UN Generalsekretär Ban Ki-moon stachelt palästinensischen Terror an

So jedenfalls sieht es der israelische Ministerpräsident Netanjahu.

Ban Ki-moon hat vor wenigen Tagen ausgesprochen, was unzählige Politiker, Menschenrechtler und Kommentatoren in den vergangenen Jahrzehnten tausendfach ausgesprochen haben: Dass die jüdischen Siedlungen in der palästinensischen Westbank rechtswidrig sind, dass sie dem Frieden schaden und dass sie eine Zweistaaten-Lösung verhindern.

Ban sagte:

Progress towards peace requires a freeze of Israel’s settlement enterprise.

Continued settlement activities are an affront to the Palestinian people and to the international community.

They rightly raise fundamental questions about Israel’s commitment to a two-state solution.

Soweit wäre die Bemerkung im Rahmen des Üblichen geblieben. Unter “üblich” ist zu verstehen, dass ein Diplomat die Siedlungstätigkeit sprachlich milde verurteilt, und ansonsten nichts weiter passiert.

Der Generalsekretär ging diesmal etwas weiter. Er sagte offen, dass die fortdauernde israelische Besatzung zu anhaltendem Frust in der palästinensischen Bevölkerung führe und deshalb nachvollziehbar sei, dass sich die Palästinenser gegen die Besatzung wehren wollten:

Palestinian frustration is growing under the weight of a half century of occupation and the paralysis of the peace process.

As oppressed peoples have demonstrated throughout the ages, it is human nature to react to occupation, which often serves as a potent incubator of hate and extremism.

Ministerpräsident Netanjahu hat schon vor sehr langer Zeit jegliche Zurückhaltung abgelegt, wenn es um die Bewertung siedlungs-kritischer Kommentare geht. US Präsident Obama kann ein Lied davon singen, und nicht nur er.

Netanjahu zeterte über Ban, die Neutralität seines Amtes über Bord geworfen zu haben und beschuldigte ihn, den palästinensischen Terror zu ermuntern:

The comments of the UN Secretary-General encourage terror

So ist das, wenn einer wie Ban Ki-moon den pinkfarbenen Elefanten als das bezeichnet, was er ist: ein pinkfarbener Elefant. Genauer genommen: Ein blutroter Elefant.

Netanjahu kann sich trösten. Auch wenn Ban etwas deutlicher wurde als sonst wird nichts weiter passieren.

Veröffentlicht unter Ban Ki Moon, Israel, Netanjahu, Netanyahu, Palästina, Palästinenser, Siedlungen, Vereinte Nationen, Westbank

Israel ein Apartheid-Staat

… das sagt Bradley Burston von der HAARETZ:

It’s Time to Admit It.

Israeli Policy Is What It Is:

Apartheid

I used to be one of those people who took issue with the label of apartheid as applied to Israel. Not anymore.

Getagged mit:
Veröffentlicht unter Israel

Tagebuch Theodor Herzl – 23.08.1897

Theodor Herzl

Theodor Herzl

Einer der vielen Aspekte, die das Tagebuch Herzls so lesenswert machen: Der Autor macht keinen Hehl aus seinen Gemütsschwankungen.

Je nach Stand seines zionistischen Projekts schwankt er zwischen größter Euphorie, oft verbunden mit Allmachts-Phantasien, und tiefer Niedergeschlagenheit.

Eine Woche vor dem Ersten Zionistenkongress in Basel (29. August)  zweifelte Herzl, dass seine bisherige Arbeit den gewünschten Erfolg bringen würde. Gereizt  dachte  er über seine Gefolgsleute, von denen er annahm, sie würden nicht denselben Eifer und nicht dieselbe Arbeitswut aufbringen wie er selbst:

Thatsache ist, was ich Jedermann verschweige, dass ich nur eine Armee von Schnorrern habe.

Ich stehe nur an der Spitze von Knaben, Bettlern und Schmöcken.

Manche beuten mich aus.

Andere sind schon neidisch oder treulos.

Die Dritten fallen ab, sowie sich ihnen eine kleine Carrière eröffnet.

Wenige sind uneigennützige Enthusiasten.

Dennoch würde dieses Heer vollkommen genügen, wenn sich nur der Erfolg zeigte.

Zorn und Unsicherheit waren nicht begründet, denn schon am 3. September, unmittelbar nach dem Kongress, konnte Herzl seinen wahrscheinlich berühmtesten Satz schreiben:

Fasse ich den Baseler Congress in ein Wort zusammen – das ich mich hüten werde öffentlich auszusprechen – so ist es dieses:

in Basel habe ich den Judenstaat gegründet.

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Gründung Israel, Israel, Zionismus

Israel - Zitat des Tages

 Es gibt Phantasten die glauben man könne mit den Arabern zusammen leben. Es gibt Phantasten die glauben man könne mit Krebs leben. Was ist ein guter Araber? Einer, der noch keinen Juden umgebracht hat? Es ist allerdings schwer heutzutage noch so einen zu finden.

Noam Federman
(Rechtsextremer jüdischer Siedler aus Hebron (Westjordanland))

Presseschau Naher Osten (englisch)

Andere Nahost-Blogs

Was andere Blogs schreiben

Archiv