Baum,
steht gekrümmt,
Alle Vögel von dem Baum,
sind ausgeflogen.
On the road stands a tree,
it stands bent and deserted,
All the birds of that tree
have flown away.
Turn toward the west,
turn toward the east,
And the rest turn toward the south,
And the tree is left alone
abandoned to the storm.
I say to momma “Listen,
just don’t stand in my way,
then, mother,
one and two,
I’ll quickly become a bird.”
I’ll sit in the tree
And lull it
during the winter and comfort it
with a lovely tune.
And momma says, “No, child,”
And weeps bitter tears -
“God forbid, in the tree
you might freeze.”
So I say, “Momma, it’s a waste
of your lovely eyes,
Because before you know it,
I’ll be a bird.”
And momma cries: “Itzik, my Crown,
As God would want,
take a scarf with you,
Lest you catch cold.”
“Put on your galoshes,
It is a severe winter.
And take your fur hat
with you, too.
Woe is me!”"
And take your warm underwear,
put it on, foolish child,
Lest you become a guest
among the dead…”
I lift my wing,
but it’s hard…
Too much, too many things
Has momma put on
her weak
little fledgling.
I look sadly straight forward
into my momma’s eyes,
Her love did not allow me
to become a bird…
On the road stands a tree,
it stands bent
and deserted,
All the birds of that tree
have flown away.
Hinweis: Dem kleinen Töchterchen / Sohnemann könnte das Lied so zu Herzen gehen, dass es / er anfangen muss zu weinen… So geschehen…., um sich aber gleich umso fester an Muttern anzuschmiegen….
Bibi verrät seine eigentliche Haltung gegenüber den Palästinensern immer wieder aufs Neue durch die arrogante Art, die er nicht lassen kann.
Im Vorfeld der direkten Gespräche, die auf Drängen Washingtons in Kürze beginnen sollen, meint Netanjahu nun:
I am convinced that if the Palestinian leadership takes the negotiations as seriously as we do, we can reach a stable agreement [...]
Wenn die Araber die Verhandlungen nur so ernst nehmen würden wie die israelische Seite, dann könnte man eine stabile Übereinkunft erreichen.
Wenn ! Aber, so stellt Netanjahu kaum verhüllt in den Raum: Sie sind es vermutlich nicht.
Und dennoch, bedeutet Netanjahu der Welt, möchte er es versuchen. Wenn es nach seinem Willen geht sollen die Verhandlungen beginnen durch zwei Gespräche pro Woche (!) zwischen ihm und Präsident Mahmoud Abbas.
Wieso zwei Gespräche? Alleine aus technischen Gründen, was also die Vor- und Nachbereitung solcher komplexen Verhandlungen anbelangt, ist dieser Vorschlag praktisch nicht durchführbar. Als alter Politprofi weiß Netanjahu das genau. Diese Aufforderung dürfte vielmehr einem einfachen Zweck dienen. Schon nach wenigen Wochen, aber mit vielen Gesprächen, könnte sich Bibi hinstellen und erklären: Schaut, so oft habe ich bereits mit Abbas verhandelt, und nichts ist dabei heraus gekommen.
Bibi doesn’t want the talks to succeed and will do absolutely nothing to make them work. Why should he? Where’s the benefit to him? His coalition is filled with far-right yahoos who will scream bloody murder at the first sign of weakness from their leader.
Abbas war mit seinem Chefunterhändler Saeb Erekat daher gut beraten, dieses Ansinnen Netanjahus nun ausgeschlagen zu haben.
Tod und Verderben den Palästinensern!
Um die Atmosphäre für die Gespräche aufzuheizen, sprach der geistliche Führer der ultra-orthoxoden Schas-Partei Rabbi Ovadia Yosef derbe Verwünschungen in Richtung Palästinenser aus:
Abu Mazen [= Palästinenserpräsident Abbas] and all these evil people should perish [auslöschen, vernichten, verschwinden] from this earth
God should strike them and these Palestinians — evil haters of Israel — with a plague [Gott soll sie schlagen und mit einer Plage heimsuchen]
Netanjahu hat sich ein bisschen von diesen Worten distanziert und über seinen Sprecher verlautbaren lassen:
The comments do not reflect Prime Minister Benjamin Netanyahu’s view
Wie? Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Da wünscht ein hochrangiger Rabbi, der seit Jahrzehnten fester Bestandteil des politischen Systems in Israel ist, einem ganzen Volk Tod und Vernichtung, und alles, was der Premierminister dazu sagen lässt ist, dass dies nicht seinen Ansichten entsprechen würde?
Diese Friedensverhandlungen haben große Chancen in die dritte Intifada zu münden.
