Israel & Palästina

Israel kann nicht mehr links

Die Linken in Israel wollen nicht mehr links sein.

“Links” heißt pazifistisch, irgendwie zumindest. Und aufgeschlossen sein gegenüber den Palästinensern. Früher jedenfalls.

Beides ist nicht mehr gern gesehen. Beides würde schaden bei den bevorstehenden Wahlen in Israel.

Schließlich möchte man Amtsinhaber Benjamin Netanjahu entthronen.

Daher hat die frühere Justizministerin Tzipi Livni (noch früher war sie Außenministerin der Regierung Olmert) zusammen mit der Arbeiterpartei eine neue politische Plattform geschaffen. Der Name:

Zionistisches Lager

Die Wähler sollen mit dem Allerwelts-Prädikat “zionistisch” angelockt werden. Das klingt nach Patriotismus und läßt den alten Pioniergeist anklingen.

Die Nutzung des Begriffs Zionismus mißfällt den politischen Gegnern.

Ronen Shoval von der rechtskonservativen Partei “Jüdisches Heim” hat sogar Klage beim Wahlausschuss eingereicht und protestiert.

Die Rechten bestehen darauf, als gute Zionisten zu gelten, und zwar allein.

Die Linken sollen keine Zionisten sein dürfen.

In Israel rückt der Begriff “links” inzwischen in die Nähe von “Staatsfeind”.

 

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Israel - Zitat des Tages

 But I can tell you with absolute confidence, the delegation [of farmers from the Golan] that came to persuade [prime minister] Eshkol to take the heights was [...] about the heights' land. [...] I saw them, and I spoke to them. They didn't even try to hide their greed for that land.

Moshe Dayan
(Verteidigungsminister 1967 - 74. Über die landgierigen Siedler auf den Golanhöhen, die Levi Eshkol im Juni 1967 bedrängt haben, Krieg gegen die Syrer zu führen.)

Presseschau Naher Osten (englisch)

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