Reaktion Obamas auf die Entgleisung von Ovadia Yosef
Wenigstens die Reaktion Washingtons auf die Äußerung Yosefs’ zeigt einige Schärfe, auch wenn das ein schwacher Trost ist:
We regret and condemn the inflammatory [aufhetzerische] statements by Rabbi Ovadia Yosef. We note the Israeli statement that the Rabbi’s comments do not reflect the views of the Prime Minister. These remarks are not only deeply offensive, but incitement such as this hurts the cause of peace. As we move forward to relaunch peace negotiations, it is important that actions by people on all sides help to advance our effort, not hinder it.
Zweierlei an dieser Erklärung ist bemerkenswert:
Zum einen “bedauern” (regret) die USA diese Bemerkungen. Wie kann man etwas bedauern, das ein anderer gesagt hat? Das geht üblicherweise nur, wenn man in der Position ist, für ihn oder dessen Seite sprechen zu können. Müssen sich die USA für das Verhalten Israels entschuldigen?
Zum anderen hat Washington “zur Kenntnis genommen” (We note), dass die Aussagen Yosefs nicht der Haltung der israelischen Regierung entsprechen. “Zur Kenntnis nehmen” bedeutet “neutral aufnehmen”. Mit anderen Worten: Obama ist zuwenig, was seitens der israelischen Regierung kam. Somit ist diese US-Erklärung als ein Rüffel in Richtung Jerusalem zu lesen.
Im September beginnt in Israel das neue Schuljahr. An zunächst 170 Grundschulen werden die Fünft- und Sechstklässler wöchentlich zwei Stunden arabisch büffeln. Das neue Unterrichtsfach ist Pflicht. Lediglich religiös geführte Schulen sind davon ausgenommen.
Obwohl arabisch offiziell zweite Amtssprache in Israel ist, gab es bislang keinen verbindlichen arabischen Sprachunterricht. Zwar wurden in den vergangenen Jahren zunehmend Sprachstunden angeboten, aber nur als Wahlfächer. Fremdsprache Nummer eins ist natürlich englisch, das oft schon ab der ersten Klasse gelehrt wird.
Gute Erfahrungen mit Arabischunterricht hat man schon bisher vor allem in Haifa im Norden Israels gemacht, wo ein großer Bevölkerungsteil arabisch ist.
Dr. Shlomo Alon, der im Erziehungsministerium für dieses Programm zuständig ist, führt dazu aus:
This offers two major benefits.
Firstly, it provides jobs for Arab teachers. The Arab school system is overflowing with teachers, and this helps ease the pressure.
And secondly, we believe that by introducing teachers who come from the Arab community into Jewish schools, it will help bridge the gap [Kluft überwinden] between the people.
Der für Minderheiten zuständige Minister Avishai Braverman ergänzt:
I think it should be adopted nationwide.
Every young person who lives in Israel should know how to communicate in Arabic.
Selbstverständlich gehen die Meinungen zu diesem Programm auseinander. Ein geharnischter Kommentator auf der Jerusalem Post meint:
How many palestinian children are learning Hebrew in Palestinian schools? Are the Palestinians teaching their children to coexist? Hebrew isn’t necessary in any Arab state. Why? All the Jews were killed or expelled [ausgewiesen]. Only Israel is suicidal and allows a fifth column ["Fünfte Kolonne", d.h. Agenten] within its borders.
Ich denke dieser Sprachunterricht ist eine gute Sache. Denn unabhängig von denAbsichten, die damit verbunden sind – den offiziell verlautbarten und den vielleicht inoffiziell zugrundeliegenden – kann das Ergebnis letztlich nicht gesteuert werden.
Viele Tausend Kinder werden arabisch lernen und jedes von ihnen wird die Sprachkenntnisse auf seine Weise nutzen. Mit den Nachbarn reden zu können ist die Grundlage dafür, ihn besser kennen zu lernen.
Politisch gewendet: Die Voraussetzung für Verständigung ist, dass man sich sich verständigen kann.
Der bekannte Kolumnist George F. Will von der Washington Post ist in Sachen Israel leider nur noch als Meinungsmacher zugunsten Israels unterwegs.
Wie sein aktueller Beitrag zeigt, macht er entweder seine Hausaufgaben als Journalist nicht, wozu in erster Linie eine gründliche Recherche gehört, oder – wahrscheinlicher – es interessiert ihn gar nicht. Das aber ist eine Absage an den Journalismus.
Mit Blick auf die anstehende neue Verhandlungsrunde zwischen Palästinensern und Israelis warnt Will eindringlich vor jenen, die Israel zu Zugeständnissen auffordern. Das seit langem anerkannte Prinzip “Land für Frieden” hält Will für brandgefährlich.
Sein Beitrag beginnt mit einer äußerst einseitigen Erinnerung an die Zweite Intifada, gefolgt von psychologischer Kriegführung gegen Obama:
In the intifada that began in 2000, Palestinian terrorism killed more than 1,000 Israelis.
As a portion of U.S. population, that would be 42,000, approaching the toll of America’s eight years in Vietnam.
During the onslaught, which began 10 Septembers ago, Israeli parents sending two children to a school would put them on separate buses to decrease the chance that neither would return for dinner.
Surely most Americans can imagine, even if their tone-deaf leaders cannot, how grating it is when those leaders lecture Israel on the need to take “risks for peace.”
So einfach kann die Welt sein, wenn man sie aus den kurzsichtigen Augen eines George F. Will betrachtet:
Der Himmel vor dem Jahr 2000 war blau, es herrschte Frieden in ganz Palästina. Der seit 1993 laufende Oslo-Prozeß wurde seitens Israel strengstens eingehalten. Gebiete wurden wie vereinbart an die Palästinenser zurück gegeben. Der Siedlungsbau kam nicht nur zum Erliegen, sondern Siedlungen wurden aufgehoben. E s gab keine Zerstückelung arabischen Lands mehr. Willkürliche Massenverhaftungen waren höchstens blasse Erinnerungen an schlechtere Zeiten. An die vielen Hundert Straßensperren konnte sich niemand mehr erinnern. [Streiche alles, setze das Gegenteil].
Der ewig perfide Araber
Und trotz all dem, suggeriert Will, lösen die perfiden, hinterhältigen Araber vermutlich aus schierer Verruchtheit die Intifada aus. Töten Israelis, weil sie das am liebsten tun. Und die Israelis, erinnert uns George F. Will im weiteren, Benjamin Netanjahu allen voran!, wollen doch nicht sehnlicher als Frieden.
Daher gibt es gar keinen Grund für Israel, sich auf die Grenzen von 1967 zurück zu ziehen, meint Will warnend. Zumal das Land so klein sei, dass es auf “strategische Tiefe” keinesfalls verzichten dürfe. Ach, Will, dieses Argument ist spätestens seit 20 Jahren hinfällig, als die Scud-Raketen des Saddam Hussein in Tel Aviv einschlugen. Ungeachtet dessen kommt Mr. Will zum Fazit: Schluß mit dem Gerede, Israel müsse Risiken für den Frieden eingehen. (Wie ist das übrigens zu verstehen: “Frieden ohne Risiken”. Garantien von Gottes halber?)
George F. Will ist ein gefährlicher Mann.
Er betreibt vorsätzliche Desinformation und Verzerrung von Zusammenhängen um seiner politischen Ansichten halber.
Denn wie sonst kann man seinen Beitrag werten, wenn er die allem zugrunde liegende Tatsache unterschlägt, dass der Krieg von 1967, der zur Besetzung der Westbank, Gazas, des Sinai und der Golanhöhen geführt hat, von Israel begonnen wurde.
Es ist eine grobe Täuschung, wenn Will annimmt, dass er der israelischen Seite damit einen Gefallen erweist. Sicher: Man wird seinen Beitrag in Jerusalem mit Wohlgefallen lesen. Ob es den Verhandlungen und einem Frieden dient? Man darf es stark bezweifeln. Willkürliche, einseitig verzerrende Darstellungen haben einer Verhandlung noch nie genutzt.
Hätte Will seinen Beitrag ungefähr damit begonnen:
Nach dem Zusammenbruch der Verhandlungen von Camp David im Jahr 2000, verursacht durch einen ängstlichen Premierminister Ehud Barak und einen Palästinenserpräsidenten Yassir Arafat, der aufgrund der vorangegangenen israelischen Brüche der Wye- und Sharm-el-Sheik Abkommen nicht weiter kompromißwillig war, sowie durch eine einseitig pro-israelische Verhandlungsführung unter Bill Clinton waren die Spannungen auf palästinensischer Seite nach sieben erfolglosen Jahren des sogenannten “Oslo-Prozesses” drastisch gestiegen. Die als “Besuch” deklarierte Besteigung des Tempelberges durch Oppositionsführer Ariel Scharon löste die Zweite Intifada aus, in deren Folge …. etc.pp.
Und hätte Will nicht unterschlagen, wer den Krieg begonnen hat, der den Nahen Osten so grundlegend veränderte…
Hätte.
Shame on you, George F. Will. You no longer deserve to call yourself a journalist.
I don't think Obama is anti-Semitic. He wants to make his place in history like Reagan, Bush, Clinton, the son of Bush; they all tried and now Obama's trying. But it won't help him. In the Torah it is written that there will be no peace. Obama is living under an illusion. We will continue suffering until the Messiah comes.
Lebensmittelgeschäft-Inhaber Rafael Niasov, Ramat Shlomo, Jerusalem
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